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Revisionsarbeiten an der Gamsalpbahn finden in luftiger Höhe statt

Zwischen der Sommer- und der Wintersaison stehen bei den Bergbahnen Wildhaus AG Revisionsarbeiten an. Zudem werden die Beschneiungsanlagen betriebsbereit gemacht sowie Schneefangnetze und das Winter-Ticketsystem montiert.
Heini Schwendener
Roger Good (links) und Werner Gantenbein geniessen den Ausblick von ihrem Arbeitsplatz. (Bild: Heini Schwendener)

Roger Good (links) und Werner Gantenbein geniessen den Ausblick von ihrem Arbeitsplatz. (Bild: Heini Schwendener)

«Noch 5 Meter, noch 1 Meter, Stopp!» Der Revisionskorb der Seilbahn auf die Gamsalp hält genau unter der Rollenbatterie einer Stütze. Roger Good und Werner Gantenbein sind bereit, eine Rolle, bei deren Kontrolle Mängel entdeckt wurden, zu ersetzen. Vorher geht aber noch das Kommando an den Kollegen in der Bergstation, der die Bahn steuert: «Wir sind am richtigen Ort. Fahren verboten!» «Fahren verboten! Verstanden!», tönt es aus dem Funkgerät.

Nun beginnen Good und Gantenbein, gesichert mit einem Bergsteiger-«Gschtältli», auf den Gitterplattformen der Rollenbatterie und des Revisionskorbes ihre anstrengende Arbeit. Alle Handgriffe müssen sitzen, und gegenseitiges Vertrauen ist das A und O bei dieser Arbeit in luftiger Höhe. Schwindelfreiheit ist dabei ein Muss.

Motto: Nach der Saison ist vor der Saison

Wenn nach der Sommersaison die Bergbahnen Wildhaus AG ihren Betrieb einstellen, gilt das Motto: Nach der Saison ist vor der Saison. Dabei gibt es sowohl im Frühling wie auch im Herbst viel zu tun, insbesondere bei einem Bahnunternehmen, das fast ganzjährig in Betrieb ist.

Das Ersetzen von Rollen, die von den Betriebsbelastungen gezeichnet sind, ist nur eine unter vielen Arbeiten, die in diesen Tagen anstehen. Ein Blick aus dem offenen Servicekorb über das Skigebiet Gamsalp verrät, dass die Vorbereitungen für den Winterbetrieb in vollem Gang sind. Die gelben Farbtupfer in den noch grünen Weiden sind die Schneeaggregate, die bereits vor einer Woche per Helikopter zu ihren Standortgen geflogen worden sind.

Der Heli wird aus Kostengründen natürlich nur dort eingesetzt, wo die Schneekanonen, wie sie im Volksmund heissen, nicht per Fahrzeug platziert werden können. Die Beschneiungsschächte müssen mit Stangen markiert werden, sonst wären sie später unter der heiss herbeigesehnten kalten weissen Pracht nicht mehr zu finden.
Im Gelände müssen auch die Weidezäune umgelegt und Schneefangzäune aufgehängt werden.

Unten, bei der Talstation an der Thur, werden die Parkplätze ausgesteckt. Die Leitungen für die Beschneiungsanlagen werden gespült und das Ticketsystem wird auf den Winterbetrieb vorbereitet. Drehkreuze, die es im Sommer nicht braucht, müssen wieder auf ihren Fundamenten montiert werden.

Für die «Bähnler» sind die Sessel Fahrzeuge

Sehr viel Aufwand verursachen naturgemäss die Bahnen und ihre Fahrzeuge, wie die Sessel von den «Bähnlern» genannt werden. Alle 117 Fahrzeuge der Gamsalpbahn werden kleineren und grösseren Revisionsarbeiten unterzogen. Im Frühjahr wie im Herbst werden auch alle Rollenbatterien gereinigt, auf Abnützungen und Fehler überprüft und schliesslich gefettet.

Dabei werden die Rollen auch entlastet und auf ihren Rundlauf kontrolliert. Ist das Lager noch gut? Muss die Gummilauffläche der Rolle ersetzt werden? Wenn ja, steht eine anstrengende und aufwendige Arbeit an. Die Rolle wird durch eine andere ersetzt, die in der Werkstatt im Oberdorf entsprechend revidiert worden ist. «Diese Werkstattarbeiten werden dann gemacht, wenn die Witterungsverhältnisse die Arbeit auf den Masten nicht zulassen», sagt Bahnchef Roger Good.

Heute ist das Wetter aber gut. Inzwischen haben Werner Gantenbein und Roger Good die Rolle ersetzt und der Kollege in der Bergstation kann die Bahn wieder starten. Die Revisionsarbeiten der Bergbahnen Wildhaus AG verlaufen planmässig, was dem tollen Einsatz aller Mitarbeitenden sowie dem bisher guten Wetter geschuldet ist.

Wasser vom Himmel fehlte

Im Herbst 2017 beschlossen die Verantwortlichen der Bergbahnen Wildhaus AG, dass der rund 15-jährige Speichersee für die Beschneiung im Frühjahr 2018 saniert werden soll. Diese Arbeiten waren notwendig, da die Folie kleinere Risse hatte und der Wasserverlust mit der Zeit grösser wurde.

So wurde im Frühling das Restwasser abgelassen, der See geputzt, die schadhaften Stellen repariert und Rückschlagventile ausgewechselt. Was dann folgte, ist allseits bekannt: eines der trockensten Jahre. Weil der Regen vom Frühling bis zum Herbst weitgehend ausblieb, musste der Speichersee mit zugekauftem Wasser gefüllt werden. Die trockenen, schönen Monate haben zwar den Sommerbetrieb der Bahnen markant angekurbelt, auf der anderen Seite kosteten sie das Unternehmen Geld, um den Speicher für die Beschneiung aufzufüllen. (she)

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