Radio L braucht rasch einen Notkredit

Die liechtensteinische Regierung hat am Dienstag, 16.Oktober, entschieden, dem Landtag einen Notkredit von 298000 Franken für Radio L zu beantragen. Ohne diese Massnahme wäre die Liquidität des Liechtensteinischen Rundfunks (LRF) nicht mehr sichergestellt.

Thomas Schwizer
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Ohne Nachtragskredit droht Radio L bereits Ende November die Zahlungsunfähigkeit. (Bild: Archiv St.Galler Tagblatt)

Ohne Nachtragskredit droht Radio L bereits Ende November die Zahlungsunfähigkeit. (Bild: Archiv St.Galler Tagblatt)

Der Verwaltungsrat des LRF hatte hat einen entsprechenden Antrag bei der Regierung eingereicht. Nur mit dem beantragten Nachtragskredit konne der Rundfunk seinen finanziellen Verpflichtungen mit liquiden Mitteln nachkommen.

Den Kapitalverlust abwenden

Der LRF erwarte ein negatives Jahresergebnis von rund 158000 Franken, heisst es in einer Mitteilung der Regierung. Dies würde per Ende dieses Jahres "einen hälftigen Kapitalverlust" bedeuten, der Sanierungsmassnahmen von Seiten des Verwaltungsrates erfordern würde.

Da der Nachtragskredit als Einnahme zu verbuchen ist, führt dies per Ende Jahr zu einem verbesserten Jahresergebnis und somit zur Abwendung des drohenden Kapitalverlusts.

Weniger Werbeerträge und mehr Kosten

Der Nachtragskredit ist gemäss der Regierung notwendig, da der LRF die für 2018 budgetierten Werbeerträge nicht erzielen kann und gleichzeitig mit Kostenerhöhungen konfrontiert ist. Nach aktueller Planung bestehe per Ende des Jahres ein Liquiditätsbedarf von 267000 Franken.

Werde der Nachtragskredit nicht gewährt, drohe bereits per Ende November 2018 eine Zahlungsunfähigkeit. Gesamthaft beläuft sich dieser Nachtragskredit inklusive Suisa-Abgaben und Mittel für die Begleichung der Mehrwertsteuerschuld somit auf 298000 Franken.