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Rohrer-Schwestern aus Buchs:
Vom Fabriggli nach Hollywood

Livia und Aline Rohrer haben eine gemeinsame Leidenschaft, nämlich die Schauspielerei. Da trifft es sich gut, dass ihre Eltern sich für einen Wohnsitz gleich neben dem Fabriggli in Buchs entschieden haben.
Christian Imhof
Livia und Aline Rohrer, Schwestern und Jungschauspielerinnen, im Werdenberger Kleintheater Fabriggli in Buchs. (Bild: Urs Bucher)

Livia und Aline Rohrer, Schwestern und Jungschauspielerinnen, im Werdenberger Kleintheater Fabriggli in Buchs. (Bild: Urs Bucher)


Die 18-jährige Aline erinnert sich noch gut an ihre erste Begegnung mit der Schauspielerei. Denn als sie mit vier Jahren erstmals den Circus Knie besuchte, war sie zutiefst beeindruckt. «Ich wollte auch auf der Bühne stehen und habe es dann mit meiner Schwester zu Hause nachgespielt. Wenn ich jeweils einen Film gesehen habe, ein Buch gelesen oder eine Theateraufführung besucht habe, habe ich mich immer in die Charaktere hineinversetzt und wollte auch so sein wie sie.»

Die Begeisterung fürs Theater schwappte von Aline auch auf ihre zwei Jahre jüngere Schwester Livia über, die sich heute noch gerne an die spontanen Rollenspiele mit Aline erinnert, welche in ihrer Kindheit zu den liebsten gemeinsamen Beschäftigungen gehörten.

Schon früh gefördert worden

Die Buchser Rohrer-Schwestern haben einen engen Bezug zum Werdenberger Kleintheater Fabriggli. (Bild: Urs Bucher)

Die Buchser Rohrer-Schwestern haben einen engen Bezug zum Werdenberger Kleintheater Fabriggli. (Bild: Urs Bucher)

Die gemeinsame Passion der Schauspielerei der Rohrer Schwestern blieb auch in der Schule Buchs nicht unbemerkt, weshalb die Zwei bereits früh bei keiner Aufführung mehr wegzudenken gewesen sind. Vor allem dank dem Einsatz der heutigen Theaterleiterin Bettina Bärtsch-Herrmann, die auch Alines Lehrerin in der Primarschule war, wurden die beiden inspiriert und fanden ihren Weg auf die Bühne im Kleintheater Fabriggli, wo sie ihr Talent ausbauen konnten. Das erste Mal auf der grossen Bühne vor einem Publikum blieb der heute 16-jährige Livia als ein ganz spezieller und unvergesslicher Moment in ­Erinnerung.

«Diese Mischung aus Nervosität, Vorfreude, dann das Schauspielern auf der Bühne, im Rampenlicht zu sein und zum Schluss der Applaus der Zuschauer, ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl.»

Angesteckt durch diesen Virus liess das Theaterfieber Livia und Aline nie wieder los. Für sie beide ist das Förderprogramm des Fabriggli ein echter Segen, denn es sei nicht gerade selbstverständlich, dass ein Theater so etwas für die Jugendlichen auf die Beine stellt und dass dies auch gleich noch so direkt vor ihrer Haustüre passiere, erklärt Aline. «Ich glaube, es ist wichtig, dass Kinder, Jugendliche aber auch «Erwachsene» eine Chance bekommen, irgendwo in einer Gruppe gemeinsam kreativ sein zu können und ein Projekt auf die Beine zu stellen. Im Fabriggli geht das wunderbar. Man kann seinen Alltag für zwei Stunden ablegen und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Es gibt nichts, was man dabei falsch machen könnte oder dass man zum Beispiel in einer Konkurrenz zueinandersteht. Es geht einfach um das Ausprobieren, in der Gruppe arbeiten, Neues lernen und sich in ein Projekt reinhängen, damit es nachher ein gutes Resultat gibt. Das Theaterspielen bietet einem vieles. Man kann Erfahrungen/Erlebnisse sammeln und es gibt einem auch einige wichtige Sachen mit auf den Lebensweg.»

Diese Freude am gemeinsamen Austoben und Ausprobieren beweist auch der Fakt, dass Aline bereits bei sechs, Livia sogar schon bei sieben Fabriggli-Produktionen mit von der Partie war.

