Ski Alpin
Trainingsläufe können Wettkämpfe nicht ersetzen: Die jungen Skirennfahrer freuen sich auf den Saisonstart.

Das lange Warten hat ein Ende: Die Skirennfahrer des Ostschweizerischen Skiverbands dürfen sich wieder mal in Rennen messen. Die Saison wird kurz - aber intensiv.

Robert Kucera
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Die jungen Skifahrer dürfen sich endlich wieder an den Rennen messen.

Die jungen Skifahrer dürfen sich endlich wieder an den Rennen messen.

Bild: Robert Kucera, Wildhaus, 12. März 2017

Der Bundesratsbeschluss von Mittwoch, 24. Februar, hat für Euphorie beim Ostschweizerischen Skiverband (OSSV) gesorgt. Denn mit den neusten Lockerungen dürfen nun die Ski-Nachwuchskräfte Wettkämpfe bestreiten.

«Für den ganzen Nachwuchs ist das ganz wichtig», betont OSSV-Präsident Stephan Tschol. «Denn so kann man sich wieder messen, sich Ziele stecken und sich auch weiter entwickeln.» Zudem könne man sich nur über den Wettkampf für ein Kader qualifizieren. Das OSSV-Kader konnte zwar diesen Winter ihre Einheiten im Schnee absolvieren. «Doch Trainings ohne Ziel bringen die Sportler nicht weiter. Auch Zeitläufe im Training können ein Rennen nicht ersetzen», sagt Tschol. Die jungen Athleten brennen also auf ihren Renneinsatz in dieser kurzen Saison. Der Start erfolgt am Sonntag, 7. März, mit zwei Slaloms für die Kategorien U12, U14 und U16 in Wildhaus.

Grosse Unterstützung der Skiklubs und der Bergbahnen

Bis Ostern geht es Schlag auf Schlag. Viel Aufwand kommt auf den OSSV zu, der es im März meist ruhiger angehen kann. «Es ist ein eher luftiger Monat im Rennkalender und mehr was für den Breitensport. Doch nun wird es intensiv», hält Tschol fest. «Doch wir sind froh darüber, überhaupt Rennen zu veranstalten», ist der Verbandspräsident glücklich über die neue Situation. Nicht nur für den Skinachwuchs werden sich alle Beteiligten, wie die organisierenden Skiklubs, reinhängen. Es gehe auch um die Präsenz der Sportart. Die Rennen animieren so manches Kind, es selbst zu versuchen. Mit den Wettkämpfen helfe man den Skiklubs, dem Verband, ja dem ganzen Skisport.

Doch ist es in diesen schwierigen Zeiten nicht entscheidender, dass Skigebiete jeden Quadratmeter Piste für sich beanspruchen können? Stephan Tschol erklärt: «Zum Glück haben wir ein gutes Einvernehmen mit den Bergbahnen. Die Betreiber sind sehr kooperativ – einfach grossartig, dass sie uns unterstützen.»

Den ersten Saisonrennen für die Ski-Nachwuchskräfte in Wildhaus von Sonntag, 7. März, steht scheinbar nichts mehr im Weg. Doch ein Detail gibt es noch zu beachten: Das von Swiss-Ski auferlegte Schutzkonzept ist beim Ostschweizerischen Skiverband noch nicht eingetroffen. Und dieses benötigt Präsident Stephan Tschol unbedingt, um beim Kanton St. Gallen die Bewilligung für die Rennen einholen zu können. Wie Tschol festhält, ist er jedoch optimistisch, dass die Wettkampfsaison nächstes Wochenende im Obertoggenburg endlich beginnen kann.