Schwimmen
Neue aufstrebende Generation beim SC Flös Buchs: Drei Finalplätze an nationalen Titelkämpfen

Der Nachwuchs des SC Flös Buchs setzte sich an den Schweizer Meisterschaften mit zwei Finalplätzen durch Rufus Bernhardt und einem Finalplatz durch Nola Menzi gut in Szene.

Michelle Weder
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In seiner bevorzugten Stilart Rücken erreichte Rufus Bernhardt an den Nachwuchsmeisterschaften zweimal den Final.

In seiner bevorzugten Stilart Rücken erreichte Rufus Bernhardt an den Nachwuchsmeisterschaften zweimal den Final.

Bild: PD

Von Donnerstag bis Sonntag fanden in Aarau die Schweizer Nachwuchsmeisterschaften statt. Vom SC Flös Buchs hatten sich neun Athletinnen und Athleten für die Wettkämpfe qualifiziert – so viele wie noch nie zuvor. Über 500 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 55 Vereinen massen sich im 50-Meter-Becken im Freibad Schachen am Ufer der Aare.

Dem Flöser Rufus Bernhardt gelang das bislang wertvollste Resultat seiner Karriere: Er schaffte über die Rückendistanzen zwei Finalplätze.

Bernhardts Formkurve zeigt nach oben

Über 100 Meter Rücken reichte es für Bernhardt für Rang sieben, über 200 Meter für Rang acht. Er zeigte sich sehr zufrieden mit seinen Leistungen, konnte er sich doch kontinuierlich verbessern: «Wenn man bedenkt, dass wir beim SC Flös nur für eine Woche während des Vorbereitungslagers in Bludenz auf der Langbahn trainieren konnten, dann bin ich zufrieden. Aber ich weiss, dass ich noch schneller sein kann und ich weiss, woran ich arbeiten muss», erklärt das Flöser Ausnahmetalent.

Für die Trainer Karoly von Törös und Milan Stojilkovic ist klar, dass Rufus es noch weit bringen kann. «Wir sind sehr stolz auf ihn. Wenn er trainiert, gibt er alles. Er hat Ziele und verfolgt diese hartnäckig. Er hat die richtige Einstellung und ist ein grossartiges Vorbild für die Jüngeren», resümiert Stojilkovic nach dem Wettkampf. «Es freut mich besonders, dass er sich auch über die drei Freistil-Strecken enorm verbessert hat.»

Am liebsten schwimmt Rufus Bernhardt die längere Rückendistanz. «Die 200 Meter schmerzen zwar unglaublich, aber ich mag sie trotzdem lieber», führt er aus.

Erfolgreich zahlreichen Rückschlägen getrotzt

Bernhardts nächstes Ziel ist eine Medaille an den Schweizer Meisterschaften, sein Traum, eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. Im Flöser Lager ist man davon überzeugt, dass Bernhardt viel Potenzial hat. «Was er braucht, ist eine Trainingsvorbereitung ohne Einschränkungen und Hindernisse. Dann ist alles möglich», führt Karoly von Törös aus.

Dass Rufus Bernhardt ein grosser Kämpfer ist, zeigt sein sportlicher Werdegang, der von Rückschlägen gekennzeichnet ist. Nicht weniger als 18 Verletzungen hat der junge Leistungssportler bereits hinter sich, dazu kamen 2018 ein schwerer Verlauf des Pfeifferschen Drüsenfiebers, weswegen er eine längere Pause einlegen musste. Und dann kam noch das Jahr 2020: Trainingseinschränkungen aufgrund der Pandemie. Diese hinderten ihn wiederum an einem regulären Aufbau. Immer wieder kämpfte er sich zurück und steigerte sich allen Widerständen zum Trotz.

A-Final und Platz acht über 200 Meter Brust: Nola Menzi.

A-Final und Platz acht über 200 Meter Brust: Nola Menzi.

Bild: PD

Weiterer Flöser Finalplatz durch Nola Menzi

Ebenfalls einen Finalplatz ergatterte sich Nola Menzi über 200 Meter Brust. Sie unterbot ihre bisherige Bestzeit im Vorlauf um mehr als vier Sekunden und stellte damit einen neuen Clubrekord auf. Im Final reichte es der 13-Jährigen für Platz acht.

Ihre beiden Clubkolleginnen Leonie Menzi und Vivienne Feuz blieben unter ihren Bestzeiten, konnten aber dennoch wertvolle Erfahrungen in einem professionellen Umfeld sammeln. Levente Nagypàl, ein weiteres junges Ausnahmetalent beim SC Flös, war im Vorfeld als Zwölfjähriger bereits die Qualifikationslimiten für einen Start bei den 13-Jährigen geschwommen und lieferte über 200 und 400 Meter Freistil starke Leistungen ab. Er darf klar auf Finalplätze nächstes Jahr hoffen.

Starke Leistungen zeigten auch die Flöser Delfinspezialisten Aurelio Azzarone, Lukas Strojny und Julien Hitzert sowie der Brustspezialist Matisse Mamin, die sich alle frappant verbesserten und ihre Bestleistungen für diesen wichtigen Wettkampf abrufen konnten.

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