Gut besuchte Viehschau - Philomena wird zur «Miss Wildhaus» gekürt

Die Wildhauser Gemeindeviehschau wurde am Freitag mit gut 400 Tieren und bei nasskaltem Wetter durchgeführt.

Adi Lippuner
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Interessiert verfolgen die Männer die Auffuhr ihrer Berufskollegen. (Bilder: Adi Lippuner)
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Interessiert verfolgen die Männer die Auffuhr ihrer Berufskollegen.
Interessiert verfolgen die Männer die Auffuhr ihrer Berufskollegen.

Interessiert verfolgen die Männer die Auffuhr ihrer Berufskollegen. (Bilder: Adi Lippuner)

Während es gestern bei der morgendlichen Auffuhr noch trocken war, mussten die Präsentationen im Ring bei nasskaltem Wetter durchgeführt werden. Einmal mehr bewiesen der Nachwuchs, die Braunviehzüchter, das Publikum und die Experten ihre Wetterfestigkeit. Gut 400 Tiere von 19 Betrieben wurden aufgeführt. 23 Kälbchen und 24 Kinder stellten ihre Tiere in Versform vor. Andrin Vetsch mit Kälbchen Vita sagte: « Ha müese früe ufsto und d’Lego im Chaschte lo.» Ein anderes Zitat: «Tschüss und tschau, händ e schöni Schau.»

Eine tolle Schau war es für die Generationengemeinschaft Mühlestein, konnte sie sich doch über den Titel «Miss Wildhaus» ihrer Kuh Philomena, die auch den Sieg «Schöneuter ältere» holte, freuen. Vizemiss wurde Sereina von Peter Frei, die damit ihren letztjährigen Titel nicht verteidigen konnte. Dafür holte Sereina, zusammen mit ihrer Tochter Senta, den Sieg im Mutter-Tochter-Wettbewerb.

Ebenfalls Jubel gab es bei Willi Künzle, er holte den Titel «Jungviehchampion» mit Pumuckl. Mit dem dritten Sieg in Folge bleibt auch der Wanderpreis, eine Glocke, in seinem Besitz.

«Braunviehzucht wird in Wildhaus gelebt»

Roman Schirmer, nebst Christian Näf, Eugen Schläpfer und Simon Steingruber als Experte im Einsatz, betonte bei der Ausmarchung zur Miss: «Die Braunviehzucht wird in Wildhaus gelebt, es stehen herrliche Tiere im Ring und es ist nicht einfach, einen Entscheid zu fällen.» Auch Eugen Schläpfer fand bei der Bewertung «Schöneuter jüngere», lobende Worte: «Es sind Tiere mit herrlichen Eutern und eines wird hier deutlich, auch Kühe mit einem kleinen Euter können viel Milch geben.» Christian Näf sagte bei der Kommentierung «Schöneuter ältere»: «Das sind Tiere, die schon viel geleistet haben und das verdient Respekt.»

Ein wichtiger Höhepunkt ist jeweils auch die Präsentation der Fitnesskühe, welche mit ihren Resultaten über dem Betriebsdurchschnitt liegen und auch bezüglich Wirtschaftlichkeit überzeugen. Geht es um die Bewertung von Mutter und Tochter, achten die Experten dar­auf, ob eine Harmonie zwischen den beiden Generationen besteht und welcher Zuchtfortschritt erzielt werden konnte.

Nächstes Jahr beim Chuchitobel

Nächstes Jahr wird die Wildhauser Viehschau nicht auf der Hofwiese, sondern auf dem befestigten Platz beim Chuchitobel durchgeführt, wie Peter Frei, Präsident der Viehzuchtgenossenschaft, bestätigte.

Rangliste
Miss Wildhaus: Philomena, Generationengemeinschaft (GG) Mühlestein; Vizemiss: Sereina, Peter Frei; Jungviehchampion: Pumuckl, Willi Künzle; Schöneuter jüngere: Zoe, Werner Wenk; Schöneuter ältere: Philomena, GG Mühlestein; Mutter-Tochter: Sereina und Senta, Peter Frei; Fitnessstar: Fantastic, Beni Wenk