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Rücksicht auf die Schonzeit der Fische: Der Steinenbachsämmler in Sennwald wird saniert und erhält neu eine Umgehungsleitung

Am Montag wurde der symbolische Spatenstich für die Sanierung des Steinenbachsämmlers vollzogen. Der Sämmler, kurz vor der Einmündung in den Rheintaler Binnenenkanal, ist 115 Jahre alt. Er wird nun in Etappen saniert, womit die Bauherrschaft Rücksicht auf die Schonzeit für die Fische nimmt.
Thomas Schwizer
Die Bogenbrücke am Ausfluss des Kiesfangs (Bildmitte im Hintergrund) wird fachgerecht saniert. (Bilder: Thomas Schwizer)

Die Bogenbrücke am Ausfluss des Kiesfangs (Bildmitte im Hintergrund) wird fachgerecht saniert. (Bilder: Thomas Schwizer)

Die nötigen kommunalen und kantonalen Bewilligungen für die Bauarbeiten sind eingetroffen, die Arbeiten wurden nun an einem Spatenstich symbolisch in Angriff genommen. Die Erneuerungsarbeiten kosten 500000 Franken und werden in Etappen bis im Herbst 2020 dauern.

Südlichster Punkt im RBK-Gebiet

Der Steinenbachsämmler bildet den südlichen Punkt des Zweckverbandsgebietes Rheintaler Binnenkanal (RBK), der zwölf Mitgliedsgemeinden von Sennwald bis St. Margrethen umfasst.

RBK-Präsident Roland Wälter, Gemeindepräsident von Diepoldsau, begrüsste am Montag Vertreter der beauftragten Baufirma Marty Bauleistungen AG, des Ingenieurbüros Bänziger Partner AG und der Gemeinde Sennwald zum symbolischen Spatenstich.

Umgehungsleitung kann sofort realisiert werden

Als erste Etappe wird eine Umgehungsleitung mit einer Kapazität von 950 Litern Wasser pro Sekunde im Bereich des Kieswegs realisiert, der südlich des Sämmlers verläuft.

Vertreter des Bauunternehmens, der Bauherrschaft Zweckverband Rheintaler Binnenkanal (in der Mitte Präsident Roland Wälter), des Ingenieurbüros und der Sennwalder Gemeindepräsident Peter Kindler (ganz rechts) beim symbolischen Spatenstich.

Vertreter des Bauunternehmens, der Bauherrschaft Zweckverband Rheintaler Binnenkanal (in der Mitte Präsident Roland Wälter), des Ingenieurbüros und der Sennwalder Gemeindepräsident Peter Kindler (ganz rechts) beim symbolischen Spatenstich.

Sie führt das Wasser vom Zufluss des Kiesfangs nach dem Auslauf in den Steinenbach zurück, aber mit einer Abzweigung auch direkt in das Auslaufbauwerk, das ein reiches Fischvorkommen hat. Diese Leitung kann unabhängig von Schonzeiten realisiert werden, erläuterte RBK-Geschäftsführer Sascha Weder.

Neue Verbindung erleichtert das Ausbaggern

Gemäss den Ingenieuren Jürg Gächter und Reto Walser ist die Etappierung der Arbeiten mit dem zuständigen kantonalen Amt abgesprochen. Dank der Umgehungsleitung könne der Wasserstand im Kiesfang so gesenkt werden, dass das Ausbaggern gegenüber heute deutlich erleichtert wird.

Der Wasserstand im Ausflusswerk kann nämlich mit der neuen Leitung auch bei einem Absenken des Wasserstands im Sämmler hoch gehalten werden. Der richtige Zeitpunkt für die einzelnen Etappen und das Ausfischen werde mit dem Fischereiverein koordiniert, wurde betont.

Zwei Naturstein-Bauwerke bleiben erhalten

Das Naturstein-Auslaufbauwerk bleibt erhalten. Es wird in einer nächsten Etappe saniert. Lose Teil werden entfernt, die Natursteinfugen beidseits neu ausgefugt, die Stahlkonstruktion (Geländer und Schieber) ebenfalls gereinigt und mit einem neuen Korrosionsschutz versehen.

Das Auslauf-Bauwerk aus Naturstein wird saniert.

Das Auslauf-Bauwerk aus Naturstein wird saniert.

Auch die Naturstein-Gewölbebrücke beim Auslaufbauwerk bleibt erhalten und wird umfassend saniert. Sie wird mit einer «schwimmend gelagerten» Betonplatte für eine Nutzlast von 40 Tonnen dimensioniert.

Brücke direkt bei Einmündung wird neu gebaut

Die heute auf 3,5 Tonnen beschränkte Brücke beim Einlauf des Steinenbachs in den Rheintaler Binnenkanal ist in schlechtem Zustand. Sie wird durch eine neue Brücke mit ebenfalls 40 Tonnen Nutzlast ersetzt.

Diese Betonbrücke bei der Einmündung des Steinenbachs in den Rheintaler Binnenkanal muss wegen ihres schlechten Zustandes neu gebaut werden.

Diese Betonbrücke bei der Einmündung des Steinenbachs in den Rheintaler Binnenkanal muss wegen ihres schlechten Zustandes neu gebaut werden.

Beim Spatenstich bedankte sich der Sennwalder Gemeindepräsident Peter Kindler für die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Zweckverband RBK. Dessen Präsident Wälter lobte die zeitnahe Abwicklung des Bewilligungsverfahrens durch Gemeinde und Kanton.

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