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Schreinerlehrlinge sind auf dem Markt gesucht

An der GV des kantonalen Verbandes Schweizer Schreinermeister legte Kantonalpräsident Ferdinand Riederer den Fokus auf Themen der Ausbildungen.
Heidy Beyeler
Sie sind an der Versammlung im Obertoggenburg aus ihren Kommissionsämter ausgetreten: Heinrich Vetsch, Roland Zwicker, Stephan Goldinger und Werner Koller (von links). (Bild: Heidy Beyeler)

Sie sind an der Versammlung im Obertoggenburg aus ihren Kommissionsämter ausgetreten: Heinrich Vetsch, Roland Zwicker, Stephan Goldinger und Werner Koller (von links). (Bild: Heidy Beyeler)

Nach der Begrüssung berichtete Ferdinand Riederer über den erfolgreichen Abschluss des Lehrlingswettbewerbs, an dem 80 Lernende teilnahmen in fantasievoller, farbiger, teils innovativer, traditioneller Manier, ausgeführt mit modernen, zeitnahen Techniken. Das neue Konzept zur Bewertung habe sich bewährt. An der Offa wurden über 30 Arbeiten ausgestellt und vom Publikum bewertet.

Im Herbst werden die fünf oder sechs besten Arbeiten an der Holz 2019 in Basel ausgestellt. Riederer rühmte die Lernenden, die mitgemachten. «Immerhin mussten sie etliche Stunden ihrer Freizeit nutzen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.» Sie seien gute Aushängeschilder für den attraktiven Handwerksberuf Schreiner. Das könne für den einen oder anderen Schulabgänger Ansporn sein für die Wahl einer Berufsausbildung in diesem Bereich.

Stark machen für eine gute Berufsbildung

Der Präsident drückte seine Freude aus ob dem grossen Mehr bei der Abstimmung zur kantonalen Bildungsoffensive. Der Kanton St. Gallen sei einer jener Kantone, die das duale Bildungssystem stark unterstützen und demzufolge diesem Ausbildungssystem eine hohe Gewichtung bemessen. «Wir müssen diesem System Sorge tragen und aufpassen, dass uns nicht das passiert, was im Kanton Basel passiert ist. Dort entschieden sich über 40 Prozent der Schulabgänger für die Kantonsschule, weil man die Aufnahmekriterien entsprechend heruntergeschraubt hat», empörte sich Riederer. Das hat zur Folge, dass bei der Berufsbildung Lernende fehlen. Bestrebungen, um diesem Phänomen entgegenzuhalten.

Ferdinand Riederer ermunterte Schreinermeister, ihre Mitarbeiter zu fördern, zu schulen und auszubilden. Manchmal brauche es eben auch Motivation seitens der Chefs, den eigenen Nachwuchs im Betrieb zu fördern und motivieren. «Gut ausgebildete Mitarbeitende sind eine gute Grundlage für einen modernen und erfolgreichen Betrieb», so Riederer.

Praktikum für Flüchtlinge in der Holzverarbeitung

Es ist dem Vorstand gelungen, Ferdinand Riederer zu überzeugten, dass er sich für eine weitere Amtsperiode als Präsident zur Verfügung stellt. Demzufolge wurde Präsident Riederer nach zwölf Jahren ein weiteres Mal einstimmig gewählt. Die zehn Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls einstimmig gewählt – ebenso wie die Mitglieder der Berufsschulkommission.

Der kantonale Schreinermeister Verband unterstützt seit vergangenem Jahr das Projekt «Lern Etwas», ein Projekt aus Rorschach, das von allen St. Galler Gemeinden finanziert wird. Ferdinand Riederer rief seine Kollegen auf, das Projekt ebenfalls zu unterstützen – nicht finanziell, sondern in praktischer Hinsicht, indem sie offen dafür sind, einem willigen Flüchtling eine Chance zu geben, ein Praktikum im Bereich Holzverarbeitung zu absolvieren, das im Rahmen des Tisg, Trägerverein Integration St. Gallen. Das Projekt «Lern Etwas» vermittelt in Grundkursen Kenntnisse über Handwerkzeuge, Kleinmaschinen und Maschinen, damit die Leute wissen, wie die Gerätschaften heissen und wie man sie anwendet. Sie lernen auch, einfache Handwerkertechniken anzuwenden, wie hobeln, sägen, verputzen, leimen usw.

Weiter werden die jungen Männer in Deutsch und Mathematik unterrichtet. Diese Berufseinführung dauert fünf Wochen, damit sie anschliessend mindesten fünf Monaten ein Praktikum in der Holzverarbeitung in einem Schreinerbetrieb absolvieren können. Dem Betrieb entstehen keine Kosten. Lohn und Versicherung übernehmen die Gemeinden. Wichtig sei, dass die Jungs nach dem Grundkurs einen Praktikumsplatz finden. Nach dem Praktikum können diese Leute bei Eignung eine Anlehre oder gar eine Lehre machen.

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