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Harmonische Klänge auf Schloss Werdenberg

Die 5. Sommerakademie endete am Wochenende mit einem besonderem Konzert.
Hanspeter Thurnherr
Die Akademieteilnehmer setzten den musikalischen Schlusspunkt hoch oben im Schloss. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die Akademieteilnehmer setzten den musikalischen Schlusspunkt hoch oben im Schloss. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Eine Woche lang übten acht Kinder und Jugendliche im Rahmen der 5. Sommerakademie im Schloss Werdenberg miteinander neue Werke auf ihren Saiteninstrumenten (Geige, Cello) ein. Am Samstagmittag präsentierten sie mit ihren beiden Musikpädagoginnen Julia Prigge und Julia Sahle die Stücke. «Heute könnt Ihr teilhaben an der Freude, welche die Kinder und Jugendlichen während dieser Woche beim Proben hatten. Sie werden Euch hineinnehmen in ihre innere musikalische Welt. Eure Ohren werden Euch durch die verschiedenen Etagen führen, in denen wir musizieren werden», erklärte Julia Prigge bei der Begrüssung vor dem Eingang ins Schloss.

Musikalisch bildete ein Geigentrio mit einem Marsch von Händel den Auftakt. In der ersten Etage folgte die «Aria sopra la Bergamasca» von Marco Uccellini. Ein paar Takte amerikanische Folkmusik lockte dann die überraschend zahlreichen Zuhörer zur nächsten Etage, in welcher zwei Stücke aus Bachs Bauerkantate ertönte. Auch bei den folgenden Ausschnitten aus einem musikalischen Schlachtengemälde aus der Barockzeit zeigte sich, wie sauber die jungen Musikerinnen und Musiker den Bogen zu streichen verstanden und zusammen einen harmonischen Klang entstehen liessen. «Jede Etage hat ihre eigene Akustik. Auch unter der Woche haben wir deshalb in verschiedenen Etagen gespielt», sagte Julia Prigge. Es sei aufregend, ja abenteuerlich gewesen, im Schloss bei normalem Besuchsbetrieb zu üben. Und wenn abends die Lichter ausgingen und die Musiker noch da waren, seien dies spezielle Momente gewesen.

Hommage an die Volksmusik

Spezielle Atmosphäre: Die Zuhörer standen und sassen hautnah rund um die Musizierenden. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Spezielle Atmosphäre: Die Zuhörer standen und sassen hautnah rund um die Musizierenden. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Ein Duett aus Mozarts Zauberflöte, gespielt auf dem Rand der Badewanne, führte die Zuhörer in die nächste Etage. Hier erklang in der Folge Volksmusik aus mehreren Ländern. Einem jiddischen Stück folgten zwei irische, wobei eines sogar ziemlich «teuflisch» (the Devils of Dublin) war. Den Abschluss dieses Programmteils bildete mit dem Walzer «Rauschen an der Urnäsch» und der «Sensepolka» Appenzeller Volksmusik. Den Schlusspunkt setzte hoch oben im Schloss der gemeinsam von allen Akademieteilnehmern gespielte Kanon des Barockkomponisten Johann Pachelbel.

Miteinander musizieren und voneinander lernen

Der starke Applaus der Zuhörer war der verdiente Lohn für eine grossartige Leistung der jungen Musikerinnen und Musiker. Sie durften schliesslich aus den Händen von Thomas Gnägi, Leiter Schloss Werdenberg, das Abschlusszertifikat entgegennehmen. Wie Julia Prigge ausführte, waren für die Kinder und Jugendlichen die gespielten Stücke anfangs der Woche neu. «Wir haben sie hier gemeinsam erarbeitet. Das Konzept unserer Sommerakademie beruht darauf, altersgemischt miteinander zu musizieren und voneinander zu lernen. Auch das Zusammenleben im Pfadiheim fördert diese Gemeinschaft.»

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