Sennwald
Zwei Frauen, die der Kirchgemeinde einen wichtigen Schub verleihen

Gleich zwei Frauen wurden am Sonntagmorgen in der Kirche Sennwald offiziell willkommen geheissen. Vizedekan Lars Altenhölscher wandte seine Worte mit einem Willkommensgruss sowohl an die gewählte Pfarrerin Nanette Rüegg, wie auch an die Inpflichtnahme von Kirchenvorsteherin Caroline Winter.

Heidy Beyeler
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Die neue Pfarrerin Nanette Rüegg (4. von rechts) und die neue Kirchenvorsteherin Caroline Winter (2. von links) mit dem Vorstand.

Die neue Pfarrerin Nanette Rüegg (4. von rechts) und die neue Kirchenvorsteherin Caroline Winter (2. von links) mit dem Vorstand.

Bild: Heidy Beyeler

Die Feierlichkeit fand in lockerer, leichtfüssiger und fröhlicher Art statt. Mit einer Prise Humor drückte der Kirchgemeindepräsident Michael Berger gegenüber den Anwesenden seine einfühlsame Freude aus. Er ist überzeugt, dass es möglich ist, gemeinsam nach Fähigkeiten verschiedener Menschen zu suchen. Pfarrerin Nanette Rüegg sieht es auch so: «Wir haben verschiedene Gaben, … die uns gegeben sind.»

Einmalig sei, dass Pfarrwahlkommission und Kirchenvorsteherschaft gemeinsam Einigkeit signalisierten. Michael Berger ist zufrieden.

«Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Nanette Rüegg ist bodenständig, gradlinig und engagiert. So nehme ich die neugewählte Pfarrerin Nanette Rüegg wahr.»

Dass gleichzeitig Caroline Winter als Kirchenvorsteherin aufgenommen wurde, freute den Kirchgemeindepräsidenten besonders. Er schätze diese Entscheidung der Verantwortlichen sehr.

Eine philosophische Ansprache

Die Pfarrerin Nanette Rüegg ist «wie du und ich». Sie setzt auf Gemeinsamkeit, auf ein Miteinander. Sie ist offen und geht unkompliziert auf Menschen zu, die von ihr etwas wissen wollen. «Sie passt in unsere Gemeinschaft, die von unserem ländlichen Dasein geprägt ist», ist Gemeindepräsident Bertrand Hug überzeugt.

Nanette Rüegg, neugewählte Pfarrerin.

Nanette Rüegg, neugewählte Pfarrerin.

Bild: Heidy Beyeler

In seiner Ansprache kam Vizedekan Lars Altenhölscher auf die Erkenntnis, dass in unserem modernen Leben ständig neue Installationen aktualisiert werden. «Und heute wird also ein Update für unsere Kirchgemeinde installiert.»

Altenhölscher stellte in diesem Zusammenhang die Frage:

«Wird nun alles neu, wird alles besser oder schlechter, oder wird zumindest alles anders? Eigentlich Ja und Nein.»

Mit dieser philosophischen Sichtweise regte der Vizedekan Lars Altenhölscher die Anwesenden zum Nachdenken und Überlegen an.

Vom Toggenburg ins Werdenberg

Für Nanette Rüegg war die erste Predigt als rechtmässige Pfarrerin in Sennwald eine Premiere. Sie stand da und gab den Kirchgängern das Gefühl, dass sie eine von ihnen ist. «Wir haben verschiedene Gaben entsprechend der Gnade, die uns gegeben ist.»

Nanette Rüegg hat den Weg vom Toggenburg ins Werdenberg gerne beschritten. Das war spürbar. Die Pfarrerin ist, wie gesagt wurde, bodenständig, engagiert und gradlinig. Beide, Pfarrerin Nanette Rüegg und Kirchenvorsteherin Caroline Winter, wünschen sich, dass Bürgerinnen und Bürger jederzeit Kontakt aufnehmen, wenn sie Fragen oder Sorgen haben. Sie forderten die Menschen geradezu auf.

Die Stimmung strahlte Zufriedenheit aus

Die Feierlichkeiten wurden begleitet von musikalischen Beiträgen verschiedener Musiker aus der Gemeinde. Zum Abschluss wurden die Gäste zu einem Apéro eingeladen, bei dem sich die Besucher angeregt unterhalten konnten. Die Stimmung strahlte Zufriedenheit aus. Positiv wird anerkannt, dass zwei Frauen an vorderster Front für die Menschen einstehen – mit dem Slogan:

«Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, muss eine einheitliche Landschaft, eine Gemeinschaft sein.»