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Polizei eskortiert Alpabzug über die Hauptstrasse

Familie Bühler aus Salez ist von der Alp Eidenen mit dem Vieh ins Tal zurückgekehrt – unversehrt, auch dank der Polizei.
Heidy Beyeler
Bei der Alpabfahrt gebärden sich die Ziegen manchmal eigensinnig. (Bilder: Heidy Beyeler)

Bei der Alpabfahrt gebärden sich die Ziegen manchmal eigensinnig. (Bilder: Heidy Beyeler)

Nach einer mittelmässigen, aber erlebnisreichen Alpsaison sind Willi und Babette Bühler mit ihren Söhnen und über zehn Helfern von ihrer Alp zurück. 24 Kühe mit ihrem Nachwuchs und acht Ziegen wurden am Samstag zurück in den heimischen Stall geführt. Die zehn Schweine kamen als Nachzügler am Sonntag ins Tal.

Gute Erinnerungen - und Angst vor dem Wasser

Als gute Erinnerung bleiben die schönen Tage auf der Alp, die vielen Besucher, die auf einen Schwatz oder eine Mahlzeit auf der Eidenenalp einkehrten und die schönen Wildbeobachtungen, die dort oben in der Ruhe morgens oder abends an der Hütte möglich sind.

Die letzten Tage oben auf der Eidenen erzeugten allerdings mehr als ein mulmiges Gefühl, als in der letzten Augustwoche der starke Regen fiel. Das viele Wasser suchte überall Wege quer durch die Weiden. «Wir hatten grosse Angst, dass uns im steilen Gelände ein Erdrutsch ereilen könnte. Wir sind froh, dass wir davon verschont blieben» berichtet Babette Bühler.

«Trotz der strengen Arbeit kommt etwas Wehmut auf, wenn die Rückkehr ins Tal bevorsteht. Die erste warme Dusche nach mehr als drei Monaten macht dann bewusst, wie komfortabel wir es im Alltag haben»

sinnierte Babette Bühler.

Der Strassenverkehr ist eine Gefahr

Der steile Weg von der Eidenen hinab ins Tal erfordert Achtsamkeit und genügend Helfer, um die Tiere unversehrt nach Hause zu führen. Unten im Tal, von Sennwald zum Hof in Salez, ist es zwar eben, aber da lauert eine weitere Gefahr – der Strassenverkehr auf der Hauptstrasse.

Die Polizei sorgte dafür, dass der Verkehr auf der Hauptstrasse den Tieren und Begleitpersonen den Vortritt liess.

Die Polizei sorgte dafür, dass der Verkehr auf der Hauptstrasse den Tieren und Begleitpersonen den Vortritt liess.

«Jedes Jahr wurde es, wegen des aufkommenden Verkehrs zusehends ärger»

erzählt Babette Bühler. Im vergangenen Jahr sei die Situation unhaltbar geworden. «Wir haben das Vieh all die Jahre jeweils am Mittag, wo wenig Verkehr herrscht, von Sennwald Richtung Industriequartier zum Hof geführt. Letztes Jahr war die Situation äusserst kritisch; es kam haarscharf zu einem Unfall zwischen Autofahrern und dem Vieh», berichtet Babette weiter.

«Die Verkehrsteilnehmer nahmen keine Rücksicht auf die Wartezeichen, die wir gegeben haben, und fuhren buchstäblich zwischen den Kühen hindurch.»

Das erste Mal von der Polizei begleitet

Das wollten Bühlers nicht noch einmal erleben. Die Polizei wurde um Hilfe gebeten. Babette war erleichtert, als sie in Sennwald ankommend das Polizeiauto erblickte. Die polizeiliche Unterstützung habe dazu beigetragen, dass sowohl die Tiere wie auch die Helfer die Heimkehr, entlang der Hauptstrasse, am Altersheim Forstegg vorbei, über den Bahnübergang, stressfrei erleben konnten.

«Es war das erste Mal, dass wir bei der Alpabfahrt unten im Tal von der Polizei begleitet wurden. Dafür sind wir dankbar», sagte Babette erleichtert.

Am Hof unbeschadet angekommen, wurden die Tiere auf die Weide gebracht. Danach gab es eine deftige Stärkung mit feinem Schinken vom Alpschwein, als Dank an alle Helfer und Helferinnen.

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