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Polizei rückt drei Mal wegen Entenfamilie auf Autobahn aus

Am Sonntag erhielt die Kantonspolizei St.Gallen Anrufe wegen einer Entenfamilie auf der Autobahn A13 zwischen Haag und Buchs. Drei Mal ist die Polizei ausgerückt - erfolglos.
Katharina Rutz
Helfer des Vereins Kleintierrettung konnten die meisten Küken einfangen. (Bild: pd)

Helfer des Vereins Kleintierrettung konnten die meisten Küken einfangen. (Bild: pd)

Laut Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei, ist die Polizei am Sonntag drei Mal ausgerückt um eine Entenfamilie zu retten, die sich auf der A13 zwischen Haag und Buchs befinden sollte. Als die Patrouillen jeweils vor Ort ankamen, konnten sie die Enten aber nicht mehr ausfindig machen.

Schwierige Suche

Helfer des Vereins Kleinttierrettung Sarganserland, St.Galler und Bündner Rheintal wurden ebenfalls aufgeboten. "Die Rettung der Entenfamilie gestaltete sich als schwierig", schreibt Karin Bosshard vom Verein Kleintierrettung in ihrer Medienmitteilung. "Mutter und Küken flüchteten minutenlang hin und her. Schliesslich flohen die Küken in Richtung Rheindamm und die Entenmutter flog aufgeschreckt davon", schildert die Tierschützerin. Die Entenmutter wurde später tot am Fahrbahnrand aufgefunden. "Es ist bei Entenfamilien wichtig, dass die Mutter zuerst eingefangen werden kann, da dann die Küken zu ihr laufen und diese meist problemlos ebenfalls eingefangen werden können", erklärt Bosshard.

Die Helfer hörten zwar immer wieder das Piepsen der mutterlosen vermutlich sechs Küken aus dem Dickicht, konnten diese aber nicht auffinden. Während sechs Stunden gelang es schliesslich, vier Küken einzufangen. Im letzten Tageslicht retteten die Helfer auch noch ein fünftes Küken. Die Entenküken werden nun in einer Vogelpflegestation aufgepäppelt. Am Montagmorgen wurde nochmals nach dem sechsten Küken gesucht, jedoch ohne Erfolg. "Das ist schrecklich für uns", schreibt Karin Bosshard in ihrer Mitteilung. "Doch wir sind überglücklich, dass die überwiegende Mehrheit der Kleinen gefunden werden konnte."

Die Küken bleiben nun rund vier bis sechs Wochen in der Vogelpflegestation, bevor sie in die Freiheit entlassen werden können. Sie seien putzmunter und fressen gut, freut sich Karin Bosshard.

Hohes Unfallrisiko

Enten auf einer Autobahn sind für die Polizei klar ein Fall zum Ausrücken. "Einerseits geht es um das Tierwohl. Wir wollen vermeiden, dass die Tiere überfahren werden", sagt Florian Schneider. Andererseits würden Kleintiere auf der Autobahn ein hohes Unfallrisiko bergen. "Fahrzeuglenker könnten das Steuer herumreissen oder abrupt bremsen, um ein Überfahren der Tiere zu verhindern. Dies könnte zu schweren Unfällen führen", erklärt Schneider auf Anfrage des W&O.

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