Schöb und Wettstein an die Spitzen gewählt: Personalentscheide der Regionalen Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg

Kommissionpräsident Peter Kindler wurde verabschiedet. Fredy Schöb wird sein Nachfolger. Matthias Wettstein wurde zum Stabschef des Regionalen Gemeindeführungsstabes gewählt. Thema waren auch die Coronaeinsätze der Zivilschutzorganisation Werdenberg.

Heini Schwendener/PD
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Fredy Schöb (links) wird Nachfolger von Peter Kindler als Präsident der Regionalen Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg.

Fredy Schöb (links) wird Nachfolger von Peter Kindler als Präsident der Regionalen Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg.

Bild: PD

An der Sitzung der Regionalen Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg wurde Kommissionspräsident Peter Kindler, Gemein- depräsident von Sennwald bis Ende Juni, aus seinem Amt verabschiedet. Kindler war während sieben Jahren in der Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg-Nord tätig. Nach der Regionalisierung leitete Peter Kindler seit Anfang 2019 die Regionale Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg.

An der Sitzung dieser Kommission wurden Kindlers umsichtige Führung verdankt. Einstimmig wurde der Gamser Gemeindepräsident Fredy Schöb zum neuen Kommissionspräsidenten gewählt.

Coronakrise war eine Bewährungsprobe

Matthias Wettsein.

Matthias Wettsein.

Bild: Heini Schwendener

Matthias Wettstein (Gams), bisher Stabschef-Stv. des Regionalen Gemeindeführungsstabes (RGFS) Werdenberg und dessen Interimsleiter seit Anfang 2020, wurde durch die Regionale Bevölkerungsschutzkommission einstimmig zum neuen Stabschef der RGFS gewählt. In den vergangenen Monaten wurde Wettstein einer intensiven Bewährungsprobe unterzogen. Die Kommission dankte Matthias Wettstein für sein Engagement und dem gesamten RGFS für seine Arbeit in der Coronakrise.

Auch in der Leitung der Zivilschutzstelle Werdenberg gab es einen Wechsel. Peter Hanselmann, der langjährige Zivilschutzstellenleiter, verliess für einen beruflichen Wechsel die Stadtverwaltung Buchs und somit auch die Aufgabe in der Zivilschutzstelle. Hanselmann war massgeblich an der Reorganisation des neuen Bevölkerungsschutzes im Werdenberg beteiligt und habe sich einen herzlichen Dank der Bevölkerungsschutzkommission für sein langjähriges Engagement im Dienste der Werdenberger Bevölkerung verdient, heisst es in einer Medienmitteilung. Als neuer Zivilschutzstellenleiter trat Anfang Juni Mirco Keller in den Dienst der Stadtverwaltung Buchs.

49 Zivilschützer leisteten 664 Dienstage

Die Zivilschutzorganisation (ZSO) Werdenberg befand sich coronabedingt während rund drei Monaten im Einsatz. Von Anfang März bis Anfang Juni leisteten insgesamt 49 Angehörige des Zivilschutzes 664 Dienstage (der W&O hat mehrmals darüber berichtet).

Die Zivilschutzorganisation Werdenberg betrieb unter anderem die Triagestelle beim Zutritt ins Spital Grabs während der Coronakrise.

Die Zivilschutzorganisation Werdenberg betrieb unter anderem die Triagestelle beim Zutritt ins Spital Grabs während der Coronakrise.

Bild: Heini Schwendener (Grabs, 20. Mai 2020)

Der längste Einsatz eines Zivilschutzangehörigen dauerte 53 Tage. Nebst acht Wochen Einsatz für das Spital Grabs vermittelte die Meldestelle des Zivilschutzes Hilfe für 124 Personen im Werdenberg. Die Schutzmaterialzentrale lieferte unter anderem rund 40000 Masken, 500 Liter Handdesinfektionsmittel und 700 Liter Flächendesinfektionsmittel an die Partner im Bevölkerungsschutz aus.

Dabei handelte es sich vorwiegend um Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen. Der Dank der Regionalen Bevölkerungsschutzkommission Werdenberg richte sich an alle Zivilschutzangehörigen für ihren Einsatz zum Wohle der Werdenberger Bevölkerung. In der Medienmitteilung heisst es:

«Der Zivilschutz hat gezeigt, dass er ein verlässlicher Partner im Bevölkerungsschutz ist.»

Während der ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit der Coronapandemie konnte sich der Bevölkerungsschutz aber nicht nur auf die Zivilschutzangehören, sondern auch auf diverse Unterstützer verlassen.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe

So leisteten in der schwierigen Zeit etliche Firmen und Einrichtungen in verdankenswerter Weise unkomplizierte und schnelle Hilfe: Textilcolor Sevelen; Merck Buchs; NTB Buchs; Feuerwehr Buchs; Soziale Dienste Werdenberg mit dem Kompetenzzentrum Jugend (KOJ); Privatpersonen, welche Schutzmaterial für das Gesundheitswesen spendeten.

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