Sennwald: Im zweiten Anlauf wird Bertrand Hug neuer Gemeindepräsident

Mit 830 Stimmen ist Bertrand Hug zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt worden.

Katharina Rutz
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Cornelia und Bertrand Hug feiern gemeinsam den Wahlerfolg.

Cornelia und Bertrand Hug feiern gemeinsam den Wahlerfolg.

Katharina Rutz

Gut Ding will Weile haben. Dieses Sprichwort trifft auf Bertrand Hug und seinen Weg zum Gemeindepräsidenten von Sennwald zu. Bereits im Jahr 2012 kandidierte er für das Amt, unterlag aber damals Peter Kindler. Jetzt wo dieser seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, trat Bertrand Hug wieder an. Im ersten Wahlgang vom 17. November 2019 erzielte er von vier Kandidierenden zwar am meisten Stimmen, schaffte das absolute Mehr jedoch nicht. Er musste also in seiner zweiten Kandidatur in den zweiten Wahlgang.

Am Sonntag schliesslich wurde der 47-jährige Polizist und Vermittler aus Frümsen mit 830 Stimmen gewählt. «Heute morgen war ich keineswegs siegessicher. Meine Gegner haben einen intensiven und guten Wahlkampf geführt», sagt Bertrand Hug gegenüber dem «Werdenberger & Obertoggenburger».

Bertrand Hug, neu gewählter Gemeindepräsident von Sennwald.

Bertrand Hug, neu gewählter Gemeindepräsident von Sennwald.

PD
«Umso grösser ist jetzt die Freude».

Dazu tragen vor allem die hohe Stimmbeteiligung und das deutliche Resultat bei.

Hohe Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang

Bertrand Hugs Vorsprung auf Fabienne Bernegger-Hafner, die auswärtige Juristin aus Buchs, betrug 264 Stimmen. Sie erreichte 566 Stimmen. Jürg Stricker, Geschäftsführer aus Sennwald, blieb mit 492 Stimmen hinter den beiden zurück. Vereinzelte erhielten acht Stimmen. Die Wahlbeteiligung war mit 58,99 Prozent sehr hoch. Sie war höher als beim ersten Wahlgang, wo 52,21 Prozent der Sennwalder Bevölkerung an die Urne gingen.

Bertrand Hug ist im Jahr 2007 in die Gemeinde Sennwald gezogen. Im Jahr 2012 kandidierte er «aus Interesse» für das Gemeindepräsidium. «Seither konnte ich mich besser in der Gemeinde einbringen und zeigen, wie ich arbeite», sagt Hug auf die Frage, warum es beim zweiten Mal nun klappte. Der Amtsantritt im Sommer, Peter Kindler tritt per Ende Juni zurück, sei kein Problem. Seine Nachfolge sowohl bei der Polizei als Amtsleiter Ausländerrecht sowie auch als Vermittler beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland seien bereits vorbereitet. «Es ist mir wichtig, diese Aufgaben sauber und geordnet übergeben zu können», betont er. Gleichzeitig möchte er sich schon bald in seine künftige Aufgabe als Gemeindepräsident einarbeiten.

Bereits vorgängig Kontakte zu Gemeinden nutzen

«Ich möchte möglichst viel Zeit gewinnen und mir vor dem eigentlichen Start so viel Wissen wie möglich aneignen», sagt er. Dazu werde er seine Kontakte sowohl bei der Gemeinde Sennwald als auch zu den Verwaltungen anderer Gemeinden nutzen.

«Mein erstes Ziel als Gemeindepräsident wird es sein, mich intensiv einzuarbeiten, und nicht gleich am ersten Tag alles verändern zu wollen.»

Weiter würden die im Wahlkampf erläuterten Prioritäten weiterhin gelten. Übrigens: Dass dazu auch eine Verbesserung der Situation «Wohnen im Alter» gehöre, habe nichts mit den Schlagzeilen um das Altersheim Sennwald zu tun. «Vielmehr reichen die 35 Plätze des Altersheims für die Gemeinde schlicht nicht aus.»

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