Rund 30 Arbeitsplätze bei der Pago in Grabs werden abgebaut ++ ein Teil des Maschinenbaus wird nach Deutschland verlagert ++ die Firma verspricht den Betroffenen einen Sozialplan

30 Mitarbeitenden der Pago in Grabs aus dem Bereich Maschinenbau wird gekündigt. Das Unternehmen, das der japanischen Fuji Seal Gruppe gehört, verlagert Teile des Schweizer Standortes, namentlich aus dem Bereich Maschinenbau, nach Deutschland. Begründet wird dies mit wirtschaftlichen Gründen.

Thomas Schwizer
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Die Pago verlagert rund 30 Arbeitsplätze aus dem Bereich Maschinenbau aus Grabs nach Deutschland.

Die Pago verlagert rund 30 Arbeitsplätze aus dem Bereich Maschinenbau aus Grabs nach Deutschland.

Bild: Thomas Schwizer

Seit dem Jahr 2012 ist die Pago ein Teil der japanischen Fuji Seal Gruppe. Die neue Besitzerin hat seither einiges in den Maschinenpark für die Etikettenproduktion investiert, aber auch Arbeitsplätze in Grabs abgebaut. Nun folgt diesbezüglich der nächste Schritt.

Mitarbeitende an Betriebsversammlung informiert

Am Dienstag gab die Pago bekannt, dass sie 30 Arbeitsplätze aus dem Bereich Maschinenbau in Grabs abbauen wird. Der Geschäftsführer der Pago-Gruppe in der Schweiz, Shingo Sakurai, hat die Mitarbeitenden in Grabs an einer Betriebsversammlung über die geplanten strukturellen Veränderungen informiert, wie die Pago mitteilt.

Im Zentrum stehe die Verlagerung von Teilen des Schweizer Standortes nach Deutschland. Konkret betrifft dies die Division Maschinenbau. Einzig Maschinenbau-Serviceleistungen für Kunden in Österreich und der Schweiz werden weiterhin durch das Werk in Grabs sichergestellt.

Etiketten-Division bleibt in Grabs

Nicht betroffen vom Abbau, der gemäss der Mitteilung im Rahmen «der neuen Aufstellung des europäischen Geschäfts der Pago-Gruppe» erfolgt, sei die Division Etiketten mit rund 100 Mitarbeitenden in Grabs.

Die Restrukturierung des Maschinenbau-Bereichs wird mit der Ertragslage dieses Geschäftsfeldes in Europa begründet, die als «sehr schwierig» bezeichnet wird. «Rückläufige Auftragseingänge und besonders hohe Verluste im Geschäftsjahr 2019 machten es unumgänglich, mit der Produktionsverlagerung Effizienzreserven auszuschöpfen», schreibt die Pago.

Covid-19-Folgen auf den Umsatz sind gravierend

Zudem habe die Covid-19-Pandemie die Situation weiter verschärft und gravierende Folgen auf die zu erwartende Umsatzentwicklung im laufenden Jahr. Eine Erholung des Marktes sei derzeit nicht in Sicht, heisst es weiter.

Shingo Sakurai informierte die Mitarbeitenden in Grabs darüber, dass sozialverträgliche Massnahmen vorgesehen seien, auch wenn kein Sozialplan vorgeschrieben sei. Das geschehe aus Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.

Nun beginne das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren, nach dem die Unternehmensleitung die endgültige Entscheidung kommunizieren wird, teilt die Pago weiter mit.