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Schnee zwingt Hirsche im Werdenberg ins Tal

Die grossen Schneemengen in den Bergen haben auch einen Einfluss auf die Wildtiere. Die Hirsche beispielsweise nehmen nachts den Weg ins Tal in Angriff, um leichter an Futter zu gelangen.
Katharina Rutz
Liegt in den höheren Lagen viel Schnee, ziehen die Hirsche jeweils ins Tal auf der Suche nach Futter. (Bild: Archiv/Peter Eggenberger)

Liegt in den höheren Lagen viel Schnee, ziehen die Hirsche jeweils ins Tal auf der Suche nach Futter. (Bild: Archiv/Peter Eggenberger)

Seit Sonntag überqueren die Hirsche wieder jede Nacht die Kantonsstrasse an mehreren Orten im Werdenberg. In der Ebene suchen sie nach Futter. Sie finden dieses im Tal einfacher, da weniger Schnee liegt als in den Bergen. «Durch die hohe Schneelage ist ein Teil ihres Lebensraums für die Hirsche nur noch schwer nutzbar. Deshalb wägen die Hirsche gut ab, ob sie sich der Gefahr aussetzen und ins Tal wandern sollen», sagt Silvan Eugster, Wildhüter im Werdenberg.

Gefahren drohen den Hirschen von der Strasse und vom Menschen allgemein. «Hirsche versuchen immer, den Menschen zu meiden», sagt Silvan Eugster. Die Kantonsstrasse überqueren sie hauptsächlich zwischen Sennwald und Frümsen, Sax und Gams sowie Gams und Grabs. Schilder weisen auf die Wildtiere hin und die Geschwindigkeit ist nachts herabgesetzt. Wer als Autofahrer plötzlich von den Wildtieren auf der Strasse überrascht wird, sollte langsam fahren und wenn nötig anhalten. «So können die Tiere die Strasse ohne Stress überqueren», erklärt der Wildhüter.

Ruhe ist das Wichtigste

Auch neben der Strasse gilt es, Stress für die Hirsche möglichst zu vermeiden. «Eine Flucht würde unnötig Energie benötigen. Diese Energie fehlt dann bei einem langen Winter. Dies kann sogar zum Tod des Tieres führen», gibt Silvan Eugster zu bedenken. Wer also auf Hirsche trifft, sollte den Hund an die Leine nehmen.

«Dies, auch wenn der Hund nicht auf die Hirsche zuläuft. Ein freilaufender Hund bedeutet für die Hirsche immer Gefahr und setzt sie somit unter Stress», so Eugster.

Bleiben die Wildtiere ruhig, so dürfe man sie aus der Distanz durchaus beobachten. Sobald aber Unruhe aufkomme, sollte man umdrehen und sich langsam von den Tieren entfernen.

Einige Jahre gab es in der Region auch Versuche mit sogenannten Wildäckern. Landwirte haben beispielsweise einige Reihen Mais stehen lassen. Eine Fütterung ist jedoch grundsätzlich nicht nötig. «Futter finden die Wildtiere genug. Wichtig sind Ruhe und Strukturen in der Landschaft wie Bäume oder Hecken, an denen sich die Wildtiere immer orientieren.»

Was für die Hirsche gilt, ist auch für die anderen Wildtiere wichtig. Rehe, Hasen und andere Tiere sind bei diesen Schneelagen auf Ruhe angewiesen. «Wer also auf Spaziergängen häufig Tiere sah, sollte diese Strecken jetzt meiden und einen anderen Weg wählen. In Waldesnähe muss der Hund konsequent an der Leine geführt werden», beschreibt Silvan Eugster das richtige Verhalten. Tourengänger und Wintersportler ermahnt der Wildhüter zudem, Wildruhezonen unbedingt zu respektieren. Es sollten nur die bekannten Routen befahren werden.

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