Sieben Allee-Bäume werden am Werdenberger Binnenkanal ersetzt

In diesen Tagen werden dem Werdenberger Binnenkanal entlang sieben Jungbäume gepflanzt. Sie ersetzen in die Jahre gekommene Bäume, die krank waren oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten.

Drucken
Teilen
Wenige Meter neben dem gefällten Baum wird am Werdenberger Binnenkanal bei Haag ein Spitzahorn angepflanzt. Kurt Köppel vom Rheinbauunternehmen ist dafür besorgt, dass die richtigen Ersatzpflanzen ausgewählt werden. (Bild: Ralph Dietsche)

Wenige Meter neben dem gefällten Baum wird am Werdenberger Binnenkanal bei Haag ein Spitzahorn angepflanzt. Kurt Köppel vom Rheinbauunternehmen ist dafür besorgt, dass die richtigen Ersatzpflanzen ausgewählt werden. (Bild: Ralph Dietsche)

In den letzten Wochen mussten zwischen Räfis und Sennwald dem Binnenkanal entlang Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. «Sie waren teilweise bis zu 130 Jahre alt», weiss Kurt Köppel, Leiter des Rheinunternehmens. Dieses führt im Auftrag des Werdenberger Binnenkanalunternehmens die Unterhaltsarbeiten entlang des Gewässers aus. Da die Allee-Bäume am Binnenkanal im Schutzkataster der jeweiligen Gemeinde aufgeführt sind, müssen sie ersetzt werden, heisst es in einer Medienmitteilung. «Es ist wichtig, dass wir als Ersatz heimische Jungbäume einpflanzen und nicht irgendwelche importierte Pflanzen», erklärt Kurt Köppel und weist darauf hin, dass die verwendeten Bäume aus einer zertifizierten Forstbaumschule kommen.

Ausbreitung von Krankheit vorbeugen

Diesmal wurden je zwei Spitzahorne, Kirschbäume und Nussbäume sowie eine Stieleiche gepflanzt. «Mit der gewählten Artenvielfalt beugen wir einem künftigen Totalausfall durch eine allfällige, flächendeckende Krankheit vor», sagt Kurt Köppel. Der Leiter des Rheinunternehmens erinnert an die Ulmenwelke. Wegen des Ulmensplintkäfers mussten in den Jahren 2009 bis 2012 zahlreiche Ulmen gefällt werden. Heute gibt es entlang dem Werdenberger Binnenkanal praktisch keine Ulmen mehr. Hinzu kam ein Pilzbefall der Eschen. Folglich wurden Sicherheitsfällungen und Ersatzaufforstungen in grosser Zahl notwendig.

Fische und Vögel profitieren von den Bäumen

Die alten Allee-Bäume entlang des Werdenberger Binnenkanals prägen seit Jahrzehnten das Landschaftsbild und spenden Schatten. Dies soll durch die Pflanzung der Jungbäume weiterhin so bleiben, heisst es in der Mitteilung weiter. Dadurch steigt die Wassertemperatur an heissen Sommertagen weniger rasch an. Davon profitieren die Fische. Zudem freuen sich die Vögel über die Unterschlupf- und Brutmöglichkeit entlang dem Gewässer. Dementsprechend wichtig ist die Wiederaufforstung für die Tiere, die im oder am Wasser leben. In besonders heissen Sommerperioden müssen die Jungbäume durch das Team des Rheinbauunternehmens getränkt werden, damit sie möglichst rasch gedeihen und wieder Schatten und Schutz bieten. (pd)