Richtplan angepasst: Siedlungsgebiet erweitert für die Erweiterung der ARA Sargans

Die neuste Anpassung des St.Galler Richtplans betrifft auch die W&O-Region.

Hören
Drucken
Teilen
Die ARA Sargans wird erweitert. Dazu wurde das Siedlungsgebiet im Richtplan erweitert.

Die ARA Sargans wird erweitert. Dazu wurde das Siedlungsgebiet im Richtplan erweitert.

Bild: PD

(wo/pd) Die Regierung hat die Anpassung 19 des Richtplans erlassen, wie die Staatskanzlei des Kantons St.Gallen am Montag mitteilte. Im angepassten Richtplan ist unter anderem die Erweiterung des Siedlungsgebietes für verschiedene öffentliche Nutzungen ausgewiesen. Dies betrifft die Erweiterung der Abwasseranlage Saar der Gemeinden Mels, Sargans, Vilters-Wangs und Wartau, das neue regionale Feuerwehrdepot Pizol in den Gemeinden Mels, Sargans und Vilters-Wangs, die Erweiterung der Fussballanlage Birkenau in den Gemeinden Rebstein und Marbach sowie die Erweiterung des Entsorgungsplatzes Ökoville in Oberriet. In der Gemeinde Diepoldsau wird das Siedlungsgebiet für die Erstellung einer Gemüserüsthalle erweitert.

Erweiterung für ARA um 2500 Quadratmeter

Der Abwasserverband Saar mit den Gemeinden Mels, Sargans, Vilters-Wangs und Wartau betreibt die Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Sargans. Die ARA hat ihre Belastungsgrenze erreicht und zudem ist auch der Lebenszyklus der technischen Anlagen am Ende angelangt, heisst es in der Richtplan-Anpassung. Die ARA muss deswegen saniert, erneuert und erweitert werden. Dabei sollen auch die seit dem 1. Januar 2016 von grösseren Kläranlagen geforderten Massnahmen zur Reduktion von Mikroverunreinigungen mitberücksichtigt werden. Das Projekt kostet total rund 32.6 Millionen Franken. Ein geeigneter Standort für die Erweiterung der ARA konnte auf einem Teil der unmittelbar südwestlich anschliessenden Parzelle gefunden werden. Die Erweiterung des Siedlungsgebiets im Umfang von 2500 m2 tangiert Fruchtfolgeflächen. Der Baustart erfolgt im Frühjahr 2020.

In der Liste der öffentlichen Bauten und Anlagen in der Richtplan-Anpassung sind unter anderem der Neubau des Klanghauses Toggenburg in Unterwasser, der Neubau eines Unterhalts- und Handwerkszentrums für die Strafanstalt Saxerriet sowie der Ersatzneubau für die Kantonsschule Sargans erwähnt.

Gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf vom April 2019 wurde neu aufgenommen, dass das Schloss Werdenberg, das Alte Bad Pfäfers, die Lokremise St.Gallen, sowie Konzert und Theater St.Gallen kantonale Kulturstandorte nach dem Kulturförderungsgesetz (KFG) sind und als solche vom Kanton gemäss den Bestimmungen des KFG unterstützt werden.

Vernehmlassungsbericht ist verfügbar

Der Richtplan steuert die räumliche Entwicklung des Kantons St.Gallen. Er wird jährlich angepasst, um aktuelle Bedürfnisse aufzunehmen. Zwischen Mai und August 2019 führte das Baudepartement eine Vernehmlassung zur Richtplan-Anpassung 19 durch. Die Ergebnisse und die Stellungnahme der Regierung sind in einem Bericht zusammengefasst. Dieser wird allen Vernehmlassungsteilnehmenden als Antwort zugestellt und im Internet veröffentlicht. Die Genehmigung durch den Bund wird im zweiten Quartal 2020 erwartet. 

Hinweis
Sämtliche Unterlagen zur Richtplan-Anpassung 19 sind auf der Website des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation veröffentlicht