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Rekordzählung bei den Hirschen im Werdenberg

Trotz des strengen Winters konnte dieses Frühjahr in der Region Werdenberg eine Rekordzahl an Hirschen gezählt werden. Der Hirsch ist weiterhin auf dem Vormarsch.
Katharina Rutz
Der strenge Winter konnte dem Hirsch nichts anhaben. (Bild: Keystone/Sina Schuldt)

Der strenge Winter konnte dem Hirsch nichts anhaben. (Bild: Keystone/Sina Schuldt)

Seit Jahren ist der Rothirsch im Kanton St. Gallen und vor allem auch im Werdenberg und Toggenburg erfolgreich unterwegs. Die intelligenten Tiere behaupten sich gegen den hohen Jagddruck genauso wie gegen sehr strenge Winter, wie den letzten.

Noch nie wurden in der Region so viele Hirsche gezählt, wie dieses Frühjahr. Jedes Frühjahr zählen die Wildhüter in den Regionen Werdenberg und Toggenburg zusammen mit Jägern die Hirsche. Alle Tiere werden dabei zwar nicht gesehen, da jedoch immer dieselben Routen absolviert werden, lassen sich die Zahlen dennoch vergleichen.

«Dieses Frühjahr hatten wir eine Rekordzählung», sagt der Werdenberger Wildhüter Silvan Eugster.

Die Zählung war noch höher als diejenige im Jahr 2013. Dies, obwohl der Rothirsch seit Jahren stark bejagt wird. Auch im vergangenen Jagdjahr war die Abschussvorgabe des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei für das Werdenberg und das Toggenburg hoch. Erreicht wurde sie nicht. «Der Wintereinbruch kam etwas zu spät, die Bedingungen waren nicht ideal», erklärt Silvan Eugster. Wechseln die Hirsche mit den ersten Schneefällen in die Winterlebensräume, müssen sie sich da zunächst neu orientieren, was die Chancen der Jäger erhöht.

Im Toggenburg ist der Hirsch ebenfalls erfolgreich unterwegs. Einerseits erobert er sich neue Lebensräume, indem seine Anzahl auch in den Randgebieten steigt. Andererseits hat er auch den für Wildtiere ungewöhnlich strengen Winter gut überstanden. Eingegangen sind einige Jungtiere. «Die Erfahrungen haben gezeigt: Der Hirsch kommt gut mit dem Winter zurecht, auch ohne Fütterung durch den Menschen», sagt der Toggenburger Wildhüter Urs Büchler.

Hirsche: Abschuss nicht erreicht

Im Werdenberg hätten 304 und im Toggenburg 116 Tiere erlegt werden sollen. Geschossen werden konnten 239 Hirsche im Werdenberg und 104 im Toggenburg. Der Abschuss wurde somit nicht erreicht. «Der Rothirsch ist extrem lernfähig und passt sich dem Jagddruck sofort an», sagt Urs Büchler, der Wildhüter aus dem Toggenburg. «Wir schiessen heute doppelt so viele Hirsche, wie noch vor zehn Jahren», betont er.
Obwohl die Abschussvorgaben nicht erreicht wurden, zeigt sich der Werdenberger Wildhüter Silvan Eugster zufrieden. «Wir haben das Wachstum des Bestandes zumindest gebremst. Ausserdem hat sich das Verhältnis von weiblichen und männlichen Tieren stark verbessert.»

Wildschweine: Winter schwächen die Bestände

Neben dem Hirsch wächst vor allem auch die Zahl der Wildschweine stetig an. «Obwohl es immer wieder Schwankungen im Wildschweinbestand gibt, wird die Anzahl an Wildsauen künftig ansteigen», so Eugster. Geschossen wurden im Werdenberg letztes Jahr mit 21 Tieren zwar acht weniger als im Vorjahr.

«Die Wildschweinschäden gingen aber auch eher zurück», sagt Silvan Eugster.

Die beiden vergangenen Winter haben die Sauenpopulation vermutlich geschwächt. «Die Wildschweine kommen mit hohen Schneelagen nicht gut zurecht», so Eugster. Im Toggenburg konnten ebenfalls sechs Wildschweine erlegt werden.

Jäger schonen die Gemsen weiterhin und halten sich mit dem Abschuss zurück. (Bild: PD)

Jäger schonen die Gemsen weiterhin und halten sich mit dem Abschuss zurück. (Bild: PD)

Gemse: Auf tiefem Niveau

Im Gegensatz zu Hirsch und Wildschwein sind die Bestände der Gemsen im Kanton eher auf tiefem Niveau. Silvan Eugster bezeichnet sie aber als stabil. Geschossen wurden im Werdenberg 70 und im Toggenburg 83 Tiere. «Im Toggenburg entspricht dies nur noch rund einem Drittel verglichen mit den letzten rund 15 Jahren», sagt Büchler. Der Abschuss widerspiegle den Bestand aber nicht, da die Gemsen zurzeit eher geschont würden. Die beiden Kolonien Alpstein und Churfirsten/Alvier hatten in den letzten Jahren mit Krankheiten zu kämpfen. Lungenentzündung und Gamsblindheit forderten ihre Opfer.

Rehe: Weniger Schäden im Wald

Rehe konnten im Werdenberg 236 und im Toggenburg 447 Stück geschossen werden. Die Bestände sind in den letzten Jahren eher zurückgegangen, die Luchspräsenz sei spürbar, sagen beide Wildhüter. Dies war allerdings gewünscht. «Die Wald-Wild-Situation hat sich mit dem tieferen Rehbestand verbessert», so Urs Büchler.

Beide Wildhüter bestätigen, dass bisher keine grösseren Waldschäden durch Wildtiere aus dem letzten Winter gemeldet wurden.

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