Süchtig nach der Schauspielerei

Die Schauspielerei lässt Livia und Aline Rohrer nicht mehr los. (Bild: Urs Bucher)

Die Schauspielerei lässt Livia und Aline Rohrer nicht mehr los. (Bild: Urs Bucher)

Schauspielerei sei einfach genial, sagt Livia Rohrer. «Es gibt viele positive Aspekte, aber ich denke einer der besten ist es, sich in verschiedene Rollen versetzen zu können, seine Emotionen zu zeigen und natürlich auch die grossartige Zusammenarbeit mit den Kollegen.» Auch Aline kommt kaum aus dem Schwärmen heraus, wenn sie einmal ansetzt und aus dem Nähkästchen heraus zu plaudern beginnt.

«Oh, es gibt so viele tolle Sachen. Ich finde es immer schön, einen Charakter zu schaffen und für einige Zeit meinen eigenen abzulegen.»

Gerade wenn wir ein eigenes Theaterstück schreiben, geht das sehr gut. Für mich ist die Schauspielerei so wie eine Sucht. Wenn man einmal damit angefangen hat, ist es schwer wieder davon loszukommen. Natürlich ist das Tolle an der Schauspielerei oder gerade am Theaterspielen auch das Auftreten. Es gibt einem einen Adrenalinkick. Erst mit dem Publikum fängt man richtig an zu spielen und das macht grossen Spass.»

Nicht nur die Freude an der Kunstform an und für sich eint die Schwestern, auch beim liebsten Genre fällt die Wahl der beiden auf die Komödien. Dies hat laut Livia eine einfache Erklärung. «Wir haben unsere Stücke meist selbst geschrieben und diese waren immer Komödien.»

Hobby als Berufswunsch

Wer weiss: vielleicht schaffen es die beiden Schwestern dereinst in Hollywood Fuss zu fassen und in die Fussstapfen ihrer vorbilder zu treten. (Bild: Urs Bucher)

Wer weiss: vielleicht schaffen es die beiden Schwestern dereinst in Hollywood Fuss zu fassen und in die Fussstapfen ihrer vorbilder zu treten. (Bild: Urs Bucher)

Auch wenn beide sich noch nicht schlüssig sind, ob sie später einmal lieber beim Film oder in einer Serie mitspielen würden, bleibt doch eines klar für die Zukunft: Ohne Schauspielerei geht es nicht. Livia erwägt ihr Hobby zu einem späteren Zeitpunkt eventuell zum Beruf zu machen. «Ich denke, der Weg zur Schauspielerin ist bestimmt nicht ganz einfach. Trotzdem träume ich immer davon, einmal Schauspielerin zu werden und weiss, dass es das ist, was mich glücklich macht. Ich könnte mir auch vorstellen, etwas zu studieren und mich nebenbei weiterhin der Schauspielerei zu widmen.»

Auch ihre ältere Schwester hat sich zu diesem Thema schon Gedanken gemacht. «Es ist durch aus etwas, was ich sehr gerne machen würde. Ich glaube, ich wäre mutig genug, diesen Schritt zu gehen. Bei mir geht es langsam aber sicher in Richtung Berufswahl und ich stelle mir immer wieder die Frage, was ich eigentlich genau will. Die Schauspielerei ist sehr risikoreich, aber für mich sehr verlockend. Grundsätzlich würde ich das Risiko gerne eingehen und ich glaube auch, wenn man etwas wirklich will, dann kann man es auch schaffen. Es gibt aber auch noch andere Berufe, die mich interessieren, und vielleicht würde ich es dann schrittweise angehen. Aber wir werden sehen ...»

Vorfreude auf die nächste Saison

Ob die beiden Rohrer-Schwestern irgendwann in die Fussstapfen ihrer Vorbilder Emma Watson, Meryl Streep, Lily Tomlin, Jane Fonda, Romy Schneider oder anderen treten, wird sich zeigen. Was aber sicher wie das Amen in der Kirche kommt, sind weitere Fabriggli-Produktionen mit den Rohrer-Schwestern, die neben den Familien und Verwandten auch beim restlichen Publikum für viel Freude sorgen werden. «Wenn die Theatersaison wieder startet und ich Licht im ‹Backstageroom› erblicke, wird es mir ganz warm ums Herz.», erklärt die jüngere Livia abschliessend.

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