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Ein Stück Buchser Wirtschaftsgeschichte verschwindet

Das alte Schotterwerk der Basaltstein AG in Buchs soll aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Das Werk steht seit zehn Jahren still.
Katharina Rutz
Das alte Schotterwerk der Basaltstein AG in Buchs soll abgebrochen werden. (Bild: Katharina Rutz)

Das alte Schotterwerk der Basaltstein AG in Buchs soll abgebrochen werden. (Bild: Katharina Rutz)

Das Schotterwerk auf dem Werkareal Mühleäuli der Basaltstein AG war bis ins Jahr 2008 in Betrieb. Nun soll es abgebrochen werden. Die Bewilligung ist zwar noch ausstehend, doch die Einsprachefrist für den Rückbau des Gebäudes ist ungenutzt verstrichen. «Es gab keine Einsprachen», bestätigt Georg Gestrich, Geschäftsleiter der Basaltstein AG in Buchs. Die Bauanzeige für den Rückbau des Schotterwerks lag vom 9. bis zum 22. Mai auf der Gemeinde öffentlich auf. «Sobald die Bewilligung vorliegt, planen wir die nächsten Schritte zum Rückbau», so Gestrich.

Hier soll das Schotterwerk abgebrochen werden.

Da es sich um einen belasteten Standort handle, sei das Gesuch auch dem Kanton zugestellt worden, sagt Jürg Ragettli von der Bauverwaltung der Stadt Buchs. «Wenn die Verfügung des Kantons vorliegt, wird die Baukommission über das Gesuch entscheiden.»

Abbruch aus Sicherheitsgründen

Das alte Gebäude wird gemäss Georg Gestrich aus Sicherheitsgründen zurückgebaut. Ein entsprechendes Projekt hat die Bänziger Partner AG in Buchs ausgearbeitet. Aufgrund der Gefahrenbeurteilung des Ingenieurbüros habe die Basaltstein AG das Abbruchgesuch eingereicht, bestätigt Jürg Ragettli auf Anfrage des «Werdenberger & Obertoggenburger». Die Stadt Buchs sei im Vorfeld nicht involviert gewesen.

Schandfleck oder Denkmal?

Das Werkareal der Basaltstein AG ist ein Zeuge der Buchser Wirtschaftsgeschichte. Nun soll das Schotterwerk, das bis 2008 noch in Betrieb war, abgebrochen werden. Einsprachen gegen das Vorhaben gab es offiziell zwar keine, doch in den Sozialen Medien gibt es einige, die den Abbruch bedauern. Andere sind darüber allerdings glücklich.

So sah das Gelände Mühleläuli mit dem Schotterwerk der Basaltstein AG ungefähr im Jahr 1930 aus. (Bild: Archiv Hansruedi Rohrer)

So sah das Gelände Mühleläuli mit dem Schotterwerk der Basaltstein AG ungefähr im Jahr 1930 aus. (Bild: Archiv Hansruedi Rohrer)

Die Meinungen darüber, ob das alte Schotterwerk nun ein Schandfleck für Buchs oder ein erhaltenswertes Denkmal ist, halten sich ungefähr die Waage. Eine Kommentarschreiberin in der Facebook-Gruppe «...Du bisch vo Buchs (Buxx) wenn...» findet den Abbruch schade, da vom alten Buchs nicht mehr viel vorhanden sei. Eine andere Person ist erleichtert, da Buchs an bester Lage wirklich keine Steinhaufen brauche. Ausserdem ärgert sie sich über den Dreck und den Staub.

Fakt ist, das Werk steht nicht unter Denkmalschutz. Sobald die Bewilligung bei der Basaltstein AG eintrifft, wird der Rückbau geplant. Dies heisst aber nicht, dass das ganze Areal stillgelegt wird. «Der Rückbau betrifft nur das Schotterwerk», sagt Georg Gestrich, Geschäftsführer der Basaltstein AG in Buchs. Auch ein Umzug ist nicht geplant. «Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Werkareal Mühleäuli in Buchs ein geeigneter Standort mit direktem Gleisanschluss zur Produktion und Lagerung von Rohstoffen», sagt er auf Anfrage des «Werdenberger & Obertoggenburger».

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