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Seveler Schüler machen Abfall sichtbar

Von wegen «saubere Schweiz»: Müll ist überall. Auch im Werdenberg wird er achtlos weggeworfen. Das zeigten Schüler der 4. und 5. Klasse aus Sevelen eindrücklich auf. Sie machten den Müll entlang der Strassen mit roten Fähnchen sichtbar.
Jessica Nigg
Jede Menge Fähnchen auf kleinster Fläche: Die Wiesen und der Strassenrand sind stark verschmutzt. (Bild: Jessica Nigg)

Jede Menge Fähnchen auf kleinster Fläche: Die Wiesen und der Strassenrand sind stark verschmutzt. (Bild: Jessica Nigg)

Gedankenlos weggeworfene Abfälle sind ein Ärgernis und machen vielen Landwirten zu schaffen. Sackweise müssen die Felder von leeren Getränke-, Essens- oder Zigarettenverpackungen befreit werden, bevor es an die eigentliche Arbeit geht. Harte Fremdkörper in Futter und Einstreu gefährden nicht nur die Tiergesundheit, sondern können auch Maschinen beschädigen.

Der St. Galler Bauernverband hat zur Sensibilisierung der Bevölkerung die Litteringaktion «Abfall sichtbar machen» organisiert. Die Schüler der 4. und 5. Klasse des Schulhauses Gadretsch in Sevelen haben sich im Rahmen dieser Aktion aufgemacht, um den Müll entlang der Strasse einzusammeln und die Fundstellen mit Fähnchen zu markieren.

Ein Meer von roten Fähnchen

Bei jedem roten Fähnchen wurde ein Stück Abfall gefunden. (Foto: Hansjürg Vorburger)

Bei jedem roten Fähnchen wurde ein Stück Abfall gefunden. (Foto: Hansjürg Vorburger)

Die Klassen von Fabian Anrig und Géraldine Grob haben aufgezeigt, wie viel Abfall am Strassenrand herumliegt. Auf den Wiesen entlang der Hauptstrasse von Sevelen Richtung Räfis sowie entlang der Hauptstrasse von Sevelen in Richtung Autobahn wehen im Moment Hunderte Fähnlein im Wind. Da der Abfall meist in Form von kleinen Stückchen herumliegt, sieht man ihn vom Auto aus kaum.

«Ich war erstaunt, wie viel Abfall Autofahrer aus dem Fenster werfen»

Das sagte zum Beispiel Schüler Gian. Die insgesamt rund 700 Fähnchen sind den Kindern sehr schnell ausgegangen. Lieber wäre es ihnen gewesen, wenn sie nicht alle Fähnchen gebraucht hätten. So sagte Kalyssa nach der Aktion: «Ich würde mir wünschen, dass die Autofahrer keinen Müll mehr aus dem Fenster schmeissen. Das ist für Mensch und Tier ungesund.» Lennon gefiel es, dass er helfen konnte und auch, dass sich die Schweizer Bauern für die Thematik einsetzen. Auch Urs gefiel die Aktion und er meinte gar: «Ich würde mir wünschen, dass die Menschen auf der ganzen Welt besser auf die Umwelt schauen.»

Fähnchen werden an «Umweltputzete» entfernt

Die Schüler der 4. und 5. Klasse müssen nicht lange suchen, um Abfall zu finden. (Bild: Jessica Nigg)

Die Schüler der 4. und 5. Klasse müssen nicht lange suchen, um Abfall zu finden. (Bild: Jessica Nigg)

Mit der Aktion soll auf die Abfallproblematik aufmerksam gemacht und die Bevölkerung aufgefordert werden, Abfall fachgerecht zu entsorgen. An der Seveler «Umweltputzete» werden die Fähnchen abgeräumt und das übrige Gemeindegebiet von Oberstufenschülern und Freiwilligen «geputzt».

Littering verursacht Leid und Schäden

(jn/pd) Heutzutage findet die Futterernte meist mechanisch statt. Eine Maschine mäht das Gras und schneidet es in kleine Teile, die dann siliert und für den Winter haltbar gemacht werden.

Harte Fremdkörper wie Aludosen oder Plastikflaschen, aber auch verlorene oder liegengelassene Nägel oder Drahtteile werden ebenfalls zerkleinert und gelangen so als spitze oder sonst schädliche Fremdstoffe in den Magen der Tiere. Die Tiere erleiden innere Verletzungen und es kommt zu Entzündungen und Schmerzen. In der Folge fressen sie nicht mehr, magern ab. Im Extremfall kommt es zum Tod, was leider immer wieder vorkommt. Manchmal kann eine (mehrere tausend Franken) teure, vom Landwirt berappte Operation das Tier retten.

Harte und starre Fremdkörper können zudem die Maschinen beschädigen, deren Reparaturen ebenfalls hohe Kosten verursachen. Gesundheitlich bedenklich sind auch Zigarettenstummel sowie Hundekot in Gras, das für die Tierfütterung bestimmt ist.

Hinweis: Die «Umweltputzete» findet am Samstag, 30. März, in allen Werdenberger Gemeinden statt. Besammlung für Sevelen ist um 8.30 Uhr beim Christian Zinslihof, Büelstrasse. Freiwillige melden sich bitte bis Donnerstag, 28. März unter der Nummer 081 750 11 46 oder per E-Mail an die Adresse a.schwendener@sevelen.ch.

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