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Plantschen ist in Gams während der Schule erlaubt

Hitzefrei in der Schule ist unüblich und eine Klimaanlage nicht energiestadtkonform. Die Kreativität der Lehrer ist also gefordert, um den Schülerinnen und Schülern Abkühlung zu verschaffen.
Alexandra Gächter
Die Gamser Unterstufenschülerinnen und -schüler haben es gut: In einem kleinen Bassin dürfen sie sich abkühlen. (Bild: Alexandra Gächter)

Die Gamser Unterstufenschülerinnen und -schüler haben es gut: In einem kleinen Bassin dürfen sie sich abkühlen. (Bild: Alexandra Gächter)

Gestern kletterte das Thermometer in der Region Werdenberg erneut auf 34 Grad. Noch eineinhalb Wochen dauert es bis zu den Schulferien, bis dahin heisst es durchhalten, auch wenn es wegen der hohen Temperaturen im Schulzimmer für Lehrpersonen und Schüler mitunter ungemütlich wird. «Ein normaler Unterricht ist am Nachmittag fast nicht mehr möglich», sagt Sandra Forrer, Schulleiterin des Kindergartens und der Unterstufe Gams. Für die Kinder sei die Hitze sehr unangenehm, für die Lehrer sei es sehr streng. «Sie müssen die Aufmerksamkeit der Kinder, die ja wegen der hohen Temperaturen träger werden, aufrechterhalten. Das ist fordernd.»

Hinzu komme, dass kleinere Kinder sich nicht so gut äussern können oder gar nicht wissen, wieso sie müde und unaufmerksam werden. «Sie geben sich dem Gefühl hin, sind überfordert, empfindlicher und weinen auch mal.» Die Lehrpersonen seien angehalten, die Kinder zu beobachten und sie zum Trinken zu animieren. Manchmal würden die Lehrpersonen die Kinder mit einem kalten Lappen abwischen. «In zwei der vier Kindergärten und in der oberen Etage der Schule ist es wärmer. Es gibt Kinder, die vor sich hinschwitzen, warme Köpfe und Wangen haben. Deshalb ist es so wichtig, dass die Lehrpersonen während des Unterrichts gut auf die Kinder achten», sagt Forrer.

Vorlesen mit den Füssen im Wasser

Einige Lehrer haben Ventilatoren im Klassenzimmer. Eine Klimaanlage ist leider nicht energiestadtkonform. Stattdessen steht auf dem Areal des Schulhauses Hof ein Bassin. Dieses wird täglich mit kaltem Wasser gefüllt. «Die Kinder schätzen diese Abkühlung sehr. Der Unterricht kann an das Bädli versetzt werden. Die Lehrerin liest den Kindern dann mit den Füssen im Wasser ein Buch vor», sagt Forrer. Aus Sicherheitsgründen wird das Bassin während dessen Benutzung immer von einer Lehrperson im Auge behalten und nach Schulschluss ausgeleert.

Beim Sportunterricht sind die Lehrpersonen besonders gefordert, damit die Kinder nicht überhitzen. Die Sportstunde wird nicht draussen, sondern in der Halle abgehalten, da es dort kühler ist. Auf Ausdauersport werde verzichtet, stattdessen gibt es zum Beispiel Spiele mit Wasserballons, welche die Kinder anregen, sich zu bewegen. Alle zwei Wochen dürfen die Schüler zudem ins Freibad zum Schwimmunterricht. «Auch kommt es vor, dass wir während der Sportstunde in einem knöcheltiefen Bach barfuss spazieren gehen. Ist das Gewässer höher, wird es gefährlich. Zudem bräuchten die Lehrpersonen für das Baden im offenen Gewässer ein separates Brevet», so Forrer. Deshalb sei baden in der nahen Simmi tabu.

«Hitzefrei gibt es nicht. Aber wenn es weitere so heisse Sommer gibt, dann nehmen wir das Thema hitzefrei auf die Traktandenliste.»

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