Profil des Binnenkanals wird in Sennwald und Oberriet wiederhergestellt

Dem Rheintaler Binnenkanal entlang werden 7000 Kubik angeschwemmte Letten abgetragen. Das Material wird für Bodenverbesserungsprojekte verwendet. Die Arbeiten am Kanal müssen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

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Vergangene Woche wurden am Rheintaler Binnenkanal in Sennwald Letten abgetragen, kommende Woche beginnen die Arbeiten in Oberriet. Ziel der Unterhaltsarbeiten ist die Erhöhung der Hochwassersicherheit.

Vergangene Woche wurden am Rheintaler Binnenkanal in Sennwald Letten abgetragen, kommende Woche beginnen die Arbeiten in Oberriet. Ziel der Unterhaltsarbeiten ist die Erhöhung der Hochwassersicherheit.

Bild: PD

(pd) Baggerschaufel um Baggerschaufel angeschwemmte Letten werden dem Rheintaler Binnenkanal entlang abgetragen. In der vergangenen Woche fanden umfassende Unterhaltsarbeiten in Sennwald statt. Das Profil des künstlich angelegten Kanals wird auf einer Strecke von 2,1 Kilometern aufgeweitet und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt, wie es in einer Medienmitteilung des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanalunternehmen heisst.

Sascha Weder, Geschäftsführer des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanalunternehmen, erklärt:

«Mancherorts müssen Auflandungen von über einem Meter abgetragen werden.»

Allein in Sennwald fallen so über 3000 Kubik Letten an, die beim Moorhof in Rüthi für Bodenverbesserungen eingesetzt werden.

Um die Unterhaltsarbeiten zügig ausführen zu können, wurde eine 400 Meter lange Unterhaltspiste erstellt. Diese bleibt auch nach Beendigung der Arbeiten für künftige Unterhaltsarbeiten bestehen. Sobald die Auflandungen abgetragen sind, werden die Böschungen mit einer Magerwiese-Samenmischung angesät.

Arbeiten müssen bis Ende Oktober fertig sein

Nächste Woche starten die Unterhaltsarbeiten in Oberriet. Vom Kraftwerk Blatten aus flussabwärts werden auf einer Strecke von 2,25 Kilometern Letten abgetragen.

Sascha Weder rechnet damit, dass rund 4000 Kubik Material anfallen werden. Dieses wird in die Aufbereitungsanlage von Bruno Mattle in Oberriet geführt.

Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Unterhaltsarbeiten innert zwei Wochen abgeschlossen sein. Spätestens am 31. Oktober muss der Auftrag erledigt sein, denn dann beginnt die Fischschonzeit. Das heisst, am Gewässer darf nicht mehr gebaut werden. Die bestehenden Bäume und grossen Büsche werden stehen gelassen. Sobald der Abtrag des angeschwemmten Materials abgeschlossen ist, wird auch die Allee entlang des Kanals ergänzt. Die Bäume sollen künftig für Schatten und begehrten Lebensraum sorgen sowie auch das bekannte Landschaftsbild prägen.

Unterhalt ist permanent notwendig

Der Zweckverband Rheintaler Binnenkanalunternehmen führt die umfassenden Unterhalts- und Sanierungsarbeiten in Etappen durch. Einerseits weil die Arbeiten am offenen Gewässer von Gesetzes wegen nicht permanent möglich sind, andererseits um die Arbeitsbelastung und den damit verbundenen finanziellen Aufwand auf die Jahre verteilen zu können.

Insgesamt weist der Rheintaler Binnenkanal von Sennwald bis nach St.Margrethen eine Länge von etwa 27 Kilometern auf. Dies ergibt 54 Kilometer Böschungen, die fortlaufend unterhalten werden müssen. Der Unterhalt trägt zum Hochwasserschutz bei, reicht aber für grössere Hochwasserereignisse bei weitem nicht aus. Dementsprechend müssen zusätzliche Hochwasserschutzmassnahmen getroffen werden, welche in einem eigenen Projekt und Konzept parallel dazu erarbeitet werden, heisst es in der Mitteilung weiter.