RC Oberriet-Grabs verliert auch den zweiten Saisonkampf

Der Fehlstart in die Challenge-League-Saison ist perfekt: Der RC Oberriet-Grabs verliert auswärts beim schärfsten Rivalen um den zweiten Playoff-Platz, dem RRTV Weinfelden, mit 17:22.

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Andreas Vetsch verliert den entscheidenden letzten Kampf des Abends. (Bild: PD)

Andreas Vetsch verliert den entscheidenden letzten Kampf des Abends. (Bild: PD)

Bereits nach der Abwaage war klar, dass es gegen die bestmöglich aufgestellten Thurgauer keine leichte Aufgabe sein wird. Um den direkten Konkurrenten bezüglich der Playoff-Qualifikation zu besiegen galt es vor allem 0:4-Niederlagen zu verhindern. Diese ebneten Weinfelden schon gegen deren Erstrunden-Gegner Thalheim den Weg zum Sieg.

Schon im ersten Kampf trat dann aber die erste Niederlage in Form eines Schultersieges ein. Der klar leichtere Janis Steiger musste sich gegen Silvan Mühletaler nach einem 0:8-Rückstand auf die Schultern geschlagen geben. Bis 130 kg Greco standen sich Schwägalp-Schwinget Sieger Samuel Giger und Christian Hutter gegenüber. Hutter gelang es gegen den klar schwereren Spitzensschwinger bis kurz vor Schluss in Führung zu sein, doch aufgrund zwei technischen Wertungen in der letzten Minute ging auch dieser Kampf verloren. Auch im nächsten Kampf wollte sich das Blatt nicht auf die Seite der Gäste drehen. Maurus Zogg verlor seinen Kampf bis 61 kg gegen Altmeister Thomas Wild durch Punktesieg. Bis 97 kg im freien Stil schaffte Routinier Andrii Vishar dann aber die ersehnte Wende, wobei er seinen Gegner klar mit 16:0 Punkten besiegte. Nach diesen wichtigen vier Mannschaftspunkten mussten die Oberriet-Grabser mit Lorenz Schönbächlers 0:16-Niederlage gegen Urs Wild bereits den nächsten Rückschlag einstecken. Die zweite 0:4-Niederlage an diesem Abend führte zum 6:13-Pausenrückstand aus Sicht des RC Oberriet-Grabs.

Aufholjagd nach der Pause blieb unbelohnt

Wollten die Gäste noch siegen, musste Bruno Flück nach der Pause bis 86 kg Greco eine Reaktion zeigen. In einem packenden Kampf erarbeitete sich Flück gegen Milos Csuvara einen knappen Punktesieg. Angespornt durch seinen überraschenden Sieg gegen Abd Al Sada Morteda am vergangenen Wochenende zeigte Nicolas Steiger erneut einen starken Kampf, wobei er bis 70 kg griechisch-römisch mit einem deutlichen 19:3-Sieg über Weinfeldens Roger Juncker alle zum Staunen brachte. Steiger machte da weiter, wo sein Bruder aufgehört hatte und besiegte auch seinen Gegner durch technische Überlegenheit. Dank drei Siegen in Folge hatte der RCOG mit 16:15 erstmals die Nase vorn.

Im zweitletzten Kampf traf nun Gagik Ghazaryan auf Weinfeldens Aaron Meier. Trotz einer Führung zu Beginn traf das Worst-Case-Szenario ein. Meier konnte den Neuzugang der Grabser auf die Schultern legen und brachte die Thurgauer vor dem letzten Kampf zwischen den beiden Kaderringern Yves Müllhaupt und Andreas Vetsch mit drei Punkten Vorsprung in Führung. Somit war der Teamcaptain gezwungen ein Risiko einzugehen, wollte man die Niederlage noch verhindern. Nachdem Vetsch am Anfang noch in Führung ging musste er dann nach zwei zu riskanten Angriffen den Sieg aus der Hand geben und die Niederlage im zweiten Kampf der Saison war besiegelt.

Die 17:22-Niederlage gegen Weinfelden bringt Oberriet-Grabs nach zwei Runden unter Zugzwang, wollen sie nach der regulären Saison unter den ersten zwei Positionen sein und somit die Playoffs bestreiten. Gegen Thalheim, wie der RCOG noch ohne Punkte, muss deshalb eine erste Reaktion her.