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Schlössli AG braucht mehr Geld

Der Pächterwechsel und Renovationsvorhaben stellen die Verantwortlichen der Schlössli Sax AG vor finanzielle Herausforderungen. Die Aufstockung des Aktienkapitals soll das nötige Geld bringen.
Adi Lippuner
Jim Billet, zuständig für den Betrieb im «Schlössli» Sax mit Verwaltungsratspräsident Beat Tinner vor dem historischen Gebäude. (Bild: Adi Lippuner)

Jim Billet, zuständig für den Betrieb im «Schlössli» Sax mit Verwaltungsratspräsident Beat Tinner vor dem historischen Gebäude. (Bild: Adi Lippuner)

Nur wenige Tage nach der Generalversammlung im Juni 2017 ging die Betreibergesellschaft des letzten Pächters der Schlössli Sax AG in Konkurs. «Dies hat uns vor neue Herausforderungen gestellt, nachdem wir im Verwaltungsrat der Meinung waren, wir hätten nach der Kündigung Zeit bis Herbst, um eine Neuverpachtung vorzunehmen,» so Verwaltungsratspräsident Beat Tinner am Freitag an der 39. GV der Aktionäre. Weil durch den Pächterwechsel einige unvorhergesehene Kosten anfielen und auch Unterhalts- und Sanierungsarbeiten anstehen, braucht die AG neues Geld.

Neue Pächter erfolgreich gestartet

«In den nächsten Wochen und Monaten muss die Liquidität des Unternehmens massgeblich verbessert werden, helfen Sie mit dem Erwerb zusätzlicher Aktien tatkräftig mit, unsere anstehenden Aufgaben zu erfüllen», so der Tenor im Jahresbericht. Dabei geht es um die im Jahr 2009 genehmigte Kapitalerhöhung von 818000 Franken, welche noch nicht vollumfänglich gezeichnet wurde. Zudem besitzt die AG Aktien, welche ihr geschenkt wurden und nun als Einnahmequelle genutzt werden können.

Nebst dem Rückblick auf das Konkursverfahren und die damit verbundenen Zusatzaufgaben für den Verwaltungsrat gab es aber auch Erfreuliches zu berichten: «Jim Billet und Thomas Dolp erreichen mit ihren Kochkünsten ein zufriedenes Publikum und schaffen mit ihrem Engagement Gaumenfreuden», so ein sichtlich zufriedener Beat Tinner. Es ist schon nach kurzer Zeit wieder so, dass das Schlössli als Ort des Genusses und der Entspannung wahrgenommen wird und Gäste aus nah und fern gerne einkehren.»

Pachteinnahmen und Fixkosten

Zum Konkursverfahren war zu hören, dass Forderungen aus dem Pachtverhältnis und ausstehende Nebenkosten teilweise mit der Übernahme des Pächterinventars befriedigt werden konnten. Zudem liess Beat Tinner die anwesenden 75 Aktionäre, sie vertraten 25,4 Prozent des Aktienkapitals und wissen, dass er während der vergangenen Monate einige Rechnungen aus seiner privaten Schatulle bezahlt habe. «Dies soll aber nicht zu meinem neuen Hobby werden, wir sind deshalb auf die Solidarität der Aktionäre angewiesen.» «Bei einem historischen Gebäude, wie dies das Schlössli Sax ist, fallen höhere Fixkosten an, als mit dem Pachtzins zu decken sind», so Beat Tinner. In der Jahresrechnung 2017 werden Erträge von 69738 und Aufwendungen von gut 59000 Franken ausgewiesen. Das Ergebnis vor Abschreibungen beträgt gut 11000 Franken, nach Abschreibungen in der Höhe von rund 103000 Franken resultiert ein Minus von 91531 Franken, dieses wird, zusammen mit dem bereits bestehenden Bilanzverlust von insgesamt 992838 Franken, auf die neue Rechnung vorgetragen.

Das Budget für das laufende Jahr sieht Einnahmen von 77000 und Aufwendungen von 50000 Franken vor, «allerdings stehen Unterhaltsarbeiten an und diese müssen finanziert werden, wir hoffen auf das Zeichnen neuer Aktien», so der Verwaltungsratspräsident.

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