Region

Waldrodungen für schnellere Zugsverbindungen im Werdenberg

Für die Realisierung der Doppelspur zwischen Wartau/Sevelen und Buchs Nord muss eine Waldfläche von 481 Quadratmetern definitiv gerodet werden. Das entspricht der Grösse von zwei Tennisplätzen. Allerdings ist eine Ersatzaufforstung im Projekt enthalten.

Armando Bianco
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Einspuriger Geleiseabschnitt der SBB zwischen Buchs und Räfis.

Einspuriger Geleiseabschnitt der SBB zwischen Buchs und Räfis.

Ralph Ribi

Von nächsten Montag, 11. Januar, bis am 9. Februar können auf den Bauverwaltungen der Gemeinden Wartau, Sevelen, Grabs und der Stadt Buchs Planunterlagen in Zusammenhang mit dem Ausbau der Doppelspur in der Region Werdenberg eingesehen werden. Dabei geht es um eine definitive Rodung mit Ersatzaufforstung von 481 Quadratmetern Wald und eine temporäre Rodung mit Wiederaufforstung von 320 Quadratmetern Wald. Weiter wird für die durch das Projekt umgelegten bzw. renaturierten Gewässer der Gewässerraum festgelegt. Das Bauvorhaben unterliegt der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäss dem Umweltschutzgesetz. Während der Auflagefrist werden die Terrainveränderungen und Rodungen ausgesteckt und die Hochbauten profiliert. Dies ist einer Ausschreibung des Bundesamtes für Verkehr zu entnehmen.

Das Projekt liegt in den Gemeinden öffentlich auf

Ist aufgrund der aktuellen Coronamassnahen die Einsichtnahme in die Unterlagen vor Ort nur eingeschränkt oder gar nicht möglich, kann man sich beim Bundesamt für Verkehr (BAV) in Bern melden und um Einsicht in die Unterlagen anfragen. Einsprache erheben kann, wer nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz und dem Enteignungsgesetz Partei ist. Einsprachen müssen schriftlich beim BAV eingereicht werden. Wer keine Einsprache erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.

In Sevelen wird Perron für längere Züge ausgebaut

Die Inbetriebnahme der Doppelspur und Einführung des Halbstundentaktes auf der IR 13-Linie zwischen St. Gallen und Sargans plant die SBB mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024. Es wird auf dem Abschnitt in den Regionen Werdenberg und Rheintal mit Kosten in der Höhe von rund 238 Millionen Franken gerechnet, wie es bei der SBB-Medienstelle heisst. Die Finanzierung erfolgt über den Ausbauschritt 2025 des Bundes.

Einige bauliche Veränderungen sind an Bahnhöfen der Region geplant. Am Bahnhof Sevelen wird der Perron um 20 Meter verlängert, damit längere Züge mit mehr Sitzplätzen halten können, die Abstellgleise werden rückgebaut. Beim Bahnhof Buchs wird das bestehende Abstellgleis um 300 Meter verlängert und die Fahrbahn erneuert. Die bereits ausser Betrieb genommenen Haltepunkte Weite–Wartau und Räfis–Burgerau werden rückgebaut. Der Bahnhof Rüthi wird zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut, damit die S-Bahnen hier in der Zukunft kreuzen können.