Schönes Wetter, aber kein Slow-up Werdenberg-Liechtenstein: Die Vorfreude auf 2021 wird umso grösser

Am Sonntag blieb nur die Wehmut über den abgesagten Grossanlass in der Region Werdenberg-Liechtenstein.

Heini Schwendener
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Bild vom Slow-up 2018. Tausende Menschen haben sich auf die diesjährige Auflage gefreut, doch sie wurde ein Corona-Opfer.

Bild vom Slow-up 2018. Tausende Menschen haben sich auf die diesjährige Auflage gefreut, doch sie wurde ein Corona-Opfer.

Bild: Heini Schwendener

Fast den ganzen Tag sonnig und angenehme Temperaturen – der Sonntag wäre ein richtig schöner Slow-up-Tag gewesen. Wäre, denn derzeit gibt ja leider die Coronakrise den Takt an. Die bundesrätlichen Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus lassen Grossveranstaltungen nicht zu. In den vergangenen 14 Auflagen haben auch in unserer Region jeweils Tausende von Leuten jeden Alters am Slow-up teilgenommen.

Rekordmässige 28000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fuhren beim Slow-up 2018 über die verkehrsfreien Hauptstrassen in der Region Werdenberg-Liechtenstein. Und selbst im vergangenen Jahr waren es 500O Leute. Damals machten Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, Graupelschauer, heftige Regenfälle und kalte Windböen das Fest des Langsamverkehrs zum Härtetest für die Velofahrer und die Standbetreiber entlang des 44 Kilometer langen Rundkurses. Dabei war es nicht der erste Slow-up, der Wetterpech hatte, gefühlt sind bisher die verregneten in grosser Überzahl.

Slow-up Werdenberg-Liechtenstein

Grosse Erwartungen nach dem Wetterfiasko 2019

Umso grösser waren die Erwartungen an die 15. Auflage vom Sonntag. Würde das Wetter diesmal wieder zum Spielverderber? Oder gibt es gar einen neuen Teilnehmerrekord?

Wer gestern, nicht zuletzt auch wegen der optimalen Wetterbindungen, wehmütig an die vergangenen Slow-up dachte, konnte den Rundkurs ja alleine unter die Räder nehmen. Denn der motorisierte Verkehr auf den Hauptstrassen war bescheiden – ebenfalls coronabedingt. Slow­up-Gefühle kamen allerdings keine auf. Denn das Fest des Langsamverkehrs, das für viele Menschen in der Region der erste und auch beste Freiluft-Grossanlass der Saison darstellt, lebt von den Massen der Leute, die radelnd und skatend die Hauptstrassen für sich haben. Und er lebt von den vielen Begegnungen auf der Strecke und in den «Beizen». Die Vorfreude auf den Slow-up 2021 ist riesig.