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Platzmangel beheben: Wildhaus-
Alt St.Johann stimmt am 19.Mai über Teil-Neubau des Gemeindehauses ab

Diskretion und Sicherheit fehlen, der Platz in Büros und Sitzungszimmern ist knapp, für Gehbehinderte ist der Zugang alleine nicht möglich: Am 19. Mai stimmt die Bürgerschaft über einen 2,5-Millionen-Bruttokredit für einen Teil-Neubau des Gemeindehauses in Alt St.Johann ab.
Thomas Schwizer

Der Ost-Trakt verschwindet und wird neu gebaut

Die knappen Raumverhältnisse und weiteren Unzulänglichkeiten im Altbau des Gemeindehauses in Alt St.Johann sollen verschwinden.

Mit einem Kredit hat die Bürgerschaft der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann den Weg frei gemacht für Vorstudien, die Konzeptentwicklung und die Errechnung eines ungefähren Kostenplans. Das sagte Gemeindepräsident Rolf Züllig an einer Informationsveranstaltung vom Dienstagabend im Mehrzweckgebäude Chuchitobel.

213000 Franken sollen vom Kanton kommen

Für den Abbruch sowie Neubau des Gebäudes Ost und einzelne Anpassungen im Gebäude West wird mit Totalkosten von 2,48 Millionen Franken gerechnet, knapp 2 Millionen davon für die Gebäude.

Über diesen Bruttokredit für den Teil-Neubau des Gemeindehauses in Alt St. Johann wird am 19. Mai an der Urne entscheiden. Züllig erläuterte, dass die Gemeinde mit einem Beitrag von 213000 Franken vom Kanton rechnen darf, als Restbetrag für fusionsbedingte Mehraufwände der Anfang 2010 vereinigten Gemeinde.

Ursprüngliches Wohnhaus genügt nicht mehr

Das Gemeindehaus in Alt St.Johann ist 1969 erstellt worden. Der mittlere Teil wurde schon immer für die Verwaltung genutzt. Der östliche Teil in Richtung Unterwasser wurde ursprünglich als Wohngebäude errichtet.

Schon vor der Gemeindefusion wurde er teilweise für Büros der Gemeindeverwaltung Alt St. Johann genutzt. Im Zuge der Fusion wurde der ganze Ostteil, mit geringen Anpassungen, für die heutige Vollnutzung umgebaut.

Zahlreiche Mängel sollen behoben werden

Von Beginn an habe sich gezeigt, dass die Büros im Ost-Trakt eher zu klein und nicht ideal eingeteilt sind. Das zeigte der Gemeindepräsident mit einigen Fotos des Ist-Zustandes auf. Ausserdem sei das Rathaus nicht behindertengerecht, weil die beiden Trakte nicht auf gleichem Niveau liegen und der Übergang nur durch Treppen möglich ist.

Züllig nannte weitere Gründe, warum ein Neu- und Umbau nötig sei. So sei heute die Sicherheit im sozial- und betreibungsrechtlichen Bereich schlecht, und «Diskretschalter» für vertrauliche Gespräche würden völlig fehlen. Generell gebe es zu wenig Besprechungsmöglichkeiten und Sitzungszimmer. Zudem fehle in grosses Sitzungszimmer für eine Mitarbeiterinformation.

Auf den heute nötigen Stand bringen

Mit dem Abriss und Neubau des Gebäudes Ost wird ein Lift eingebaut, mit dem beide Geschosse in den zwei Trakten für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer hindernisfrei zu erreichen sind.

Züllig stellte den detaillierten Raumbedarf vor, der zeitgemässe Arbeitsbedingungen und Kundenansprüche ermöglichen soll. Dazu gehören, neben entsprechenden Büroräumlichkeiten und Sitzungszimmern, auch eine kleine Küche mit Aufenthaltsraum und ein Kopier- und Büromaterialraum.

Um für künftig mögliche Anforderungen eingerichtet zu sein, sollen die Räume eher grosszügig eingeteilt werden. So könnte man bei Bedarf später beispielsweise aus einem Raum zwei Büros erstellen.

Parkplätze müssen verschoben werden

Sobald man bauliche Veränderungen am Gebäude vornehme, sei es aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt, aus den heutigen Parkplätzen an der Strasse rückwärts in die Kantonsstrasse einzufahren.

Deshalb sieht die Neubauvariante vor, dass die Mitarbeiter künftig südlich des Gemeindehauses parkieren und die Besucher westlich des Gebäudes. Insgesamt bleibe die Zahl der Parkplätze fast unverändert, sagte der Gemeindepräsident.

Wenn die Bürgerschaft am 19.Mai dem Bruttokredit zustimmt, kann die Honorarsubmission erfolgen. Die Architekten-Dienstleistung sei im Einladungsverfahren möglich, führte Züllig aus. Danach würden das Baugesuch erarbeitet und eingereicht, der detaillierte Bauplan sowie die Ausführung erfolgen.

Baubeginn im Frühling 2020 geplant

Die wenigen Teilnehmenden verfolgten seine Ausführungen interessiert, eine Frage betraf die Parkplatzlösung. Ein weiterer Bürger stellte nach den eingehenden Erläuterungen abschliessend fest: «Die heutigen Verhältnisse genügen nicht mehr.»

Sagt die Bürgerschaft Ja zum Kreditantrag, wird gemäss Gutachten mit einem Baubeginn im Frühling 2020 gerechnet. Der Bau sollte dann innert 14 Monaten abgeschlossen sein. Während den Arbeiten würde der Verwaltungsteil aus dem Ost-Trakt vorübergehend ausgelagert.

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