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Projekt für mehr Weidefläche auf der Grabser Alp Brandrain

Die Pflege von Waldweiden ist aufwendig, weiss Landwirt Florian Tischhauser. Dank eines speziellen Beitrags wurde der Entscheid, die Arbeit im Gamperfin anzupacken, erleichtert.
Adi Lippuner
Bauer Florian Tischhauser (links) und Mathias Eggenberger, Präsident Landschaftsqualität Werdenberg. (Bild: Adi Lippuner)

Bauer Florian Tischhauser (links) und Mathias Eggenberger, Präsident Landschaftsqualität Werdenberg. (Bild: Adi Lippuner)

Die Agrarpolitik sowie die verschiedenen Beiträge, welche für genau definierte Leistungen ausgerichtet werden, sind für Aussen stehende nicht ganz einfach zu verstehen. Ein Bereich betrifft die Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB), welche für einmalige oder wiederkehrende Massnahmen ausgerichtet werden. Darin enthalten sind die Pflege oder das Pflanzen von einheimischen Feldbäumen, Hochstamm-Obstbäumen, Hecken, Blumenstreifen oder die Pflege von Waldrändern und das Verhindern von Waldeinwuchs, um nur einige zu nennen.

1,2 Millionen Franken fürs ganze Werdenberg

Wer als Landwirt ein Projekt, sei dies einmalig oder wiederkehrend, im Rahmen der LQB umsetzten will, hat ein Bewilligungsverfahren zu durchlaufen. Florian Tischhauser hat sich entschieden, die Waldweide im Brandrain zu roden um so längerfristig wieder etwas mehr Weidefläche zu erhalten. «Eine aufwendige Arbeit, die im schlecht zugänglichen Gebiet nicht ganz einfach zu realisieren war.» Deshalb sei der Beitrag, welche aus dem jährlich für die Region zur Verfügung stehenden Topf ausgerichtet wurde, willkommen gewesen. Mathias Eggenberger vom Grabser Erlenhof und Präsident der LQB-Werdenberg präzisiert, dass für die ganze Region jährlich 1,2 Millionen Franken zur Verfügung stehen. «Damit müssen wir auskommen. Wir können die wiederkehrenden Beiträge für die seit 2015 angemeldeten Massnahmen aber auch einmalige Projekte, welche der Landschaftsqualität dienen, unterstützen.»

Waldweiden müssen unterhalten werden. (Bild: PD)

Waldweiden müssen unterhalten werden. (Bild: PD)

Eine fürs Alpgebiet wichtige Massnahme sei die Pflege der Waldweiden. «Ganz früher, vor mehreren hundert Jahren, war ein Teil der Alp Brandrain sicher geschlossener Wald. Dann begannen die Bauern, weil sie Weideflächen für ihre Tiere benötigten, den Wald als Weide zu nutzen und auch teilweise zu roden,» blickt Mathias Eggenberger zurück. So seien die Waldweiden entstanden, welche sich als äusserst strukturreich präsentieren. «Doch nicht nur der Erhalt der Waldweiden ist wichtig, viel Zeit wird auch in die Pflege der Alpweiden investiert,» berichtet Florian Tischhauser von seinen Erfahrungen. «Steine zusammenlesen, der Verbuschung entgegen wirken und den Dünger, welche die Tiere auf den Liegeplätzen hinterlassen, zusammen nehmen und auf die ganze Weide verteilen, gehört zu den Arbeiten, welche Älpler regelmässig ausführen.»

Langfristiges Denken ist nötig

Florian Tischhauser weiss, dass die inzwischen teilgerodete Weidefläche kurzfristig wenig zusätzlichen Nutzen bringt. «Doch wir Bauern denken langfristig, auch wenn die Agrarpolitik ständig wechselt,» so sein Seitenhieb an Bern. Auch der administrative Aufwand sei nicht zu unterschätzen, ist beim Gespräch mit den beiden Landwirten Florian Tischhauser und Mathias Eggenberger zu erfahren. «Bis ein Projekt bewilligt ist, braucht es einiges und da sind wir dankbar für die fachliche Unterstützung von der Sutag AG,» so Mathias Eggenberger. Und Florian Tischhauser ergänzt: «Bei meinem Vorhaben hat Revierförster Andreas Eggenberger wichtige Aufgaben übernommen und dank seines Einsatzes dazu beigetragen, dass der Altholzbestand auf der Waldweide verjüngt und instabile Einzelbäume entfernt werden konnten.»

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