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Region Werdenberg Sarganserland geht im Kampf dem Neophyten-Urwald koordiniert vor – und nimmt die SBB in die Pflicht

Die Region Werdenberg-Sarganserland sagt dem Neophyten-Urwald den Kampf an. Die SBB sowie das Bundesamt für Strassen werden bezüglich der Neophyten in die Pflicht genommen.
Der Sarganser Gemeindepräsident Jörg Tanner (rechts) und der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner inmitten von Neophyten. Um das Problem nachhaltig bewältigen zu können, soll die Bekämpfung künftig zentral koordiniert werden. (Bild: Ralph Dietsche)

Der Sarganser Gemeindepräsident Jörg Tanner (rechts) und der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner inmitten von Neophyten. Um das Problem nachhaltig bewältigen zu können, soll die Bekämpfung künftig zentral koordiniert werden. (Bild: Ralph Dietsche)

(wo/pd) Landwirte sind verpflichtet, invasive Neophyten auf den von ihnen bewirtschafteten Parzellen zu bekämpfen. Wer diese Aufgabe vernachlässigt oder bewusst unterlässt, muss aufgrund der gesetzlichen Grundlagen mit Kürzungen der Direktzahlungen rechnen.

Neophyten-Urwälder den Bahngleisen entlang

Während die Bauern auf ihren Grundstücken für die Eindämmung der Neophyten besorgt sind, wachsen wenige Meter neben ihren Feldern, den Bahngleisen entlang, richtige Neophyten-Urwälder, heisst es in einer Mitteilung der Region Werdenberg-Sarganserland.

Die aus anderen Kontinenten eingeschleppten Pflanzen breiten sich auf Kosten der angestammten Vegetation insbesondere in wenig genutzten Lebensräumen aus. Betroffen sind Bachufer, Feuchtgebiete, Trockenwiesen oder eben Grünstreifen entlang von Autobahnen und Bahnlinien.

«Kantonsweit werden jährlich über 20'000 Stunden in die Erfassung und Bekämpfung von invasiven Problempflanzen investiert»

weiss der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner. Umso grösser ist sein Unverständnis, dass die Bekämpfung auf Grundstücken der SBB und des Bundesamtes für Strassen durch die zuständigen Stellen sehr spärlich erfolgt oder teilweise ganz unterlassen wird.

Gemeinsame Koordination

Da die Neophyten-Problematik eine gemeindeübergreifende Herausforderung ist, soll die wirksame Bekämpfung künftig durch den Gemeindeverbund der Region Werdenberg-Sarganserland koordiniert werden.

«Es macht keinen Sinn, wenn auf der einen Strassenseite Neophyten aufwendig bekämpft werden und auf der anderen Seite gedeihen sie», sagt Jörg Tanner, Gemeindepräsident von Sargans. Nur gemeinsam könne man diesem Problem Herr werden.

«Je länger mit der Bekämpfung zugewartet wird, desto aufwendiger und teurer wird die Eindämmung.»

In den Regionen Werdenberg und Sarganserland wurde ein grosser Teil der Neophyten bis anhin durch Asylbewerbende, den Verein Primajob und Freiwillige bekämpft. Der Zutritt zur Autobahn und in die Nähe der Bahngeleise sei ihnen allerdings verständlicherweise untersagt, heisst es ind er Mitteilung.

Das Problem wird angepackt

«Mit der regionalen Koordination wollen wir das invasive Neophyten-Problem anpacken und zusammen mit den SBB und dem Bundesamt für Strassen das Gespräch und Lösungen suchen. Denn der jetzige Zustand ist nicht tragbar. Weder für die Anstösser, noch für die Landwirte und zuletzt für die Biodiversität», sagt Tanner.

Er und sein Amtskollege sind zuversichtlich, dass pragmatische Lösungen gefunden werden. Schliesslich dürften alle dasselbe Interesse haben.

Neophyten-Urwald verhindern

Sollte dem so nicht sein, müsste sich die Politik einschalten.

«Bei künftigen Konzessionsvergaben an ÖV-Anbieter könnte man allenfalls in der Beurteilung der Bieter auch deren Umgang mit den Problempflanzen berücksichtigen»

denkt Beat Tinner laut.

Die heutigen Neophyten-Inseln müssten auf jeden Fall raschmöglichst bekämpft werden. Diese dürften sich nicht noch mehr ausbreiten und zu einem flächendeckenden Neophyten-Urwald werden, wird weiter ausgeführt. Wie das Beispiel mit den Landwirten zeige, könne die Verbreitung eingedämmt werden, sofern sich jeder seiner Pflicht bewusst sei und dieser nachkomme.

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