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Sevelen: Volk stimmt über den Baukredit von 21,9 Millionen Franken für die Casa Sevellun ab

Am 30. Juni kann die Bürgerschaft an der Urne über den Baukredit für ein neues Betagtenheim abstimmen. Der Ersatz für das «Gärbi» verbessert die Lebenssituation der Bewohner und die Infrastruktur der Gemeinde.
Heini Schwendener
Die Casa Sevellun wird ein dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise mit holzverkleideter Fassade. (Visualisierung: PD)

Die Casa Sevellun wird ein dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise mit holzverkleideter Fassade. (Visualisierung: PD)

Nach einem beschwerlichen Weg seit dem Jahr 2011 ist das Betagtenheim-Projekt Ende dieses Monats endlich abstimmungsreif. Der Baukredit, den der Gemeinderat an der Urnenabstimmung beantragt, beläuft sich auf 21,95 Millionen Franken.

Heisst die Bürgerschaft diesen Baukredit gut, dann sind noch vor den Sommerferien die Einreichung des Baugesuchs sowie die Einzonung des Grundstücks als «Zone für öffentliche Bauten» vorgesehen. Läuft danach alles optimal, könnte noch vor Ende dieses Jahres mit den Arbeiten begonnen werden. Beendet würden sie dann im Jahr 2022.

Kapazität wird von 28 auf 44 Betten erhöht

Was wird in Sevelen für die Gesamtinvestitionskosten von 23,35 Millionen Franken gebaut (vgl. Tabelle)? Die Casa Sevellun – sie allein kostet 22,9 Millionen Franken – wird das Altersheim Gärbi ersetzen, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1854 zurück reichen. Gebaut werden soll das neue Betagtenheim auf der Parzelle im Büelriet, östlich des Storchenbüels. Die Kapazität der Casa Sevellun wird im Vergleich zum heutigen Altersheim Gärbi von 28 auf 44 Betten erhöht. Es gibt unter anderem eine Cafeteria, einen Mehrzweckraum, Aktivierungs- und Therapiebereiche, Spitex-Räumlichkeiten, Tiefgarage, Küche und Lingerie.

Die grosszügige Küche ist für die Zubereitung von bis zu 200 Mahlzeiten pro Tag konzipiert. Denn neben den Bewohnern sowie gelegentlich deren Angehörigen verpflegt die Küche auch die Mitarbeitenden des Betagtenheims und ausserdem die Kinder des Mittagstischs, der Kindertagesstätte und die Kunden des Mahlzeitendienstes in der Gemeinde Sevelen.

Die Ursprünge des Altersheims Gärbi reichen zurück ins Jahr 1854. (Bilder Heini Schwnedener)

Die Ursprünge des Altersheims Gärbi reichen zurück ins Jahr 1854. (Bilder Heini Schwnedener)

Ausgebaut wird das neue Seveler Betagtenheim im Standard «Minergie-P nicht zertifiziert». Eine Minergie-Zertifizierung ist also aus Kostengründen nicht vorgesehen. Der Baukörper in Massivbauweise ist dreigeschossig und allseitig ausgerichtet. Die Fassade wird mit Holz verkleidet. Insgesamt wirkt das Gebäude wie ein grosses Wohnhaus. Die periphere Position des Baus auf der Parzelle ermöglicht einen grosszügigen Vorbereich, der einen öffentlichen Ort schafft, derweil auf der strassenabgewandten Seite ein Garten entsteht. Dieser neu gestaltete Freiraum des Betagtenheims schliesst sich an die bestehenden Grünanlagen an.

Fremdgeld in der Höhe von 18,9 Millionen Franken

Mit dem vorliegenden Bauprojekt werden 22,9 Millionen Franken Investitionskosten veranschlagt. In den vergangenen Jahren wurden im Sinne einer Vorfinanzierung 4 Millionen Franken für das Betagtenheim zur Seite gelegt, so dass die Gemeinde Fremdgeld im Umfang von 18,9 Millionen Franken aufnehmen muss.

«Die aktuelle Lage an den Finanzmärkten verspricht sehr gute Konditionen für ein langfristiges Darlehen, welches über eine Laufzeit von 33 Jahren durch die Pensionstaxen der Bewohnerinnen und Bewohner amortisiert wird»,

heisst es im Gutachten. Die Fotovoltaikanlage amortisiere sich über die gewonnene Energie in rund acht Jahren. In den Abstimmungsunterlagen würdigt der Gemeinderat das Bauprojekt mit den Worten:

Das Altersheim der Gemeinde Sevelen stösst an seine Grenzen.

Das Altersheim der Gemeinde Sevelen stösst an seine Grenzen.

«Die geplante Casa Sevellun ermöglicht einen zeitgemässen und modernen Betrieb mit Entwicklungsspielraum für die Zukunft. Wir werten mit dem Betagtenheim unsere Infrastruktur langfristig auf und entwickeln die Lebens- und Wohngemeinde Sevelen nachhaltig weiter.»


Sollte das Seveler Stimmvolk den beantragten Baukredit am 30. Juni an der Urne ablehnen, bleibt das Altersheim auch in Zukunft im «Gärbi».

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