Region Werdenberg
Viel Wasser – aber kaum Schäden: Das Werdenberg bleibt vor dem Hochwasser verschont

In Teilen der Schweiz erreichen Flüsse und Seen Höchstpegel – im Werdenberg ist fast alles im grünen Bereich. Ausrücken musste am Freitag einzig die Feuerwehr Grabs.

Corinne Hanselmann
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Der Werdenberger Binnenkanal bei Sennwald.
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Gebiet Wetti im Grenzgebiet Buchs/Grabs.
Der Pegel der Wetti stieg ebenfalls an.
Die Feuerwehr Grabs musste ins Gebiet Wetti ausrücken.

Der Werdenberger Binnenkanal bei Sennwald.

Bild: Corinne Hanselmann

«Gefahrenstufe 5: Sehr grosse Hochwassergefahr», so lautet die Meldung des Bundesamts für Umwelt am Freitag für den Vierwaldstätter-, den Bieler- und den Thunersee. Auch die Pegel von Zürichsee, Brienzersee, Aare und dem Rhein vor Basel sind gefährlich hoch. Keine oder nur geringe Gefahr stellt der Rhein oberhalb des Bodensees dar.
Nachdem die W&O-Region erst kürzlich schon vor den immensen Unwetter- und Hagelschäden verschont blieb, scheint sie nun auch um das Hochwasser herumzukommen, vor dem der Bund gewarnt hatte. Nach einer ziemlich verregneten ersten Schulferienwoche war am Freitag zeitweise sogar eher die Sonnenbrille als der Regenschirm gefragt.

Feuerwehr Grabs rückte erneut mit Pumpen aus

«Hier ist alles im grünen Bereich», sagt Marcel Senn, Kommandant der Feuerwehr Werdenberg Süd, am Freitag auf Anfrage des W&O. Man habe erneut, wie bereits vor einer Woche, Bäche beobachtet und vorsorglich das Hochwasserschutzmaterial in die Fahrzeuge verladen. Einsätze gab es in Buchs, Sevelen und im Wartau jedoch keine.

Die Feuerwehr Grabs musste im Gebiet Wetti erneut das Meteorwassersystem mit Pumpen entleeren.

Die Feuerwehr Grabs musste im Gebiet Wetti erneut das Meteorwassersystem mit Pumpen entleeren.

Bild: Heini Schwendener

Für die Feuerwehr Grabs hingegen wiederholte sich der Einsatz von vor einer Woche: Das Meteorwassersystem im Gebiet Wetti musste am Freitagmorgen geleert werden. «Wenn die Wetti ansteigt, wird eine Rückstauklappe im System mechanisch geschlossen und wir werden alarmiert», erklärt Kommandant Daniel Koller. Weil das Wasser dann nicht mehr abläuft, rückt die Feuerwehr Grabs wenn nötig mit Pumpen aus.

Am vergangenen Wochenende musste die Feuerwehr Sennwald nach Sax ausrücken.

Am vergangenen Wochenende musste die Feuerwehr Sennwald nach Sax ausrücken.

Bild: Facebook FW Sennwald

Obwohl Gewässer wie etwa der Werdenberger Binnenkanal durch die Regenfälle in der Nacht auf Freitag wieder etwas anschwollen, verbrachten auch die Feuerwehren Sennwald und Gams eine ruhige Nacht. Anders war dies am vergangenen Wochenende, als in Gams nach Starkregen und Hagel einige Keller und Industriebetriebe unter Wasser standen und die Sennwalder Feuerwehr in Sax Geröll und Holz aus verstopften Bachdurchläufen und Rechen räumen und ebenfalls Keller auspumpen musste.