Seit 35 Jahren jassen die Grabser gemeinsam

Gleich ein doppeltes Jubiläum feiert die erfolgreiche Grabser Jassmeisterschaft am Freitag, 4. Januar 2019. Seit zehn Jahren wird sie vom Männerchor durchgeführt, zuvor wirkten 25-mal die Militärschützen als Organisator. Diesmal zählt der Anlass zum Grabser Cup.

Thomas Schwizer
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An der Jubiläums-Jassmeisterschaft wartet der Männerchor Grabs mit Überraschungen auf. (Bild: Benjamin Manser)

An der Jubiläums-Jassmeisterschaft wartet der Männerchor Grabs mit Überraschungen auf. (Bild: Benjamin Manser)

Gegen 300 Jasserinnen und Jasser werden wohl am 4. Januar in der Mehrzweckhalle Unterdorf an der Grabser Jubiläums-Jassmeisterschaft teilnehmen. Jassbeginn ist um 19.30 Uhr. Sie findet zum 35. Mal statt.

Mit gutem Grund wird das Jassen als eigentlicher Schweizer Nationalsport bezeichnet. Wohl keine andere «Sportart» wird hierzulande von so vielen Leuten mehr oder weniger regelmässig aktiv betrieben. Die Grabser Jassmeisterschaft bringt Menschen fast aller Altersklassen gemeinsam an die Tische und bietet ihnen einen gemütlichen Abend. Ob zwölf- oder 90-jährig, jugendlich, gestandener Mann oder gestandene Frau: Am Jasstisch sind alle gleich.

Alfred Heeb ist «Vater» der Jassmeisterschaft

Zusammen mit dem aktuellen OK-Präsidenten Ernst Frehner vom Männerchor Grabs freut sich Alfred Heeb von den Militärschützen Werdenberg auf das Jubiläum der Jassmeisterschaft. Er hat sie im Jahr 1984 erstmals organisiert, bis ins Jahr 2009 als OK-Präsident die Verantwortung getragen und die Hauptarbeit geleistet.

Frehner bezeichnet ihn als den «Vater» der Jassmeisterschaft. Ausser der Festwirtschaft habe Heeb diesen Traditionsanlass 25-mal nahezu in Eigenregie organisiert. Nach rund zehn Jahren hat er seinen ersten Firmen-PC für das Erstellen der Rangliste benutzt. In den ersten Jahren hat er sogar die Zeitungsberichte für den Werdenberger & Obertoggenburger eigenhändig verfasst und die Fotos «geschossen».

Beständigkeit und Tradition als Erfolgsrezept

Was ist das Geheimnis des anhaltenden Erfolgs dieser Jassmeisterschaft? Frehner und Heeb sind sich einig: Die massgebenden Grundsätze und Regeln haben sich in all den Jahren nahezu nicht verändert. Dass dies so blieb, war eine Bedingung der Militärschützen, als sie auf 2010 die Verantwortung an den Männerchor Grabs abtraten, wie Alfred Heeb bestätigt.

Ernst Frehner ist überzeugt, dass gerade dies ein wichtiger Grund für das Erfolgsrezept ist. So wird noch immer der Handjass mit zugelosten Partnern gespielt, sodass jeder für sein Resultat selbst verantwortlich ist. Noch unter Heebs Leitung wurde der erste Freitag im Jahr als Datum fix.

Noch immer Wienerli auf dem «Speiseplan»

Auch die Teilnahmeberechtigung ist wie eh und je: Mitjassen dürfen alle Grabser Einwohner und deren Angehörige, alle Mitglieder eines Grabser Vereins oder Mitarbeiter einer Grabser Firma sowie Heimweh-Grabserinnen und Grabser. Auch die Fleischpreise für alle Teilnehmenden und der Schätzwettbewerb sind seit Alfred Heebs OK-Zeiten Tradition. Die Wienerli als Stärkung stehen noch immer auf dem «Speiseplan».

Zwei Punkte hat der Grabser Männerchor unter seiner Führung neu eingeführt. Das eine ist die Mannschaftswertung, für welche die Resultate der jeweils vier Einzeljasser eines Teams addiert werden. Schon Alfred Heeb hatte allerdings diese Idee im Kopf. Und schliesslich überbrückt der Männerchor die Wartezeit vor der Rangverkündigung mit einem kurzen und stimmungsvollen Gesangs-Auftritt.

Anmeldungen für die Grabser Jassmeisterschaft bis am 28. Dezember unter grabser-choere.ch/jassmeisterschaft/