Sevelen holt im Derby einen 0:2-Rückstand auf und gewinnt gegen Haag knapp mit 4:3

«Auf dem Feld muss es brennen!»: Sevelens Trainer Mustafa Cibil rüttelte seine Mannschaft in der Pause des 4.-Liga-Derbys auf, welche prompt die Wende schaffte.

Michael Vetsch
Drucken
Teilen
Im Derby waren sowohl die Seveler als auch die Gäste aus Haag kämpferisch eingestellt und in bester Torlaune.

Im Derby waren sowohl die Seveler als auch die Gäste aus Haag kämpferisch eingestellt und in bester Torlaune.

Bild: Michael Vetsch

Nach einer soliden ersten Halbzeit mit der zwischenzeitlichen 0:2-Führung für die Gäste aus Haag dachten wohl schon viele, dass das Spiel gegen den FC Sevelen abgehakt werden kann. Das Heimteam hielt jedoch dagegen, drehte den Score nach der Pause innert Minuten und konnte am Ende einen glücklichen 4:3-Sieg feiern.

Beide Teams kämpften um jeden Ball

Dass sich im Spiel zwischen dem FC Sevelen und dem FC Haag vieles im Kopf abspielen würde, war schon früh zu sehen. Beide Teams kämpften und rackerten um jeden Ball und wollten die Zweikämpfe auf keinen Fall verlieren. Ein solcher Zweikampf im Strafraum der Seveler dann auch zum Penaltypfiff. Müller versenkte zum 0:1 und konnte so den ersten Haager Saisontreffer ins (noch) Trockene bringen.

Bereits knapp zehn Minuten später gab es für den FC Haag erneut Grund zum Jubeln. Nach herrlicher Vorarbeit von Venceslau Andrade, der sich gleich durch mehrere Spieler «schlängelte», realisierte Lukas Heeb aus nächster Nähe das 0:2 und liess sich in die Reihe der Torschützen eintragen.

Seveler Trainer schwor sein Team in der Pause ein

«In Durchgang eins sind wir besser gestartet, haben Tempo gemacht, Zweikämpfe gewonnen und wurden mit den zwei Toren gut belohnt», fasste der Haager Spielertrainer Venceslau Andrade die erste Halbzeit zusammen. Mustafa Cibil, Trainer der Seveler, musste seinem Kontrahenten beistimmen.

Er fügte dann aber bei: «In der Pause habe ich die Mannschaft eingeschworen und ihr klargemacht, dass wir uns den Anschlusstreffer holen und in der Folge nicht zurücklehnen werden. Auf dem Feld muss es brennen!»

Wende mit drei Toren innert sieben Minuten eingeläutet

Gesagt, getan. Nicht einmal zehn Minuten brauchten seine Spieler, um den 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung zu verwandeln. Für die Seveler Tore waren Shabani in der 46. Minute, Velduan Isufi mittels direkten Freistosses unter die Latte in der 48. und Eljezi in der 53. verantwortlich.

Der Coach der Heimmannschaft zeigte sich zufrieden:

«Wir haben Charakter gezeigt und sind ins Spiel zurückgekehrt.»

Auf der Gegenseite ist man darüber wenig begeistert und sieht den Grund für die raschen Gegentore in fehlender Konzentration. Haag-Trainer Andrade erklärt den grund für die schnellen Gegentore

«Wir müssen das 0:3 suchen, eine Zweitore-Führung ist immer gefährlich. Es ging uns alles etwas zu schnell – plötzlich lagen wir hinten.».

Er freut sich aber, dass seine Mannschaft in der 63. Minute durch Carkic noch einmal am Sieg schnuppern konnte.

Doch in der 84. Spielminute konnte Sevelen mittels Penaltytreffer die finale Entscheidung zum 4:3-Heimerfolg bewerkstelligen.