Regionalfussball
Vom Leaderthron gestürzt: Sevelens Serie wurden von Balzers II abrupt gestoppt

Nach drei Siegen in Folge steckte am Samstag der FC Sevelen gegen den FC Balzers II mit 2:4 die erste Niederlage ein.

Robert Kucera
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Kein Durchkommen an der Balzner Abwehr – da versucht es Dario Fuoco mit einem Schuss aus der zweiten Reihe.

Kein Durchkommen an der Balzner Abwehr – da versucht es Dario Fuoco mit einem Schuss aus der zweiten Reihe.

Robert Kucera

Der Leader der 4. Liga Gruppe 2 ist entthront: Im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Balzers unterlag der FC Sevelen mit 2:4. Es war zugleich die erste Saison- niederlage für die ausgezeichnet in die neue Spielzeit gestarteten Seveler. «Das tut weh. Vor allem, weil wir zu Hause verloren haben», kommentiert Armend Eljezi.

Er hat in der 89. Minute mit seinem Anschlusstreffer zum 2:3 dafür gesorgt, dass für einen kurzen Moment neue Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkeimte. Doch in der Nachspielzeit machte dann der FC Balzers alles klar.

Der Start zur Aufholjagd erfolgte zu spät

Die Zuschauer auf dem Sportplatz Schild haben am Samstagnachmittag zwei verschiedene Gesichter des FC Sevelen zu sehen bekommen. Eljezi fasst die zweiten 45 Minuten wie folgt zusammen:

Torschütze zum 2:3: Armend Eljezi.

Torschütze zum 2:3: Armend Eljezi.

Robert Kucera
«Erst in der zweiten Halbzeit haben wir 120 Prozent gegeben. Es hat dann jeder seinen Job gemacht. Da hat auch das Resultat gestimmt.»

Für ihn steht fest: Den wahren FC Sevelen habe man erst in der zweiten Hälfte gesehen, als aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht wurde. Dazu nötig war nur eine inspirierende Motivationsrede des Trainers zur Pause.

Die Tore fielen aber letztlich zu spät. Mittels Foulpenalty verkürzte Emsal Aliji in der 78. Minute auf 1:3. Zuvor scheiterte Elduan Isufi mit seinem Foulpenalty am glänzend reagierenden Balzers-Goalie Luca Dürst (64.).

Mit Beginn der Schlussviertelstunde war aber nicht mehr damit zu rechnen, dass der Partie neue Spannung eingehaucht wird. Zu souverän agierte der Gast aus Liechtenstein und war in allen Punkten besser. Besonders die defensive Organisation und Zweikampfstärke fiel auf. Doch das Nachlassen punkto Offensivbemühungen breitete sich nach und nach auch auf das Spiel in der eigenen Platzhälfte aus. Sevelen vermochte dies jedoch nicht zu bestrafen.

Schwache erste Halbzeit führte zur Niederlage

Matchentscheidend waren die ersten 45 Minuten. Das Team aus Sevelen fand nicht so recht ins Spiel. Armend Eljezi war auch Minuten nach dem Abpfiff etwas ratlos, was genau schiefgelaufen ist. Nur eines ist ihm aufgefallen: «Wir haben unsere Gegenspieler nicht gedeckt.» Mit einem einzigen Pass in die Tiefe war die Seveler Abwehr jeweils ausgespielt – dies geschah in den ersten fünf Minuten gleich zweimal. Die Lehren daraus zog das Heimteam nicht. Beim dritten Mal, in der elften Spielminute, fiel dann das 0:1. Nach selbem Muster fiel in der 42. Minute auch das 0:3.

Zu den Unzulänglichkeiten in der Abwehr und ideenlosen Angriffsbemühungen gesellte sich in der ersten Hälfte auch eine Prise Pech ins Spiel der Seveler: In der 31. Minute traf Elduan Isufi mit seinem Freistoss nur die Latte, aus dem darauf folgenden Eckball ergab sich keine weitere Chance für die Gastgeber, sondern ein Konter für die Gäste, welche das 0:2 erzielten. Doch der FC Sevelen tut gut daran, diese 45 Minuten zu vergessen. Eljezi wertet es als positives Zeichen, dass man nach dem 0:3 nicht den Kopf hängen liess und nochmals alles in die Waagschale warf.

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