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Schaan/Buchs: 400 Gramm Kokain im Sitzmöbel versteckt

Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft hat gegen einen 65-jährigen Schweizer und einen 28-jährigen Albaner Anklage wegen Verbrechens nach dem Betäubungsmittelgesetz erhoben. Die Beschuldigten wurden am 15.Oktober 2018 in Schaan festgenommen und befinden sich seither in Untersuchungshaft.
Das Kokain wurde in Wohnungen in Schaan und Buchs beschlagnahmt. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone)

Das Kokain wurde in Wohnungen in Schaan und Buchs beschlagnahmt. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone)

(pd/wo) Dem Zugriff gingen intensive Ermittlungen der Landespolizei voraus, schreibt die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.

Die untersuchungsrichterlich bewilligte Abhörung von Telefongesprächen habe den Verdacht erhärtet, dass der in Schaan wohnhafte Erstbeschuldigte Kokain an Konsumenten in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz verkaufte und dass der in Buchs wohnhafte Zweitbeschuldigte sein Lieferant war.

700 Telefonate abgehört und 41 mutmassliche Abnehmer befragt

Im Rahmen der arbeitsintensiven Untersuchung hat die Polizei über 700 abgehörte Telefonate ausgewertet und 41 mutmassliche Abnehmer befragt. In der jetzt von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Anklageschrift wird dem Erstbeschuldigten zur Last gelegt, von Herbst 2017 bis zur Verhaftung insgesamt mindestens 1200 Gramm Kokain angekauft und an zahlreiche Konsumenten für 100 bis 120 Franken pro Gramm verdealt zu haben.

Dem Zweitbeschuldigten wirft die Anklage den Verkauf von zumindest 400 Gramm Kokain an den Erstbeschuldigten und 50 Gramm an einen weiteren Abnehmer vor. Bei der Hausdurchsuchung am 15. Oktober 2018 wurden in der Wohnung der Freundin des Zweitbeschuldigten in Buchs weitere 398 Gramm Kokain sichergestellt, die in einem Sitzmöbel versteckt waren.

In der Wohnung des Erstbeschuldigten in Schaan fand die Polizei 3.8 Gramm Kokain, 218 Gramm Marihuana, Streckmittel, Waage und andere Betäubungsmittelutensilien.

Aussergewöhnlich hoher Reinheitsgehalt

Das bei beiden Beschuldigten sichergestellte Kokain hatte einen aussergewöhnlich hohen Reinheitsgehalt von 84 Prozent.

«Kokain wird immer reiner, was bei unerfahrenen Konsumenten die Gefahr der Überdosierung mit sich bringt. Beunruhigend ist auch, dass der Preis drastisch gesunken ist. Früher kostete ein Gramm mehrere Hundert Franken»

sagt der Leitende Staatsanwalt Robert Wallner. Die Abnehmer wurden in getrennten Verfahren verfolgt und Grossteils bereits abgeurteilt. Die Anklage ist nicht rechtskräftig. Die Beschuldigten sind nur teilweise geständig. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Strafrahmen beträgt 1 bis 20 Jahre Freiheitsstrafe.

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