Roland Kohler will in der Gemeinde Wartau «einen Stein ins Rollen bringen»

Der Kandidat für das Gemeindepräsidium sieht seine langjährige Gemeinde- und Projekterfahrung als Vorteil für die Gemeinde Wartau.

Thomas Schwizer
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Roland Kohler: «Meine Fülle von Know-how möchte ich für Wartau einbringen.»

Roland Kohler: «Meine Fülle von Know-how möchte ich für Wartau einbringen.»

Bild: Heini Schwendener

Er möchte Wartauer Gemeindepräsident werden. Seit 1987 wirkt Roland Kohler in Führungspositionen der Politischen Gemeinde Mels. Zuerst als Gemeinderatsschreiber (bis 2012), danach als Projektleiter, Leiter Bau und Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung (bis 2018). Seit zwei Jahren ist er in Mels Projektleiter und Beauftragter Gemeindeprojekte.

Den Verrucanostein, den Kohler zum Gespräch mit dem W&O mitbringt, sieht er als Sinnbild für seine Motivation, als Gemeindepräsident im Wartau einen Stein ins Rollen zu bringen.

Der Stein symbolisiert auch die kürzlich erfolgte Fertigstellung des Gemeinde- und Kulturzentrums mit dem Kultur- und Kongresshaus «Verrucano» in Mels, mit dem er sich seit zehn Jahren an vorderster Front intensiv und massgeblich beschäftigt hat.

«Ich brauche keine lange Einarbeitszeit»

Dank der gesammelten Berufserfahrungen sieht er sich bestens vorbereitet, damit er als Gemeindepräsident in der Gemeinde Wartau keine lange Einarbeitszeit brauchen würde.

«Diese ganze Fülle von Know-how und meine Rechtskenntnis möchte ich sehr gerne für die Gemeinde Wartau einbringen», stellt Kohler fest. Angesichts seiner 59 Jahre sieht er seinen Werdegang als Vorteil, denn so habe er genügend Zeit, um in den sechs bis acht Jahren, in denen er die Gemeinde führen möchte, viel Positives ins Rollen zu bringen.

«Ich möchte den Puls der Bevölkerung spüren»

Roland Kohler rechnet damit, dass er sechs bis zwölf Monate brauchen wird, um das politische Innenleben der Gemeinde Wartau kennen zu lernen. Das ist ihm wichtig, hält er fest.

«Ich möchte offen sein, den Puls der Bevölkerung spüren und ein Gemeindevater sein können»

«Ein Gemeindepräsident macht nicht primär Parteipolitik», betont das FDP-Mitglied, das sich als freisinnig denkend bezeichnet. Die Entscheidung für einen Gemeindepräsidenten sieht er aber nicht als Parteiwahl, sondern vorwiegend als Personenwahl.

Bei den Nominations­versammlungen der SP- und der SVP-Ortspartei habe er spannende Fragen beantworten ­dürfen. So seien für die Zukunft der Gemeinde Sozialthemen wie Kitas, Kindergarten, Schulen, Betagtenheim etc. ebenso wichtig wie der Sozialhilfebereich mit dazu gehörendem Missbrauchspotenzial. Aber auch die Landwirtschaft sei nebst Industrie und Gewerbe im Wartau ein wichtiges Standbein, für das sich die Gemeinde einsetzen müsse.

Finanzen und Raumplanung sind wichtig

Als Schwerpunktthemen, mit denen sich der neue Gemeindepräsident im Wartau intensiv beschäftigen müsse, sieht Roland Kohler die Finanzen. In diesem Bereich nennt er die Verschuldung, den Steuerfuss und die Steuerkraft bzw. ein Standortmarketing. Ziel müsse es sein, die Gemeinde weiterzuentwickeln und so für gute Steuerzahler attraktiv zu machen. Als Gemeindepräsident möchte er deshalb die Finanzkommission selbst leiten.

Eine Herausforderung für die Gemeinde bilde auch das Thema Raumplanung. Hier sei im Wartau mit dem Mitwirkungsverfahren bereits eine Basis gelegt, die schliesslich in der Richt- und Zonenplanung sowie in der Überarbeitung des neuen kommunalen Baureglements münde.

Roland Kohler freut sich auf die Ausmarchung

Roland Kohler hat sich bei der von der SP und SVP gebildeten Findungskommission beworben, weil die FDP Wartau schon frühzeitig Vizegemeindepräsident Andreas Bernold als ihren Kandidaten präsentiert habe, sagt er auf Anfrage. Nach seinem Wahlvorschlag durch die Findungskommission habe er Bernold seine Kandidatur mitgeteilt, was dieser fair aufgenommen habe.

Roland Kohler sieht in der Gemeinde Wartau Vergleichbares mit seinem heutigen Wirkungsort Mels.

«Sie ist mit mehreren Dörfern ähnlich strukturiert und weist Naturschätze auf, die ich schon heute von Mels aus regelmässig geniesse.»

Er freut sich auf die Ausmarchung unter den drei Kandidierenden, denn so könne die Bevölkerung ihr demokratisches Wahlrecht in einer Wahl mit Auswahl wahrnehmen.