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Psychiatrie-Zentrum zügelt Mitte 2021 von Trübbach nach Sargans

Die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr spricht aus Sicht des Psychiatrie-Zentrums Werdenberg-Sarganserland, neben anderen Pluspunkten, für Sargans als neuen Standort. Deshalb verlässt es 2021 Trübbach, auch wenn dort wenig Verständnis dafür herrscht.
Thomas Schwizer
Ab Mitte 2021 wird das Psychiatrie-Zentrum nicht mehr im Kauf-Areal in Trübbach (Bild)stationiert sein, sondern in einem Neubau nahe beim Bahnhof in Sargans. (Bild: Robert Kucera)

Ab Mitte 2021 wird das Psychiatrie-Zentrum nicht mehr im Kauf-Areal in Trübbach (Bild)stationiert sein, sondern in einem Neubau nahe beim Bahnhof in Sargans. (Bild: Robert Kucera)

Wichtig für den Standortentscheid war gemäss Christoph Eicher, CEO der St. Gallischen Psychiatrie-Dienste Süd, die räumliche Infrastruktur im geplanten Neubau in Sargans. Sie sei speziell auf die Bedürfnisse des Psychiatrie-Zentrums Werdenberg-Sarganserland (PZW) ausgerichtet. Auch die am neuen Standort bessere Vernetzung mit räumlich sehr nahen Partnerinstitutionen sei für die PZW ein Pluspunkt.

Besser mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen

Als weiteren wichtigen Faktor für Sargans nennt Eicher die deutlich bessere Erreichbarkeit im Vergleich zum heutigen Standort in Trübbach. Der Standort Tiefrietstrasse und dessen Nähe zum Bahn- und Bus-Knotenbahnhof Sargans sei positiv – für die Patienten, aber insbesondere auch für die Mitarbeitenden.

Denn viele der rund 60 am PZW wirkenden Fachleute (Voll- und Teilzeitmitarbeitende) seien an mehreren Institutionen der St. Gallischen Psychiatrieverbunde Nord und Süd tätig. Für die Anreise würden sie mehrheitlich den öffentlichen Verkehr be nutzen. Diesbezüglich habe der Standort in Trübbach Nachteile gegenüber Sargans.

«Quantitativ und qualitativ hat Sargans Vorteile»

Zwar sei die Vermieterin auf dem Kauf-Areal dem PZW bei den Mietkosten entgegengekommen und hätte mehr Raum zur Verfügung gestellt. Die nicht optimale Raumverteilung und Raumaufteilung in Trübbach wäre aber geblieben, so Eicher.

Auch bei der künftigen Entwicklungsmöglichkeit, operativ und organisatorisch schneide der Standort in Sargans besser ab. Quantitativ wie qualitativ habe die sorgfältige Abwägung deshalb für eine Verlegung gesprochen, sagt der CEO.

Spätere Ausbaumöglichkeit vorhanden

Mit Blick auf die Patientenzahlen des Psychiatrie-Zentrums sei ein Ausbau der räumlichen Kapazitäten wichtig, denn in den letzten fünf Jahren sind diese um 35 Prozent gestiegen. Deshalb waren die Erweiterungsmöglichkeiten in der Zukunft für den Verwaltungsrat der Psychiatrieverbunde ein weiterer Aspekt für den Standortentscheid pro Sargans. Im Neubau bestehe diese Möglichkeit, stellt Christoph Eicher fest, hier könne man «die Voraussetzungen für morgen schaffen».

Keine Freude bei der Gemeinde Wartau

Keine Freude am Entscheid des Verwaltungsrates der Psychiatrieverbunde hat der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner. Er bedauert, «dass die gut ausgebauten Räumlichkeiten sowie eine Erweiterung im obersten Stockwerk am bestehenden Standort nicht weiter verfolgt worden sind, obwohl sich die Gemeinde Wartau dafür eingesetzt hat.» Tinner verweist darauf, dass die Kauf AG, Ebnat-Kappel, als Vermieterin den Preis pro Quadratmeter den heutigen Marktverhältnissen angepasst hätte.

Er stört sich auch aus einem weiteren Grund am Entscheid für einen Standortwechsel von Trübbach nach Sargans: «Der Kanton St. Gallen fördert die Innenentwicklung, und zugleich wird auf der grünen Wiese in Sargans gebaut. Wenn das keine Widersprüche sind.»

Psychiatrie-Zentrum deckt mehrere Bereiche ab

Das Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-Sarganserland umfasst die Bereiche Ambulatorium und Tagesklinik, Notfalldienst und Erstuntersuchung, aufsuchender psychiatrischer Dienst, alterspsychiatrischer Dienst und Memory-Klinik, psychologischer Dienst und koordinierte Intervention. Im Jahr 2017 sind in Trübbach 2450 Patientinnen und Patienten im ambulanten und tagesklinischen Setting behandelt worden.

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