Vermisster im Voralpsee: Trübes Wasser erschwerte die Suche 

Die Polizei konnte den am Sonntag im Voralpsee bei Grabs verunfallten Mann bis am Mittwoch um die Mittagszeit nicht finden. Die Suche gestaltete sich aufgrund des trüben Wassers extrem schwierig. 

Corinne Hanselmann
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(Bild: Kapo SG)

(Bild: Kapo SG)

Am Sonntag kam es am Voralpsee zu einem Badeunfall. Ein 55-Jähriger aus der Region Werdenberg wird seither vermisst. Nachdem am Sonntag und Montag bereits intensiv nach dem Mann gesucht wurde, war die Suche auch gestern Dienstag erfolglos, wie Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, bestätigt. Da die Sicht im Voralpsee sehr schlecht ist, sei die Suche extrem schwierig. «Wenn man den Arm ausstreckt, sieht man die eigene Hand nicht», so Schneider. Die Taucher hätten mithilfe von Leinen und Suchmustern alles abgetaucht, was sehr viel Zeit beanspruche. Der Voralpsee ist rund 530 Meter lang und 250 Meter breit.

Noch sind die Möglichkeiten nicht ausgeschöpft

«Aktuell wird geprüft, ob wir weitere technische Mittel zum Einsatz bringen können», so Schneider auf Anfrage. Er meint damit ein Sonargerät. Sonar ist ein Verfahren zur Ortung von Gegenständen unter Wasser mittels ausgesandter Schallimpulse. Da die Kantonspolizei selber kein solches Gerät besitzt, muss dieses zuerst organisiert werden.

Doch wie lange wird überhaupt weitergesucht, wenn eine Person in einem See vermisst wird? Das könne man nicht pauschal sagen, so Schneider.

«Solange die Möglichkeiten für die Suche noch nicht ausgeschöpft sind, unternehmen wir etwas.»

Unfälle in Bergseen sind selten 

Schwere Badeunfälle sind in den Bergseen der Region selten. Gemäss einer Recherche von Florian Schneider sind in den Aufzeichnungen der Polizei für den Voralpsee, den Schönenbodensee, den Schwendisee und den Gräppelensee in den vergangenen Jahren keine entsprechenden Meldungen zu finden.