Roland Ledergerber wurde aus Vorstand des Vereins Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein verabschiedet

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein standen die Rheinbrücken im Fokus. Die Rheinbrücke Sevelen–Vaduz soll eine A-Priorisierung erhalten. Roland Ledergerber wurde zudem aus dem Vorstand verabschiedet.

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Roland Ledergerber wurde als Vorstandsmitglied verabschiedet.

Roland Ledergerber wurde als Vorstandsmitglied verabschiedet.

Bild: PD

(pd) An der Mitgliederversammlung des Vereins Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein wurde über den aktuellen Stand der Arbeiten informiert. Von besonderem Interesse waren Ausführungen über das Programm der vierten Generation, welches derzeit entwickelt wird und im Juni beim Bund angemeldet wurde.

Zweistaatlichkeit stellt Herausforderung dar

Die Schweizer Agglomerationsprogramme sind ein wichtiger Pfeiler der Agglomerationspolitik des Bundes und der nachhaltigen Raumentwicklung der Schweiz. Die Programme sind Voraussetzung, um beim Bund einen Antrag um Mitfinanzierung der Verkehrsinfrastrukturen zu stellen.

Mit den Agglomerationsprogrammen wird eine koordinierte Planung von Verkehr, Siedlung und Landschaft im funktionalen urbanen Raum angestrebt. Sie werden folglich in enger Zusammenarbeit zwischen Kantonen, Städten, Gemeinden und Regionen sowie angrenzenden Ländern erarbeitet und alle vier Jahre angepasst. Eine Herausforderung und Besonderheit der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein ist die Zweistaatlichkeit des Programms.

Agglomerationsprogramm der vierten Generation

Nach dem einstimmigen Beschluss der Vereinsversammlung vom Juni 2019 sowie der Start-Veranstaltung mit Ämtern des Kantons St.Gallen und Vertretern des Fürstentums Liechtenstein wurde die Erarbeitung des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein der vierten Generation in Angriff genommen.

Als Basis dient die vorherige Eingabe; Vertiefungen folgen in den Hauptthemen Siedlung und Verkehr. Als neues, aktuelles Themenfeld wird «öffentlicher Raum, Freiraum, hitzeangepasste Siedlungsentwicklung» in einem separaten Projekt für die gesamte Agglomeration erarbeitet. Die Ergebnisse sollen ebenso die Mitgliedsgemeinden unterstützen bei der Gestaltung eines attraktiven Lebensraumes und sie dienen auch denjenigen Gemeinden, die aktuell ihre Ortsplanung aktualisieren.

Rheinbrücken stehen im Fokus

Für die Träger der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein zentral sind insbesondere die Massnahmen zur Verbesserung der Rheinübergänge. Ziel ist es, die Brücke Sevelen–Vaduz als A-Priorisierung einzubringen und somit einer zeitnahen Realisierung zuzuführen. Für den Übergang Haag–Bendern soll eine Höherstufung (B-Priorisierung) resultieren; Salez–Ruggell wird voraussichtlich als C-Massnahme neu ins Programm aufgenommen.

Roland Ledergerber tritt zurück

Anlässlich der Mitgliederversammlung konnten sich die Liechtensteiner und Werdenberger Gemeinden im Rahmen eines ergänzenden Workshops und im Beisein von Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch über den Stand der Arbeiten informieren sowie sich beim gemeinsam erarbeiteten Zukunftsbild und weiteren Fokus-Themen einbringen.

Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs und Präsident der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein, verabschiedete zum Ende der Veranstaltung das Vorstandsmitglied Roland Ledergerber und dankte für seinen langjährigen Einsatz. Der Gemeindepräsident von Sevelen tritt Ende August mit Erreichung des Pensionsalters zurück.