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Rodungen starten schon bald

Am Samstagvormittag informierten Fachleute über die bevorstehenden Arbeiten zur Ausweitung und Renaturierung der Simmi zwischen Floor und Werdenberger Binnenkanal.
Thomas Schwizer
Markierungen im Winschutzstreifen zeigen, dass dieser zu einem grossen Teil gerodet werden muss, weil die Aufweitung des Simmigerinnes bis hierhin Erdarbeiten und Aushub nötig machen. Es werden aber neue, standortgerechte Bäume und Sträucher gepflanzt. Bild: Thomas Schwizer

Markierungen im Winschutzstreifen zeigen, dass dieser zu einem grossen Teil gerodet werden muss, weil die Aufweitung des Simmigerinnes bis hierhin Erdarbeiten und Aushub nötig machen. Es werden aber neue, standortgerechte Bäume und Sträucher gepflanzt. Bild: Thomas Schwizer

Zuerst gab es im «Schäfli» Erläuterungen in Wort und Bild, anschliessend wurden die anstehenden Massnahmen vor Ort im Gelände erklärt. Gemeindepräsident Fredy Schöb stellte einleitend die Entstehungsgeschichte des Projektes vor. Insbesondere zeigte er die Finanzierung des 2,8-Millionen-Projektes auf.

Dank der zahlreichen Beiträge müssen die Gemeinden lediglich einen recht geringen Betrag von 20 000 Franken (Gams) beziehungsweise 30 000 Franken (Sennwald) beisteuern. In Gams hat die Bürgerschaft mit dem Budget 2018 den entsprechenden Betrag bewilligt.

Bauarbeiten beginnen im späten Frühjahr 2019

Der Gewässerraum der Simmi wird auf dem Teilstück Frohl bis Mündung Werdenberger Binnenkanal ausgeweitet. Der notwendige Landerwerb – vor allem vom Gewässerunternehmen Gams, von der Unterhaltsgenossenschaft Melioration und der Gemeinde Sennwald – sei zugesagt, alle rechtlichen Verfahren durchgeführt, alle Bewilligungen rechtskräftig.

Der Beginn der Bauarbeiten, also der Erdbewegungen, ist gemäss Fredy Schöb auf das spätere Frühjahr 2019 geplant. Zuerst müsse die Laichzeit der Fische abgewartet werden.

An der Infoveranstaltung vom Samstag wurde darauf hingewiesen, dass als Vorbereitung auf diese Auweitung umfangreiche Rodungsarbeiten am Windschutzstreifen an der Simmi im betreffenden Teilstück notwendig sind. Sie werden im kommenden Winter durchgeführt.

Fische, Naherholung und Hochwasserschutz

Remo Lüchinger von der Bänziger und Partner AG gab einen vertieften Einblick in das Projekt. Er zeigte, dass der WWF dieses Renaturierungsprojekt angestossen hat, das rund 975 Meter im untersten Teil der Simmi umfassen wird. Denn hier befinde sich eines der wenigen Gebiete in der Schweiz, in dem die Fischart Nasen noch vorkomme, für die mit der Aufweitung/Renaturierung der Lebensraum deutlich verbessert werde. Zudem bringe die Ausweitung des Gerinnes einen verbesserten Hochwasserschutz, und letztlich werde dadurch dieses Naherholungsgebiet stark aufgewertet.

Dazu trägt auch eine neue Fussgängerbrücke bei, die im Gebiet Langengraben mit einer Spannweite von rund 24 Metern die Überquerung der renaturierten Simmi ermöglicht. Die heute rechtwinklige Einmündung der Simmi in den Binnenkanal wird angepasst und damit bei Hochwasser die Überschwemmungsgefahr von Kulturland im unteren Teil der Simmi weiter verringert.

Rodungsarbeiten beginnen im Dezember

Förster Martin Lieberherr zeigte mündlich und später auf einem Rundgang, dass für die Aufweitung der Simmi der grosse Teil des heutigen Windschutzstreifens mit Bäumen und Sträuchern gerodet werden muss. Bei der Begehung im Gebiet Langengraben konnte dank gesteckten «Pfählen» die künftige Dimension des ausgeweiteten Bachbettes sowie der Rodungen besichtigt werden.

Die Rodungsarbeiten beginnen bereits im Dezember und müssen bis zum Beginn der Erdarbeiten abgeschlossen sein. Insbesondere müsse alles gerodet werden, das im Aushubbereich für die Aufweitung steht. Zudem sollen jene Bäume und Sträucher entfernt werden, die heute am südlichen Ufer schräg ins angrenzende Kulturland ragen. Ziel sei es, dass die zahlreichen nicht standortgerechten Bäume entfernt und durch solche ersetzt werden, die hier heimisch sind.

Die grosse Rodung und Neupflanzung ermögliche es auch, einen stufigen Bewuchs von den Rändern des Windschutzstreifens zur Mitte hin zu erreichen. Insgesamt könne auch bezüglich Baum- und Strauchbewuchs eine ökologische Aufwertung realisiert werden, schilderte Lieberherr. Der Jungwuchs werde in den ersten Jahren grössere Unterhaltsarbeiten erfordern.

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