Schwimmen
Einer der Besten im Land: Rufus Bernhardt, Schwimmer des SC Flös, gewinnt den Eulach-Cup in Winterthur

Am 49. Internationalen Eulach Meeting letztes Wochenende in Winterthur gewann Rufus Bernhardt bei den 15- bis 16-Jährigen die Cupwertung. Er zeigte starke Leistungen in vier Disziplinen und konnte sich so genügend Fina-Punkte für den Sieg in der Gesamtwertung sichern. Auch die anderen Teilnehmenden des SC Flös glänzten.

Michelle Weder
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Flöser Schwimmerinnen und Schwimmer der Kategorie 15 bis 16 Jahre, von denen alle mindestens eine Medaille geholt haben: (von links) Rufus Bernhardt, Aurelio Azzarone, Adriana Azzarone, Leonie Menzi, Csenge Molnár und Coach Karoly von Törös.

Flöser Schwimmerinnen und Schwimmer der Kategorie 15 bis 16 Jahre, von denen alle mindestens eine Medaille geholt haben: (von links) Rufus Bernhardt, Aurelio Azzarone, Adriana Azzarone, Leonie Menzi, Csenge Molnár und Coach Karoly von Törös.

PD

Dabei war die Konkurrenz gross: 22 Vereine mit total 1000 Starts wollten bei der Vergabe des Gesamtsiegs ein Wörtchen mitreden. Überflieger Rufus Bernhardt gewann viermal Gold (200 und 400 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Rücken) und einmal Bronze über 100 Meter Freistil. Mit dem Gewinn der Gesamtwertung hat der 15-jährige Elite-Athlet seine Form bestätigt und bewiesen, dass er schweizweit zu den Besten in seiner Alterskategorie gehört.

Schnelle A-Mannschaft und Bestleistungen

In derselben Kategorie überzeugten noch weitere Flöser Schwimmcracks. Bei den Herren gab es Bronze über 200 Meter Schmetterling durch Aurelio Azzarone. Bei den Damen schnappte sich Leonie Menzi Silber über 200 Meter Brust und Bronze über die 100 Meter Distanz. Csenge Molnár gewann ebenfalls eine Silbermedaille über 100 Meter Rücken und Adriana Azzarone schlug in einem spannenden Rennen als Dritte an über 100 Meter Schmetterling.

In der Nachwuchskategorie 13 bis 14 Jahre überzeugte Nola Menzi. Sie gewann Bronze über 100 und 200 Meter Brust sowie über 100 Meter Schmetterling. Lukas Strojny erkämpfte sich ebenfalls einen Platz auf dem Podest in seiner Paradedisziplin 100 Meter Schmetterling – er wurde ausgezeichneter Dritter. In der Kategorie 12 Jahre und jünger brillierte Julien Hitzert mit zwei Goldmedaillen (100 und 200 Meter Schmetterling). Besonders beeindruckend ist hier nur schon die Teilnahme für den 11-Jährigen, denn die lange Schmetterlingsdistanz gilt als unglaublich kräftezehrend.

Mehrere persönliche Bestleistungen

Auch Levente Nagypál beeindruckte mit Konstanz auf hohem Leistungsniveau: er konnte vier Silbermedaillen sein Eigen nennen und bestieg das virtuelle Podest über 100, 200 und 400 Meter Freistil sowie über 100 Meter Schmetterling. Amir Zargartou rundete die hervorragenden und zahlreichen Podestrangierungen aus Flöser Sicht ab mit einer Silbermedaille (100 Meter Rücken) und einer Bronzemedaille (200 Meter Rücken).

Neue persönliche Bestzeiten gelangen Julian und Natalia Diez, Vivienne Feuz, Levin Hodzic, Anna Lippuner und Marie und Matisse Mamin.

Ein Vorgeschmack auf Wettkämpfe in Freibädern

Siegerehrung Eulach-Cup Wertung mit Rufus Bernhardt (SC Flös) auf Rang 1, Micha Grob vom Swim Team Lucerne auf Rang 2 und der Dritte, Joaquin Schulz, ebenfalls vom Swim Team Lucerne, fehlt.

Siegerehrung Eulach-Cup Wertung mit Rufus Bernhardt (SC Flös) auf Rang 1, Micha Grob vom Swim Team Lucerne auf Rang 2 und der Dritte, Joaquin Schulz, ebenfalls vom Swim Team Lucerne, fehlt.

PD

Für die Flöser Equipe entpuppte sich dieser Wettkampf als sehr gute Standortbestimmung für die Langbahn-Wettkämpfe, die ab Juni dann primär in Freibädern durchgeführt werden. Die Stimmung war in Winterthur bereits vergleichbar, es regnete nämlich das ganze Wochenende über und die Mannschaften mussten sich aufgrund der strengen Coronaschutzkonzepte bis auf die persönlichen Rennen jederzeit draussen in Vereinszelten aufhalten und versuchen, sich trotz kühler Temperaturen einigermassen warm zu halten.

Den Organisatoren vom Schwimmclub Winterthur muss aber ein Kränzchen gewunden werden. Sie haben den Aufwand nicht gescheut, das für den Schweizer Schwimmsport so wichtige Eulach Meeting trotz strenger Auflagen und hoher monetärer Ausgaben für Live­streams durchzuführen.

Eine organisatorische Herkulesarbeit für welche die jungen Leistungssportlerinnen und -sportler sehr dankbar sind. Es freute diese nämlich besonders, endlich wieder Rennen im 50-Meter-Becken bestreiten zu dürfen. Denn jetzt gilt es ernst: in den nächsten Wochen müssen die Limiten für die grossen nationalen Langbahn-Wettkämpfe vom Sommer geschwommen werden.