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Der Böschnihof in Sevelen liefert Gemüseboxen direkt an die Haustüre

Die fruchtbare Rheinebene bildet für die Produktion von Gemüse und Salaten die Grundlage. Jungbauer Hanspeter Seifert hat einen Weg gefunden, damit die Kundschaft die Produkte frisch ins Haus erhält.
Adi Lippuner
Seit vergangenem Frühling bietet die Familie Seifert vom Böschnihof in Sevelen die Saisonbox an.

Seit vergangenem Frühling bietet die Familie Seifert vom Böschnihof in Sevelen die Saisonbox an.

In Sevelen bewirtschaftet die Familie Seifert, das sind die Eltern Daniel und Dorli sowie Sohn Hanspeter, zusammen mit Lernenden, Festangestellten und Saisonkräften den Böschnihof. «Schon in der Oberstufe hat Hanspeter ganz klar gesagt, dass er Bauer werden will», erinnert sich Mutter Dorli. Diesen Berufsweg hat Hanspeter Seifert auch konsequent umgesetzt. Zuerst die landwirtschaftliche Ausbildung auf zwei verschiedenen Betrieben, wie dies bei dieser Ausbildung üblich ist. Später folgte die Berufsmittelschule, und damit war der Weg an die Hochschule für Agrar-, Forst und Lebensmittelwissenschaften offen. Er entschied sich für den Pflanzenbau und schloss das Studium mit dem Bachelor ab.

«Ich bin schon als Schüler gerne mit dem Traktor gefahren und sah mit der Ausbildung eine Möglichkeit, dies auch in Zukunft zu tun.»

Seinen Entscheid, Landwirt zu lernen, habe er nie bereut. «Kein Tag ist wie der andere, zudem besteht immer wieder die Möglichkeit, Neues zu probieren. Vor allem Versuche mit neuen Gemüsesorten, aber auch die Freiheit, Entscheidungen selbst zu fällen, gefallen mir. So war es auch bei der Lancierung der Saisonbox – ich habe dies genau geprüft, mit den Eltern besprochen und dann die Umsetzung in Angriff genommen», so Hanspeter Seifert.

Die Boxen werden am Vorabend des Liefertages gepackt ... (Bilder: Mareycke Frehner)
... und dann zur Post gebracht.
Seit vergangenem Frühling bietet die Familie Seifert vom Böschnihof in Sevelen die Saisonbox an.
3 Bilder

Professionelle Direktvermarktung

Eine Familientradition

«Direktvermarktung hat bei uns schon immer eine grosse Rolle gespielt», wird am Familientisch erzählt. Dies sei schon am alten Standort im Dorf so gewesen und habe sich mit der Aussiedlung Mitte der Neunzigerjahre noch verstärkt. Hanspeter Seifert erinnert sich, dass schon seine Grossmutter im Dorf Gemüse aus dem Garten verkaufte. «Inzwischen wurde das Ganze professionalisiert, und wir liefern mit der Saisonbox Gemüse und Salate über den Postversand auch nach Hause», so die Aussage. Über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt wurde der Böschnihof nach der Jahrtausendwende mit dem Anbau von weissen Spargeln und Erdbeeren. «Vorher erfolgte der Verkauf noch in der Scheune, 2003 kam dann der Hofladen dazu, der inzwischen ausgebaut und umgestaltet wurde», so Daniel Seifert.

Ökologie im Mittelpunkt

Die Boxen enthalten saisonales Gemüse.

Die Boxen enthalten saisonales Gemüse.

Diesen Frühling setzte die Familie Seifert mit der Einführung der Saisonbox ein neues Projekt um. «Ich habe bereits vor einiger Zeit gelesen, dass eine Zusammenarbeit mit der Post Sinn macht, und nachdem wir auf dem Betrieb so weit waren, um unseren Kunden Gemüse oder Früchte im Abonnement nach Hause liefern zu können, suchte ich den Kontakt mit den Verantwortlichen», blickt Sohn Hanspeter auf den Start mit dem Versand zurück.

Der Start mit der Saisonbox sei völlig unkompliziert gelaufen, «wir sind überzeugt, dass dieser Weg für uns der richtige ist. Unser Einzugsgebiet liegt in einem langgezogenen Tal, es gibt aber auch Besiedlung im Berggebiet. Deshalb war es keine Option, die Lieferungen selbst vorzunehmen. Damit wäre eine Arbeitskraft einen ganzen Tag beschäftigt gewesen, bei unserem kleinen Team keine Option», so Hanspeter Seifert.

Das Ganze läuft nun seit rund vier Monaten. Jede Woche werden auf dem Böschnihof rund 60 Saison­boxen in drei verschiedenen Grössen bereitgestellt. «Wir packen die Boxen am Vorabend des Liefertages, die frisch geschnittenen Salate kommen gekühlt dazu und anschliessend erfolgt die Verteilung zu den verschiedenen Poststellen in der Region. Diese müssen vor sieben Uhr in der Früh dort sein, dann stellt der Postbote die isolierten Boxen noch am gleichen Tag zu», so der Jungbauer.

Der Erfolg darf sich, aus Sicht der Familie Seifert, sehen lassen. «Die Zusammenarbeit mit der Post funktioniert, und wir wollen die Abläufe in den kommenden Wochen weiter festigen», ist zu erfahren. Dann sei eine weitere Werbeaktion vorgesehen, «denn wir könnten problemlos noch mehr Kunden beliefern», ist Vater Seifert überzeugt. Ein Kränzchen windet die Familie der Post und ihrer Kundschaft, wenn es um die Rücksendung der leeren Boxen geht. «Auch das ist für uns wichtig und funktioniert einwandfrei.»

Ein Blick in eine bereitstehende Saisonbox zeigt, dass nebst verschiedenen, saisonalen Gemüsen auch Kartoffeln, Karotten, ein Bund frische Kräuter, Salat und eine grosse Tomatenvielfalt enthalten sind.

«Wer eine Gemüsebox abonniert, muss in der Küche flexibel sein und verarbeiten, was gerade Saison hat.»

«Vielleicht hält dies einige potenzielle Kunden von einer Bestellung ab», so die Überlegung der Anbieter. «Doch wir können, dank der Vereinbarung mit der Post, mit einem guten Lieferservice und Frische punkten. Kommt dazu, dass Gemüse und Salate aus der Region stammen», betont Hanspeter Seifert.

Vielfältiger Betrieb

Der Böschnihof mit seinen 28 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche, davon zehn Hektaren im Berggebiet, ist nicht ausschliesslich auf die Produktion von Gemüse und Salate ausgerichtet. Der Hof ist auch Zuchtbetrieb für Limousin, und das im Hofladen verkaufte Fleisch stammt von diesen Tieren. Aktuell gibt es auch Lammfleisch, denn die Skudden-Schafe haben fleissig für Nachwuchs gesorgt.

Rund ums Haus sind auch zahlreiche Hochstamm-Obstbäume anzutreffen, dort fühlen sich seltene Vogelarten, die sonst kaum mehr Nistplätze finden, äusserst wohl. «Wir sind nicht nur Produzenten, uns ist auch die Ökologie wichtig», erklärt Vater Seifert die Betriebsphilosophie. Dazu gehöre auch der persönliche Kontakt mit der Kundschaft, welche den ausserhalb des Zentrums gelegenen Hof entweder mit dem Auto oder dem Velo aufsucht.

Infos unter www.boeschnihof.ch

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