«Ich liebe es auf der Bühne zu stehen»: Die Grabserin Cornelia Leone singt im Chor der Operette Balzers

Das Publikum mit Musik und Gesang zu berühren, ist Cornelia Leones Ziel als Chormitglied der Operette Balzers.

Esther Wyss
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Cornelia Leone studiert die Noten und den Text für die Operette das «Weisse Rössl» vom Komponisten Ralph Benatzky.

Cornelia Leone studiert die Noten und den Text für die Operette das «Weisse Rössl» vom Komponisten Ralph Benatzky.

Bild: Esther Wyss

Seit vielen Jahren singt Cornelia Leone im Chor der Operette Balzers. Angesteckt wurde sie von ihrem Vater, der unter anderem im Zigeunerbaron mitgemacht hat. Sie war begeistert von der Inszenierung, der Musik, den Kostümen. Sie trat dem Balzner Singkreis bei, was Voraussetzung war, dass man bei der Operette mitmachen durfte. «Ich habe schon immer gerne gesungen und ich liebe es auf der Bühne zu stehen», gesteht sie freimütig.

«Zudem liebe ich klassische Musik.»

Cornelia Leone ist in Zürich aufgewachsen und arbeitete später einige Jahre in der Stadt. Während dieser Zeit besuchte sie oft das Opernhaus und die Tonhalle. Die Orgelkonzerte im Fraumünster waren für sie jeweils ein besonderes Musikerlebnis. Als Doppelbürgerin Liechtenstein-Schweiz zog es ins Rheintal zurück. Sie sagt:

«Ich muss die Kreuzberge sehen. Und wir haben das Glück, dass wir traumhaft schön in Grabs wohnen. So kann ich die geliebten Berge täglich sehen.»

Zeitaufwendiges Engagement

Dreimal hat sie in der Operette mitgesungen. Als die beiden Söhne zur Welt kamen, machte sie eine Pause. Seit 2008 ist sie wieder mit Begeisterung bei der Operette Balzers dabei. Sie liebt die Vorbereitungen, die intensiven, zeitaufwendigen Proben, die familiäre Atmosphäre. Der Einsatz lohne sich, ist sie überzeugt und erzählt eine kleine Begebenheit, die sie nicht mehr vergessen kann. Als das Lied «Schenkt man sich Rosen im Tirol» (aus «Der Vogelhändler») erklang, entdeckte sie einen älteren Mann im Publikum, dem die Tränen über die Wangen kullerten. Sie wünscht sich, dass es den Mitwirkenden mit dem «Weissen Rössl» gelingt, das Publikum zu berühren. Spannend findet sie zu erleben, wie sich eine Operette bis zur Premiere entwickelt.

Die Proben haben bereits im vergangenen August begonnen. Neben dem Engagement für die Operette bleibt nicht viel Zeit für anderes, man müsse halt Prioritäten setzen. Sie ist begeistert von der Arbeit des Regisseurs Anatol Preissler. Er habe Humor und sei durch nichts aus der Ruhe zu bringen. In den Chorproben haben die Mitglieder auch Neues kennen gelernt. Einmal haben sie im Kreis sitzend die ganze Operette geprobt und viel gelacht. Es war, als sängen die Solisten für den Chor und umgekehrt.

Über ihre Kostüme will sie nicht zu viel verraten

Das Regenlied aus der aktuellen Operette hat ihr anfangs eher nicht gefallen. In der Zwischenzeit ist es ihr lieb geworden. Es ist ein rhythmisches Lied, das immer schneller wird. Anfangs tröpfelt der Regen und am Schluss giesst es in Strömen, was auch im Gesang deutlich wird.

Cornelia Leone gibt sich zurückhaltend, als sie etwas über ihr Kostüm berichten soll. Sie habe drei verschiedene Kostüme und Perücken. Mehr möchte sie nicht verraten. Auch über das Bühnenbild und die Inszenierung möchte sie lieber schweigen, weil sonst der Überraschungseffekt verloren gehe. Für die Premiere und die darauffolgenden Aufführungen wünscht sie sich, dass der Funke aufs Publikum überspringt und die Zuschauer mit einem Lächeln nach Hause gehen. «Die Operette das ‹Weisse Rössl› verspricht zweieinhalb Stunden beste Unterhaltung, ist gespickt mit slapstick-artigen Einschüben, humorvollen Episoden und rassigen Tanzeinlagen», schwärmt sie.

Hinweis
Premiere am 25. Januar, Infos unter www.operette-balzers.li