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Nach finanziellem Super-Gau: Diese Massnahmen sollen das Altersheim
Forstegg in Sennwald wieder auf Kurs bringen

Das Altersheim wurde finanziell an die Wand gefahren, fast alle Reserven sind weg. Eine Betriebsanalyse zeigt den Weg zur Besserung auf, der auch Stellen kosten wird.
Heini Schwendener
In den vom fehlbaren Heimleiter personell massiv ausgebauten Bereichen Hausdienst und Küche ist ein Stellenabbau nötig. (Bild: Corinne Hanselmann)

In den vom fehlbaren Heimleiter personell massiv ausgebauten Bereichen Hausdienst und Küche ist ein Stellenabbau nötig. (Bild: Corinne Hanselmann)

Das Altersheim Forstegg hat seine in Jahrzehnten erarbeiteten Reserven von 2,4 Millionen Franken innerhalb von drei Jahren bis auf 300000 Franken aufgebraucht. Heimleiter M. (Name der Redaktion bekannt), der alle Kompetenzen hatte und nach Belieben schalten und walten konnte, hat das finanzielle Desaster seines Heims, das notabene bestens ausgelastet war, zu verantworten. In der Verantwortung steht aber auch der Gemeinderat, dessen Aufsicht über das Heim sogar nach den ersten Anzeichen der Finanzprobleme grandios versagt hat. Der «W&O» hat die Geschichte am 16.Februar öffentlich gemacht.

Gemeindepräsident Peter Kindler hatte damals gesagt: «Ich übernehme als politisch Verantwortlicher die volle Verantwortung.» Inzwischen hat auch der «Blick» die Geschichte aufgegriffen und ein mediales Gewitter über Kindler und die Gemeinde losgetreten.

Just zum Zeitpunkt, als der Heimleiter, der selber gekündigt hat, am Freitag seinen letzten Arbeitstag hatte und als am Montagabend der Sennwalder Gemeinderat Kenntnis genommen hat von den Ergebnissen einer externen Analyse über die Vorgänge im Altersheim Forstegg und die Massnahmen, um das schlingernde Schiff organisatorisch und finanziell wieder auf Kurs zu bringen. Die Ergebnisse stimmen den Gemeindepräsidenten positiv für die nahe Zukunft. «Ich bin sicher, dass wir in diesem Jahr mit unserem Altersheim wieder schwarze Zahlen schreiben werden, wenn wir die vorgeschlagenen Massnahmen der Betriebsanalyse zügig umsetzen», sagt Peter Kindler gegenüber dem W&O.

Küche und Hausdienst sind überdotiert

Die Vergangenheit möchte er keinesfalls ausblenden oder schönreden, aber jetzt müsse alle Energie für die Umsetzung dieser Massnahmen aufgewendet werden. Eine davon ist, dass im Bereich von Küche und Hausdienst 300 Stellenprozent abgebaut werden müssen. M. hatte diese Bereiche massiv, um 100 und mehr Prozent, ausgebaut. Zwei bis drei Kündigungen werden notwendig, eine Person aus diesem Bereich wird pensioniert. Operative, strategische und finanzielle Leitung trennen Gesucht wird eine neue Heimleitung.

Der Heimleiter oder die Heimleiterin wird künftig nur noch die operative Verantwortung tragen und für die Personalführung verantwortlich sein. Die strategische Verantwortung und die Personalentscheide liegen neu bei der Altersheimkommission, die personell aufgestockt wird, unter anderem auch durch eine Person mit Heimleitererfahrung. Ausserdem wird die Buchhaltung nicht mehr der Heimleitung angegliedert sein, sondern voraussichtlich auf Mandatsbasis extern vergeben.

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