Region
Sieben Viehschauen der Region Werdenberg und Obertoggenburg finden im Herbst voraussichtlich statt

Vergangenes Jahr machte Corona den Veranstaltern der Viehschauen im Kanton St. Gallen einen Strich durch die Rechnung. Von 61 Gemeindeviehschauen konnten im Ringkanton nur sechs durchgeführt werden. Dieses Jahr schaut es besser aus. Vieles ist bei der Durchführung noch unklar. Andreas Wittenwiler, Präsident des St. Galler Braunviehzuchtverbandes, gibt Auskunft.

Felicitas Markoff
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Die Viehschau auf dem Marktplatz in Buchs: Auch dieses Jahr sind wieder verschiedene Viehschauen in der Region geplant.

Die Viehschau auf dem Marktplatz in Buchs: Auch dieses Jahr sind wieder verschiedene Viehschauen in der Region geplant.

Archivbild: 13.10.2019

Die Viehschau ist ein Tag der Traditionen: Geschmückte Kühe, stolze Landwirte und ein neugieriges Volk machen diesen Tag zu etwas ganz Besonderem. Zu den Höhepunkten der Viehschau zählen die Auffuhr und die Heimkehr der Tiere sowie die Misswahl. Die Viehschau gilt als wichtiger Begegnungsort für Rindviehhalter und Schaulustige. Die Wertschätzung und das Verständnis der Landwirtschaft sollen vertieft werden.

Vergangenes Jahr machte Corona den Veranstaltern der Viehschauen im Kanton St. Gallen einen Strich durch die Rechnung. Von 61 Gemeindeviehschauen konnten im Ringkanton nur sechs durchgeführt werden. Dieses Jahr schaut es besser aus. Doch ganz ohne Corona-Einschränkungen geht es nicht.

Insgesamt 56 Schauen sind geplant

Andreas Wittenwiler, Präsident des Braunviehzuchtverbandes, sagt: «Wenn es keine Verschärfungen der Coronaregeln gibt, können die Viehschauen problemlos durchgeführt werden.» Da die Anlässe aber erst im Herbst stattfinden, ist noch vieles vage. Wittenwiler sagt:

«Es ist noch offen, ob es für die Festwirtschaft einen Impfpass braucht oder nicht.»

Fest steht, dass die Besucher der Viehschau in den Festzelten eine Maske tragen müssen, wenn sie nicht sitzen. Und für ein Festzelt ist eine Personenbeschränkung von maximal 1000 Personen festgelegt.
Um herauszufinden, welche Schauen in diesem Jahr durchgeführt werden, hat der Braunviehzuchtverband eine Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis: In 56 Gemeinden im Kanton St. Gallen sind Viehschauen geplant. Wittenwiler sagt: «Das sind alle, die beim letzten Mal vor Corona mitgemacht haben.»

Den Zuschauern erklären, wie die Viehschau funktioniert

Mit den Viehschauen soll die Öffentlichkeitsarbeit und vor allem die Förderung des Zuchtnachwuchses gestärkt werden. Auch die Pflege von Brauchtum und Traditionen steht im Vordergrund – und die Viehzucht selbst. Für die Schauverantwortlichen gab es Ende Juni einen Informationsabend. Die Kenntnisse zum Tierschutzgesetz wurden dabei aufgefrischt.

Die Verantwortlichen haben sich damit befasst, wie man den Schauplatz interessanter gestalten kann. Eine Idee ist, eine Führung zu machen und den Besuchern zu erklären, wie die Viehschau funktioniert. Wittenwiler sagt:

«Wir haben festgestellt, dass sich die Leute darauf freuen, dass wir die Schauen wieder durchführen können. Sie sind wichtige Anlässe für die breite Bevölkerung.»

Auch die Wiler Viehschau ist 2020 ausgefallen. Doch dieses Jahr haben die Äbtestädter einen guten Grund, um zu feiern: Am 25. September wird an der Wiler Viehschau das 125-jährige Bestehen zelebriert. Die Feier soll auf dem Gelände des ehemaligen Schützenhaus in Zuzwil stattfinden.

Auch Alt St. Johann und Gams feiern Jubiläum

Doch die Wiler sind nicht die Einzigen, die dieses Jahr ihr Jubiläum feiern können: Auch Gams und Alt St. Johann feiern. Die Jubiläumsschau der Gamser findet am Freitag, 8.Oktober, statt. In Alt St. Johann zelebriert man am 9. Oktober das 125-jährige Bestehen.

Gemeindeschauen aus der Region
Alt St. Johann (Jubiläumsschau), am Samstag, 9. Oktober; Buchs, am Sonntag, 10. Oktober; Gams (Jubiläumsschau), am Freitag, 8. Oktober; Grabs, am Freitag, 22. Oktober; Sennwald, am Samstag, 2. Oktober; Wartau, am Donnerstag, 7. Oktober; Wildhaus, am Freitag, 1. Oktober.