Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Schneereicher Winter bringt Bergbahnen Wildhaus mehr Gäste

Die Bergbahnen Wildhaus AG erzielte im Geschäftsjahr 2017/18 bei einem Umsatz von 6.61 Millionen einen Gewinn von 107 464 Franken. Der schneereiche Winter und eine Steigerung im Sommer haben geholfen.
Armando Bianco
Beste Bedingungen herrschten letzten Winter in Bezug auf die Schneesituation im Obertoggenburg, nicht aber im seit langem schwelenden Streit um den Tarifverbund der beiden grossen Bergbahnunternehmen in Wildhaus und Unterwasser. (Bild: PD)

Beste Bedingungen herrschten letzten Winter in Bezug auf die Schneesituation im Obertoggenburg, nicht aber im seit langem schwelenden Streit um den Tarifverbund der beiden grossen Bergbahnunternehmen in Wildhaus und Unterwasser. (Bild: PD)

112 Betriebstage hat die Bergbahnen Wildhaus AG in der letzten Wintersaison gezählt, das sind mehr als im Durchschnitt. «Normalerweise haben wir 107 bis 110 Betriebstage, der schneereiche und lange Winter hat hier Wirkung gezeigt», sagt Urs Gantenbein, Vorsitzender der Geschäftsleitung, auf Anfrage. Im Vergleich mit der Saison zuvor stieg die Zahle der Gästeeintritte um 8.6, die der Fahrten um 8.8 Prozent. Der lange Winter brachte in Form von Stürmen und grossem Pistenaufwand aber auch finanzielle Nachteile mit sich; die Arbeitsstunden sind gestiegen, der Dieselverbrauch und der Maschinenverschleiss ebenfalls.

Finanziell unabhängige Situation

Im Sommergeschäft wurde ein Umsatzzuwachs von zehn Prozent registriert, was auch vermehrten Aktivitäten zuzuschreiben ist. «Den Sommer am Berg zu verbringen, ist immer mehr en vogue», so der Geschäftsführer. So resultiert für das Geschäftsjahr 2017/18 bei einem Jahresumsatz von 6.61 Mio. Franken ein Betriebsergebnis von 1,03 Mio. Franken. Nach Abschreibungen verbleibt ein Gewinn von rund 107 464 Franken, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen.

Erfreulich ist der neue historische Tiefstwert beim Fremdkapital 2,76 Mio Franken). «Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das sehr positiv, unsere finanzielle Unabhängigkeit ist gewährleistet», so Urs Gantenbein weiter. Beim Verkehrsertrag bedeutet das ein Umsatzplus von gut fünf Prozent gegenüber dem letztjährigen Winter, heisst es in einer Medienmitteilung. Der regionale Mehrumsatz sei zu einem grossen Teil in die Kassen der Toggenburg Bergbahn AG geflossen.

Tarifpool bildet Nachfrage reell ab

8,6 Prozent mehr Gästeeintritte, 8.8 Prozent mehr Fahrten - trotzdem konnte der Verkehrsertrag (plus 5 Prozent) nicht markant gesteigert werden. Denn der Mehrumsatz sei zu einem grossen Teil in die Kassen des Chäserrugg geflossen, heisst es in der Mitteilung der Bergbahnen Wildhaus AG. Der Grund dafür sei die gute Schneelage, welche es Wintersportlern erlaube, die Gondelbahn der benachbarten Toggenburg Bergbahnen AG in weit höherem Masse zu nutzen als in den zwei eher schneearmen Wintern zuvor. «Das verdeutlicht, dass der Tarifverbund funktioniert und gerecht ist», sagt Jack Rhyner, VR-Präsident der Bergbahnen Wildhaus AG. «Die Einnahmenverteilung hat sich in letzten Winter zu Gunsten der Toggenburg Bergbahnen AG verschoben, auch dank vielen Gästen aus Wildhaus. Der Tarifpool bildet die Nachfrage sehr reell ab, die Investitionen schlagen sich umfang- und verhältniskonform im Geschäftsergebnis nieder».

Die «feindlichen Absichten» machen grosse Sorgen

Aus Sicht des Buchser wird der seit vielen Jahren bestehende Tarifverbund zu unrecht kritisiert. Der «durch die Chäserruggbahnen einseitig heraufbeschworene» Tarifstreit macht dem Buchser grosse Sorgen. Das Ende Juni vorgeschlagene duale Tarifmodel sei im Sinne einer gütlichen Einigung gemacht worden und weitherum auf Anerkennung und Zustimmung gestossen. Die ablehnende Antwort der Toggenburg Bergbahnen AG interpretiert er deshalb als Festhalten am Übernahmeangebot, welches bekanntlich seit längerem besteht. Die feindlichen Absichten aus Unterwasser seien zementiert und offensichtlich unverrückbar.

Trotz Querelen und unterschiedlichen Ansichten im Wintersportgebiet Obertoggenburg, lässt sich Jack Rhyner mit Bezug auf das Geschäftsergebnis von der Freude leiten: «Die Anzahl der Gäste zeigt, dass der Winter- und Bergsport nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft geniesst.» Mit Bezug auf sein Unternehmen stellt er fest, dass die Fokussierung auf Familien und Einsteiger Erfolge zeigt, das Projekt Wildhaus 2.0 verleihe dieser Absicht Schub.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.