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Roboter bauen Leuchttürme

Am Dienstag haben angehende Ingenieurinnen und Ingenieure der interstaatlichen Hochschule für Technik NTB ihre Systemtechnik-Projekte präsentiert. Dieses Mal spielte das Szenario in tosender See.
Jessica Nigg
In der BZB Mehrzweckhalle präsentierten die angehenden Ingenieure am Dienstag ihre Systemtechnik-Projekte 2018. (Bild: Jessica Nigg)

In der BZB Mehrzweckhalle präsentierten die angehenden Ingenieure am Dienstag ihre Systemtechnik-Projekte 2018. (Bild: Jessica Nigg)

An der öffentlichen Präsentation des Systemtechnik-Projekts 2018 der angehenden NTB-Ingenieure ging es am Dienstagabend in der BZB Mehrzweckhalle hoch her. Auch in diesem Jahr war die Ausgangslage sehr spannend. Es galt, mit zwei kooperierenden Robotern einen beschädigten Leuchtturm in tosender See zu reparieren. Insgesamt zehn Teams stellten sich dieser herausfordernden Aufgabe und meisterten diese souverän, oft sogar mit einer Prise Humor.

Knifflige Aufgabe für angehende Ingenieure

Das Szenario des Systemtechnik-Projektes spielt irgendwo in der Nordsee im Sommer 2018: In einem mächtigen Sturm sind mehrere Schiffe in Seenot geraten und bei einem Tanker ist sogar das GPS-System ausgefallen. Der Regen hat zwar aufgehört, aber der Himmel ist immer noch wolkenverhangen und es ist stockdunkle Nacht. Der beschädigte Tanker steuert im Meer in der Nähe einer kleinen Insel herum und navigiert nur noch mit dem Kompass. Da sich die Politiker dieser Insel darauf verlassen hatten, dass moderne Schiffe mit GPS-Systemen ausgerüstet sind, strichen sie das Geld für die dringende Sanierung des alten Leuchtturms aus dem Budget. Nun wurde dieser Leuchtturm im Sturm beschädigt. Das Licht ist ausgefallen, aber die Baubehörden verbieten den Serviceleuten den Zutritt zum baufälligen Leuchtturm, weil Einsturzgefahr besteht.

An dieser Stelle nun kommt das Know-how der angehenden Ingenieure der NTB in Buchs zum Einsatz: Roboter R1 und Roboter R2 haben die Aufgabe, in drei Minuten einen Not-Leuchtturm zu bauen, um die Kollision des Tankers mit der Insel zu verhindern.

Leuchtturm in drei Minuten gebaut

Was sich anhört wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Kassenschlager, wurde am Dienstag in der BZB Behrzweckhalle dem beeindruckten Publikum vorgeführt. Zehn Teams mit klingenden Namen wie «Herkules» oder «Robi Duck» stellten sich der Aufgabe. So warb die Gruppe «Der Blockchainer»: «Leuchtturm mal wieder kaputt? Kein Problem!» Und tatsächlich wurden mit Leichtigkeit Module in der gewünschten Anordnung gestapelt, Türme zum Leuchten gebracht und drohende Katastrophen abgewendet.

Was nach Spielerei klingt, ist viel mehr: Die Studierenden haben die Roboter von Grund auf konzipiert und realisiert. Für den Bau haben sie, oft mit namhaften Sponsoren, Sensoren, Prozessoren und Motoren aus der Industrie verwendet. Das Baumaterial – ganz normale Lego-Steine – findet sich dagegen in fast jedem Kinderzimmer.

Hier der Roboter mit dem Namen "Blockchainer". (Bild: NTB)

Hier der Roboter mit dem Namen "Blockchainer". (Bild: NTB)

Ausbildung mit Tradition

Projektbasiertes Lernen ist an der NTB bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil der modernen Systemtechnik-Ausbildung. Bereits im ersten Studienjahr bauen die Studierenden Roboter, die eine komplexe Aufgabe erfüllen müssen. Dieses Modul findet gleichzeitig in Buchs, St. Gallen und Chur statt und dauert zwei Semester. Jeweils zwei Roboter von verschiedenen Standorten müssen in Kooperation eine Aufgabe erfüllen.

Für die angehenden Ingenieure dürfte die Roboter-Präsentation auch in diesem Jahr etwas Besonderes gewesen sein: Nicht nur, dass ihre Projekte vom Erfolg gekrönt waren, die Präsentation fand in lockerer Runde inmitten von Familie und Freunden statt. Beim Apéro stiessen Studierende und Gäste schliesslich auf den künftigen Erfolg der jungen Leute und ihrer Roboter an.

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