Richtig reagieren kann Leben retten: Firmenunfälle als spezielle Herausforderung für Samariter aus Buchs und Grabs

Eine gemeinsame Übung der Samaritervereine Grabs und Buchs sowie der Helpis (Jungsamariter) führte die Mitglieder am Montagabend ins Gelände einer Transportfirma.

Hansruedi Rohrer
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Bei dieser «Pfählungsverletzung» mit grossem Eisennagel im Oberschenkel muss sehr behutsam umgegangen werden. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Bei dieser «Pfählungsverletzung» mit grossem Eisennagel im Oberschenkel muss sehr behutsam umgegangen werden. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Es war die Firma Eberle Transporte an der Langäulistrasse, welche den etwas über 40 Samariterinnen und Samaritern das Firmenareal für die Übung zur Verfügung stellte.

Die  organisiert jedes zweite Jahr irgendwo an geeignetem Ort eine gemeinsame Übung. Weil auch Rita Eberle, die Mutter der Transportfirma-Inhaber, eine langjährige Samariterin in Triesenberg ist, habe der Kontakt geknüpft und die Veranstaltung abgehalten werden können, sagte Luzia Hofer.

Zur Auflockerung gab es auch einen «Plauschposten»

Simuliert wurden Arbeitsunfälle am Beispiel und im Umfeld von Lastwagen und Lagerräumen. Die Samariter hatten an sieben Posten verschiedene Aufgaben in der Gruppe zu bewältigen.

So war in der Garage ein junger Mann mit einer «schweren Verbrennung» am Arm anzutreffen. Dort galt es, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen. Die Haut musste zuerst einmal gekühlt werden.

Der «Plauschposten» hatte hingegen eine auflockernde und gesellschaftliche Situation zum Inhalt: Weil die Helpis im kommenden Jahr ihr 10-Jahr-Jubiläum feiern, wurden hier weisse Fahnenteile mit Zeichnungen, Sprüchen oder Symbolen versehen. So wird später für die Helpis eine originelle Flagge entstehen.

Mit dem Stapler «ausgerutscht»

In einem Lagerraum der Firma hatten sich die Teilnehmer mit inneren Verletzungen sowie auch mit den Gefahrensymbolen auseinanderzusetzen.

Hier ist sofortige Erste Hilfe bei der «Brandverletzung» nötig.

Hier ist sofortige Erste Hilfe bei der «Brandverletzung» nötig.

Die Annahme bestand darin, dass sich eine Hupstaplerfahrerin infolge Ausrutschen Verletzungen in der Bauchgegend zugezogen hat. Hier musste die entsprechende Erste Hilfe geleistet und die Patientin bis zum Eintreffen der Rettung betreut werden.

Weitere Aufgabenstellungen hatten die Themen «Prellung», «Herzinfarkt» und auch die naheliegende Situation «Lastwagen und toter Winkel» zum Inhalt.

Blutig war zum Glück nur eine Übung

Etwas «blutig» und im Ernstfall wohl sehr schmerzhaft für die betroffene Person, trafen die Samariterinnen und Samariter den «Unglücksfall Pfählungsverletzung mit Bewusstlosigkeit» an. Da lag denn eine Person mit grossem Eisennagel im Oberschenkel.

Diese Gruppenarbeit war entsprechend anspruchsvoll, musste die verletzte Person doch zuerst hervorgeholt und gelagert werden.

Eine Schlussbesprechung rundete den Anlass ab

Reto Eberle, einer der Firmenvertreter, betonte am Schluss, dass man das Areal gerne für diesen Zweck zur Verfügung gestellt habe.

Die Gemeinschaftsübung stand unter der Leitung der Buchser Samariterlehrerin Luzia Hofer, unter Mithilfe von Laura Frühwirth (Help-Team-Leiterin). Die Schlussbesprechung und ein Imbiss rundete diese lehrreiche Übung ab.