Ruggeller ÖV-Petition hat ihr Ziel erreicht

Über 500 Personen setzen sich für eine direkte Busverbindung von Feldkirch nach Salez über die Ruggeller Industrie ein.

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Liemobil prüft erneut die Möglichkeit , wie Ruggell besser an Feldkirch und Salez angebunden werden kann.

Liemobil prüft erneut die Möglichkeit , wie Ruggell besser an Feldkirch und Salez angebunden werden kann.

Daniel Ospelt

(gk)Ende September hat Reinhard Braun, Geschäftsführer Pantec, im Internet eine offene Petition gestartet, die sich für einen besseren ÖV-Anschluss in Ruggell einsetzt. Genauer wird eine direkte Busverbindung vom Bahnhof Feldkirch gefordert, die – mit Haltestellen in den Industriegebieten Ruggell und Sennwald – zum Bahnhof in Salez fährt (siehe Grafik).

«Verkehrsinfarkt lindern»

Am Mittwoch, nach 81 Tagen, hat die Petition ihr Ziel von 500 Unterschriften erreicht. Davon kommen 44 Prozent aus Liechtenstein. «Ein Ausbau des ÖV ist eine Chance, um den Verkehrsinfarkt zu lindern», kommentiert ein Ruggeller die Petition. Ein Pendler berichtet davon, dass er vom Bahnhof in Salez rund 15 Minuten zu seinem Arbeitsplatz in Sennwald läuft – auf der befahrenen Hofstrasse, die kein Trottoir hat.

Mit dieser Buslinie wären ÖV-Nutzer von Salez etwa 45 Minuten schneller in Ruggell.

Mit dieser Buslinie wären ÖV-Nutzer von Salez etwa 45 Minuten schneller in Ruggell.

Grafik: Stefan Aebi

Regierung erhält Petition voraussichtlich im Januar

Im nächsten Schritt möchte Braun die Petition im neuen Jahr den Regierungen in Liechtenstein, Vorarlberg und St.Gallen übergeben. Auch der Gemeinde Ruggell und Stadt Feldkirch werde er sie zustellen. «Was die Umsetzung der gewünschten Buslinie betreffe, liege die Umsetzung in den Händen der Entscheidungsträger, sprich dem Liechtensteiner Landtag.

Wer momentan von der Schweiz aus mit dem ÖV in die Ruggeller Industrie reist, ist mit Umwegen über Buchs und Schaan konfrontiert. Mit der Verbindung, die in der Petition gefordert wird, reduziert sich ihre Anreise auf fünf Minuten, was 45 Minuten schneller als bisher ist.

Wie Jürgen Frick, Geschäftsführer Liemobil, auf Anfrage ausführt, befinden sich mittelfristig einige Liniennetzänderungen in der Planungsphase. Dabei werde erneut die Möglichkeit geprüft, wie Ruggell besser an Feldkirch und Salez angebunden werden könnte. «Wenn das gesamte Liechtensteiner Unterland berücksichtigt wird, bestehen gegebenenfalls mehr Möglichkeiten einer Anbindung als mit dem vorhandenen Liniennetz», so der Liemobil-Geschäftsführer. Im Ausbau der grenzüberschreitenden Anbindungen sehe er Potenzial, doch es gelte, auch wirtschaftliche Faktoren zu berücksichtigen: «Voraussichtlich wird die Nachfrage in einem ungünstigen Verhältnis zu den Kosten stehen.»

Keine ideale Anschlusssituation

Zudem würde der vorgegebene Fahrplan in Salez zu hohen Standzeiten führen, und eine «ideale Anschlusssituation in alle Richtungen» könne von Ruggell aus nicht gewährleistet werden.

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